"Um die Meinung gefragt": Vettel begrüßt Räikkönen-Vertrag

, 20.08.2015

Sebastian Vettel gibt zu, dass er von Ferrari gefragt wurde, wer 2016 sein Teamkollege werden soll, und begrüßt den neuen Vertrag für Kimi Räikkönen

Sebastian Vettel kann sich bei Ferrari eigentlich keinen angenehmeren Teamkollegen wünschen als Kimi Räikkönen. Mit dem "Iceman" versteht er sich (schon seit Jahren) prächtig, die beiden teilen sich manchmal sogar Räikkönens Privatjet, und vom Speed her sind die Rollen zumindest in der Formel-1-Saison 2015 klar verteilt. Dadurch ist sichergestellt, dass keine Energien für politische Spielchen hinter den Kulissen draufgehen, wie das in der Vergangenheit manchmal der Fall war - eines der Erfolgsgeheimnisse hinter dem Ferrari-Aufschwung.

Vettel macht gar keinen Hehl daraus, dass der 35-jährige Finne sein Wunsch-Teamkollege ist: "Es tut auf jeden Fall gut, nach den vielen Neuerungen Stabilität zu haben. Über den Winter ist genug passiert, genug neue Gesichter. Ich glaube, das Team ist jetzt sehr gut sortiert. Jetzt geht es darum, die Hausaufgaben zu machen und diese umzusetzen, damit man in Zukunft die Früchte ernten kann", sagt er. Und vor allem: "Kimi ist ein sehr guter Fahrer."

Letztendlich sei es "nicht meine Entscheidung" gewesen, ob Räikkönen bleiben darf oder Valtteri Bottas kommen sollte, vielleicht sogar sein früherer Red-Bull-Rivale Daniel Ricciardo. Aber dass Teamchef Maurizio Arrivabene seine derzeitige Nummer 1 nicht vergrämen wollte, wird von vielen Paddock-Kennern vermutet. Vettel behauptet, er sei "null" involviert gewesen, räumt aber ein: "Natürlich wird man in gewisser Weise eingebunden, um die Meinung gefragt."

"Letzten Endes ist es mir in gewisser Weise egal, aber ich finde, es ist eine gute Paarung, wir verstehen uns sehr gut. Wir verschwenden beide keine Energie für Kleinigkeiten, die eigentlich nebensächlich sind, sondern konzentrieren uns auf uns selbst und die Arbeit mit dem Team. Das ist in der jetzigen Phase, in der man versucht, wieder nach oben zu kommen, sehr wichtig", sagt der 28-Jährige und ergänzt: "Weder er noch ich haben ein Ego, das dem Team im Weg steht."

"Es ist kein Geheimnis, dass wir schon immer gut miteinander auskommen, auch wenn man von außen betrachtet sagt, dass wir sehr verschieden sind", so Vettel. "Primär versucht man, sich auf der Strecke zu schlagen, aber wenn das nicht klappt, ist der Respekt groß genug, um den Hut zu ziehen und zu sagen: 'Gut gemacht!' Und beim nächsten Mal versucht man, den Spieß umzudrehen. Kimi ist im Umgang sehr einfach und angenehm. Das würde nicht mit jedem so gut klappen."

Nach zehn Saisonrennen führt er im teaminternen Stallduell mit 160:76 Punkten und 8:2 Qualifyings. Zum Vergleich: Fernando Alonso hatte Räikkönen nach zehn Rennen 2014 mit 97:19 beziehungsweise 8:2 ähnlich klar in der Hand. Aber Vettel relativiert die nackten Zahlen: "Die Ergebnisse 1:1 zu vergleichen, ist nicht fair, denn Kimi hatte eine schwierigere Saison als ich. Was die reinen Leistungen angeht, war er sehr nahe dran."

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