Ogier führt in Argentinien mit großem Vorsprung: Latvala vom Pech verfolgt

, 29.05.2011

Ogier konnte sich nach dem zweiten Tag der Rallye Argentinien mit 43,7 Sekunden Vorsprung vor Hirvonen an die Spitze setzen. Dabei half ihm das Aus von Latvala.

Sebastien Ogier hat an Tag zwei die Führung bei der Rallye Argentinien übernommen. Nach zwei Siegen in Las Jarillas und einem weiteren in Las Bajadas, liegt der Citroen-Pilot nun mit einer Zeit von 3:20:05,8 Stunden vor Mikko Hirvonen. "Ich habe diesen Nachmittag so hart wie möglich Druck gemacht", schilderte Ogier. "Wir hatten einen guten Rhythmus und machten es gut. Wir müssen das nur morgen wiederholen."

Probleme bei Solberg und Latvala

Der Vorsprung auf Hirvonen beträgt bereits 43,7 Sekunden, weshalb Ogier den Finaltag relativ ruhig angehen kann. "Es ist kein guter Tag gewesen. Ich hatte nicht die Geschwindigkeit und weiß nicht warum", erklärte der Finne seinen großen Rückstand auf Ogier. Allerdings hat er den zweiten Platz nur geerbt. Denn sowohl sein Teamkollege Jari-Matti Latvala, der mittags noch führte, als auch der Zweitplatzierte Petter Solberg, hatten am Nachmittag mit großen Problemen zu kämpfen.

Latvala gibt in Argentinien auf

Vor allem Latvala war erneut im Pech. Nach zahlreichen Wertungsprüfungs-Siegen am Freitag, hatte der Finne verdient in Führung gelegen. Doch bereits in Las Bajadas verlor er über 20 Sekunden auf Ogier. Grund war eine gebrochene Schubstrebe an seiner Radaufhängung. Zwar versuchte der Finne noch gemeinsam mit Co-Pilot Miikka Anttila den Schaden zu reparieren, doch das gelang nur mangelhaft.

Nachdem er ohnehin zu spät zur folgenden Prüfung Amboy erschien, entschied sein Ford-Team schließlich, er solle stoppen. Damit waren die Rallye Argentinien und seine Hoffnungen auf den ersehnten ersten Saisonsieg für Latvala beendet. Nach seinen Problemen im Shakedown hatte Latvala noch lachend gesagt: "Es ist besser jetzt die Probleme zu haben, als während der Rallye."

Loeb will Doppelsieg perfekt machen

Doch auch Hirvonen kann sich nicht auf seinem zweiten Platz ausruhen. Denn er steht unter Druck von Weltmeister Sebastien Loeb, der am Samstag eine Serie von Stage-Siegen feierte. Mit Ausnahme der drei Siege seines Teamkollegen Ogier, verbuchte Loeb die anderen fünf schnellsten Zeiten auf seinem Konto.

Damit liegt er nun nur noch vier Sekunden hinter seinem ersten Verfolger in der Weltmeisterschaft. "Wir sind nun Dritter und nicht so weit von Mikko entfernt, denke ich", machte Loeb die Marschrichtung deutlich. Aus diesem Grund fand der Citroen-Pilot auch schönere Worte für den Samstag: "Mit Sicherheit besser als gestern!"

Doch auch wenn er die letzten fünf Auftritte in Argentinien gewann und in nahezu jeder Wertungsprüfung die Nase vorne hatte, hat Loeb den Sieg abgeschrieben. "Ogier ist zu weit weg ? ich war nie eine Sekunde pro Kilometer schneller als er...", erkannte der siebenfache Weltmeister an.

Solberg nun auf Platz vier

Auf Platz vier sortierte sich nun Solberg ein, der auf der letzten Prüfung des Samstags mehr als eine Minute auf den Sieger Loeb verlor. Grund waren wohl Probleme mit der Servolenkung. Nun liegt der letzte Podestplatz, den momentan Loeb inne hat, 28,4 Sekunden entfernt.

Östberg wieder in Top-5

Durch das Ausscheiden von Latvala liegt nun sein Markenkollege Mads Östberg in seinem M-Sport Stobart auf dem fünften Rang. Dieser dürfte ihm unter normalen Umständen auch nicht mehr zu nehmen sein, den sein erster Verfolger ist nach wie vor Federico Villagra, der allerdings bereits einen Abstand von knapp einer Minute hat.

Doch Östberg blieb bescheiden und dachte nur an kleine Patzer. "Wir lernen immer noch und jedes Mal, wenn wir einen Fehler machen oder zu schnell sind, kommt das in den Aufschrieb, damit wir es nächstes Jahr wissen", zeigte der 23-Jährige ehrgeizig auf.

Sein Teamkollege Matthew Wilson konnte den siebten Platz behaupten, obwohl er einen Plattfuß zu beklagen hatte. Nun erwartet er einen harten Finaltag, an dem er, trotz einer Minute Rückstand auf Villagra, nochmals angreifen möchte. "Morgen haben wir zwei sehr lange und dann zwei kurze Stages. Wir werden sehen was passiert. Es wird sehr hart werden und es kann eine Menge passieren", prognostizierte der Brite.

Übersicht Tag 2:

1. Sebastien Ogier, Citroen 3:20:05.8

2. Mikko Hirvonen, Ford +43.7

3. Sebastien Loeb, Citroen +47.7

4. Petter Solberg, Citroen +1:16.1

5. Mads Östberg, Ford +4:55.9

6. Federico Villagra, Ford +5:52.9

7. Matthew Wilson, Ford +7:00.3

8. Hayden Paddon, Subaru +21:58.3

9. Patrik Flodin, Subaru +29:58.3

10. Michal Kosciuszko, Mitsubishi +30:18.5

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