Renault will Frieden mit Red Bull: "Jeder kocht sein Süppchen"

, 15.03.2016

Cyril Abiteboul hakt die Kapriolen der Vergangenheit ab und erkennt heilsame Wirkung in klarer Aufgabentrennung - Werksteam verursacht kaum Mehrkosten

Die Situation zwischen Red Bull und Renault scheint sich weiter zu entspannen. Nach Signalen der Friedfertigkeit durch Patron Dietrich Mateschitz und seinen Lautsprecher Helmut Marko hier nachlesen! ist Cyril Abiteboul überzeugt, dass die Zusammenarbeit der Formel-1-Streithähne gelingt. In Reaktion auf die Äußerungen sagt der Projektleiter der Franzosen mit Blick auf die Saison 2016 bei 'Autosport': "Es ist alles in Butter." Er warnt aber vor neuer Kabale: "Ich betrachte nichts als selbstverständlich."

Abiteboul ist bemüht, die Kapriolen des vergangenen Jahres zu relativieren: "Es ist jetzt positiv. Aber allzu negativ war es auch zu keinem Zeitpunkt", findet er und äußert sich lobend über die Arbeit der Österreicher. "Ich hatte immer Respekt dafür, dass Red Bull um jeden Preis Erfolge will - egal, was das finanziell, in Sachen Marketing oder auf politischer Ebene kostet." Er erkenne aber auch das Projekt eines großen Autoherstellers, der es nicht akzeptieren könne, kritisiert zu werden.

Ergo zieht Abiteboul einen Schlussstrich: "Das ist Geschichte und Vergangenheit." Mit dem TAG-Heuer-Branding will er eine Trennlinie geschaffen und für eine klare Aufgabenteilung gesorgt haben: "Das fundamentale Prinzip lautet: 'Ihr macht das Chassis und ihr macht es gut. Lasst uns für den Antrieb sorgen.'" Renault und Red Bull hätten versucht, Brücken zu bauen, seinen an einer zu engen Verknüpfung aber gescheitert: "Das hat nicht geklappt, jetzt kocht jeder sein eigenes Süppchen."

Renault-Motorsportchef Jerome Stoll betont gegenüber der Nachrichtenagentur 'AFP', dass das neue Programm mit einem Werksteam für seinen Arbeitgeber finanziell keine Mehrbelastung sei: "Das Ziel unseres Chefs (Konzernboss Carlos Ghosn; Anm. d. Red.) war ganz klar, dass es nicht teurer werden sollte als nur als Zulieferer. Das ist jetzt der Fall." Stoll verweist auf neue Einnahmen aus allgemeinen Formel-1-Töpfen, an denen Renault bisher nicht beteiligt war, und den gestiegenen Marketingwert.

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