Revolution abgesagt: WRC-Regeln 2017 nur eine "Evolution"

, 11.12.2014

Keine Hybriden und keine radikal neuen Autos - FIA-Rallyedirektor Jarmo Mahonen verrät, dass die erwartete Revolution in der Rallye-Weltmeisterschaft ausbleiben wird

In den vergangenen Monaten wurde eine Menge spekuliert, wenn es um die Regeln in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) ab 2017 ging. Von Hybrid-Systemen war unter anderem die Rede, von größeren Autos und neuen Motoren. FIA-Rallyedirektor Jarmo Mahonen verrät nun allerdings, dass viele dieser Ideen mittlerweile doch wieder durch das Raster gefallen sind.

"Ich denke nicht, dass es Hybrid-Autos geben wird", stellt Mahonen gegenüber 'Autosport' klar. Diese Gerüchte waren vor allem deshalb aufgekommen, da Toyota einen WRC-Einstieg 2017 geprüft hatte. "Es stimmt nicht, dass Toyota ein Hybrid-Auto braucht", erklärt Mahonen allerdings und ergänzt: "Verschiedene Hersteller haben verschiedene Ziele, aber jetzt stehen wir alle auf der gleichen Seite."

"Es ist noch zu früh für Hybriden im Rallyesport", ist sich der Finne sicher und erteilt auch weiteren Ideen eine Absage: "Wir haben über verschiedene Größen bei den Motoren diskutiert, den damit verbundenen Benzindurchfluss und solche Sachen. Aber es ist zu teuer und zu diesem Zeitpunkt auch zu unzuverlässig. Außerdem ist es zu früh dafür."

"Wir werden konventionelle Autos sehen, eine Evolution von dem, was wir haben", lautet daher sein Ausblick auf 2017. Allerdings wehrt sich Mahonen gegen den Vorwurf, dass er sich dem Fortschritt verschließen würde: "Mir würde eine Revolution gefallen. Ich sage in diesen Meetings am Anfang immer, dass ich gerne Silhouettefahrzeuge mit 600 PS hätte. Und dann wird es still. Es wird keine Revolution geben."

Bereits seit mehreren Monaten wird am technischen Reglement für die Saison 2017 gebastelt. Ende diesen Jahres sollte es eigentlich vorliegen, konkret ist allerdings noch immer nichts. Mahonen gibt zu: "Es ist kein Geheimnis, dass wir ein bisschen spät dran sind. Aber die Prinzipien werden wir in diesem Monat beschließen, damit wir im März etwas für das World Motor Sport Council haben." Die erwartete Revolution wird es dann aber wohl nicht geben.

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