Sauber: Ericsson und Nasr blicken hoffnungsvoll in die Zukunft

, 23.07.2015

Marcus Ericsson und Felipe Nasr freuen sich über die frühe Sicherheit, auch 2016 für das Sauber-Team anzutreten - Upgrades für Belgien und Singapur angekündigt

Abgesehen von den ohnehin langfristig ausgelegten Verträgen, wie etwa denen der McLaren-Piloten Fernando Alonso und Jenson Button, hat Sauber als erstes Team seine Fahrerpaarung für die Formel-1-Saison 2016 bekanntgegeben. Wie der Rennstall mit Sitz in Hinwil in der Schweiz am Donnerstagmittag mitteilte, hält man an Marcus Ericsson und Felipe Nasr fest. Sowohl der Vertrag des Schweden als auch jener des Brasilianers haben auch in der kommenden Saison Gültigkeit.

"Die Dinge so früh in trockenen Tüchern zu wissen, ist perfekt", freut sich Ericsson über die frühe Bekanntgabe seines Arbeitgebers und gesteht: "Der frühe Zeitpunkt hat mich schon überrascht." Der Vorteil liegt auf der Hand. "So können wir uns bis zum Ende des Jahres voll und ganz auf die Performance konzentrieren und müssen uns keine großen Gedanken über das nächste Jahr machen. Das sind wirklich großartige Neuigkeiten, über die ich mich sehr freue", sagt der Schwede, der im Winter 2014/2015 den Wechsel von Caterham zu Sauber vollzog.

"Im Team hat man uns klar zu verstehen geben, dass man sowohl mit mir als auch mit Felipe sehr zufrieden und an einer weiteren Zusammenarbeit interessiert ist", begründet Ericsson die frühe Bekanntgabe der Verträge für 2016, über die sich auch Nasr freut. "In den sieben Monaten, die wir nun zusammenarbeiten, haben wir viel gelernt und einen Großteil dessen, was wir uns vorgenommen hatten, auch erreicht. Dieser Schritt macht das Vertrauen zwischen mir selbst und dem Team nur noch größer. Jetzt blicken wir noch zuversichtlicher auf das Jahr 2016", sagt Nasr.

Ericsson vs. Nasr: Kein Vergleich zur GP2

Als Teamkollegen kommen Ericsson und Nasr gut miteinander aus, was die Entscheidung von Sauber nur noch begünstigte. "In der GP2-Serie hatten wir einige harte Kämpfe und waren sicherlich nicht die besten Freunde. Deshalb war ich mir vor Beginn der Saison nicht sicher, wie es sich entwickeln würde", gesteht Ericsson beim Blick zurück auf das Frühjahr 2015. Die Zweifel waren unbegründet, wie der Schwede inzwischen weiß.

"Wir arbeiten vom ersten Moment an richtig gut zusammen und sprechen gemeinsam über das Auto", beschreibt Ericsson die Arbeitsweise im Schweizer Team. Dank verschiedener Testprogramme auch während der Freien Trainings eines Rennwochenendes werden so viele Daten wie möglich über den C34 gesammelt. Diese werden anschließend im Sinne einer gezielten Weiterentwicklung gemeinsam ausgewertet.

Upgrades für Belgien und Singapur

So will Sauber nach der Sommerpause technisch kräftig nachlegen. Für den Grand Prix von Belgien (23. August) ist ein Upgrade der Ferrari-Antriebseinheit geplant. Beim Grand Prix von Singapur (20. September) soll ein Aero-Upgrade folgen. "Hoffentlich sind wir in der zweiten Saisonhälfte in der Lage, wieder um den Einzug ins Q3 mitzureden und regelmäßig in die Punkteränge zu fahren - so wie es zu Saisonbeginn der Fall war", formuliert Ericsson seine Erwartungen bezüglich der technischen Weiterentwicklungen.

"In welchem Tempo wir 2016 Weiterentwicklungen bringen können, wird in erster Linie davon abhängen, wie viel Geld wir zur Verfügung haben", wagt Ericsson einen ersten Blick auf die kommende Saison, fügt aber hinzu, dass über den Umfang des Budgets für die Weiterentwicklung des 2016er-Sauber-Boliden (C35) "noch nicht entschieden" wurde. Nasr findet, dass "die Situation deutlich besser ist als noch vor ein paar Monaten und es werden weitere positive Dinge folgen".

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