"Sehr gutes Jahr": Vettel sieht "Erfolge hinter den Kulissen"

, 10.10.2016

Obwohl Ferrari das Podest erneut verpasste, sieht Sebastian Vettel "viel Positives": Warum er 2015 nicht vermisst und das Aus für Technikchef Allison dem Team hilft

Der Grand Prix von Japan war für Ferrari ein Abziehbild der aktuellen Saison: Das Auto zeigte Potenzial, doch am Ende schafften es Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen wegen zwei Gridstrafen und einer misslungenen Strategie nicht auf das Podest und mussten sich mit den Plätzen vier und fünf abfinden. Platz zwei in der Konstrukteurs-WM rückt in immer weitere Ferne, aber dennoch scheint man bei den Roten mit dem Status quo zufrieden.

"Wenn wir das Wochenende hier mit Silverstone vergleichen, dann haben wir uns seitdem enorm verbessert", zieht Vettel einen seiner Ansicht nach repräsentativen Vergleich, da der Kurs in Großbritannien dem in Suzuka ähnle und sogar die Bedingungen mit dem böigen Wind vergleichbar waren. Damals kamen die Ferrari-Piloten über die Plätze fünf und neun nicht hinaus.

Wegen des verlorenen Podestplatzes könne man zwar nicht "rundum glücklich" sein, aber abgesehen von den Strafen sieht Vettel "viel Positives: Das Qualifying war stark, im Rennen war das Auto schnell. Wir waren wahrscheinlich die Zweitschnellsten und haben auch viel über das Auto gelernt."

Ferrari feiert "Erfolge hinter den Kulissen"

Vergleicht man das Wochenende aber mit dem Vorjahr, dann fällt auf, dass beide Ferrari-Piloten um eine Position zurückgefallen sind. War die Truppe im Vorjahr, als man im Gegensatz zu 2016 gleich drei Siege einfuhr, stärker? Vettel dementiert erneut. "Vielleicht kann man sagen, dass die Chancenverwertung dieses Jahr nicht gut war", meint Vettel gegenüber der 'Bild am Sonntag'.

Insgesamt möchte er aber nicht mit 2016 tauschen, als man eindeutig erster Silberpfeil-Verfolger war. "Auch wenn wir da drei Siege gefeiert haben. Um uns für die Zukunft gut aufzustellen, ist dieses Jahr extrem wichtig." Er spricht von einem "sehr guten Jahr. Nicht wegen der Erfolge auf der Strecke, sondern wegen der Erfolge hinter den Kulissen."

Sogar das Aus für Technikchef James Allison, der durch Motorenchef Mattia Binotto ersetzt wurde, sieht Vettel positiv. Das sei "eine große Chance und für alle im Team ein neuer Ansporn. Die Stimmung ist im Moment sehr positiv. Ob dann die Früchte nächstes Jahr schon am Baum hängen, wird sich zeigen."

Vettel wünscht sich "mehr Respekt" für Ferrari-Leistungen

Vettel glaubt trotz des Rückstands von 50 Punkten auf sein Ex-Team Red Bull, dass Ferrari noch Platz zwei in der Konstrukteurs-WM holen wird. Und er wünscht sich, dass die Leistungen seines Teams etwas mehr honoriert werden: "Es ist eine Frage des Respekts, das auch anzuerkennen. Hinter Mercedes zu sein, heißt doch nicht, schlecht zu sein. Sie sind einfach unglaublich gut."

Doch ist Ferrari tatsächlich gut genug, um Red Bull zu besiegen? Die in Malaysia präsentierten Updates wurden erst in Suzuka tatsächlich eingesetzt, wahrer Enthusiasmus will nicht aufkommen. "Wir haben sie hier eingesetzt, um einen Vergleich zu Sepang zu haben", erklärt Räikkönen die Herangehensweise. "Das Tempo war das gesamte Wochenende über gut, und wir hätten keine Teile ans Auto geschraubt, wenn wir nicht der Ansicht gewesen wären, dass sie einen Vorteil bringen."

Die neuen Teile - darunter ein sogenannter Bat-Wing unter der Nase - machen laut dem Finnen "keinen Unterschied wie Tag und Nacht, aber hier und da gibt es einen kleinen Unterschied."

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