Vergne: Lieber im Simulator als nutzloser Ersatzmann

, 11.01.2015

Jean-Eric Vergne spricht über die Faszination Ferrari und erklärt, warum er den Posten des Simulator-Piloten der Rolle als Ersatzfahrer vorzieht

Noch vor wenigen Wochen schien die Formel-1-Karriere von Jean-Eric Vergne nach dem Aus bei Toro Rosso beendet zu sein, doch dann nahm das Schicksal des Franzosen eine für ihn unerwartete und erfreuliche Wende, denn Ferrari engagierte ihn als Testfahrer - sehr zu seiner Überraschung. "Ferrari ist der Traum eines jeden Fahrers. Ich hätte nie damit gerechnet, dass ich einmal dort landen würde", sagt Vergne im Interview mit der italienischen Sporttageszeitung 'Gazzetta dello Sport'.

"Es ging alles sehr schnell. Maurizio Arrivabene rief mich im Dezember an, und in Nullkommanichts waren wir uns einig", berichtet Vergne über die unkomplizierten Verhandlungen mit dem neuen Ferrari-Teamchef. In der nächsten Woche wird Vergne dann seinen Antrittsbesuch in der Fabrik in Maranello machen. "Ich bin sehr neugierig und gespannt, wie es sein wird."

In seiner neuen Rolle wird Vergne vor allem im Simulator arbeiten und dort die Weiterentwicklung und Abstimmung des Ferrari vorantreiben. Als Ersatzfahrer für Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen wird bei den Rennen Esteban Gutierrez bereitstehen. Diese Rollenverteilung ist Vergne aber ganz recht.

"Ich ziehe es vor, im Simulator zu arbeiten und damit etwas Nützliches für das Team zu tun anstatt Ersatzfahrer zu sein", sagt er. Denn: "Heutzutage ist der dritte Fahrer zwar an der Rennstrecke, hat aber eigentlich nichts zu tun. Dem Team nicht helfen zu können, wäre für mich frustrierend." Durch die Arbeit im Simulator könne er das Team mehr voranbringen. "Ich glaube, es liegt eine wichtige Aufgabe vor mir. Ich werde 100 Prozent geben, damit Ferrari wieder an die Spitze kommt", versichert Vergne.

Allerdings denkt der Franzose auch schon weiter. Ende 2015 läuft Räikkönens Vertrag bei Ferrari aus, und derzeit stehen die Zeichen nicht auf eine Verlängerung mit dem dann 36-Jährigen. Daher spekuliert Vergne darauf, sich mit guten Leistungen im Simulator für ein Renncockpit zu empfehlen. "Das ist eine exzellente Gelegenheit für 2016 und selbst wenn es nicht klappt ist es immer noch besser, als im Caterham oder Marussia ständig hinterher zu fahren", sagt er.

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