BMW vor Rückkehr nach Bathurst

, 02.09.2016

BMW liebäugelt mit einem werksunterstützten Engagement bei den Zwölf Stunden von Bathurst - Bestätigen können die Münchner aber noch nichts

Nach 20 Jahren Abstinenz könnte BMW schon 2017 wieder werksseitig am Mount Panorama vertreten sein: Das SRM-Team von Steve Richards will zwei werksunterstützte BMW M6 GT3 in Bathurst an den Start bringen. In der BMW-Zentrale in München ist man offen für eine Rückkehr nach Down Under. Entgegen anders lautender Medienberichte ist aber noch keine endgültige Entscheidung gefallen. "Bestätigen können wir noch nichts", sagt ein BMW-Sprecher gegenüber 'Motorsport-Total.com?.

"Bathurst ist eine Sache, die wir auf den Radar haben und es stellt ein realistisches Szenario dar", heißt es weiter. Sinn würde ein Engagement auf dem Mount Panorama Circuit in jedem Fall machen, denn 2017 jährt sich der letzte werksseitige BMW-Sieg an Ort und Stelle zum 20. Mal: Zu Zeiten des 1000-Kilometer-Rennens für Super-Touring-Boliden gewannen 1997 Geoff und David Brabham auf einem BMW 320i.

Seit GT3-Boliden bei den Zwölf Stunden von Bathurst zugelassen sind, wächst das Rennen zudem an Bedeutung. "Bathurst hat einen hohen Stellenwert in der Szene und in Australien", bestätigt BMW. Zudem hat BMW seit Saisonbeginn mehrere M6 GT3 nach Australien ausgeliefert. Außerdem wird das DTM-Engagement künftig auf sechs Fahrzeuge zurückgefahren, sodass Kapazitäten frei werden.

Steve Richards, Teamchef und Fahrer in Personalunion, sagt: "Bathurst ein spezieller Ort und es ist unglaublich spannend für unser Team, das 12-Stunden-Rennen in Angriff zu nehmen und ein Teil der Rückkehr von BMW zu sein. BMW ist sich der enormen Begeisterung für die M-Modelle hierzulande bewusst und erzielt unglaubliche Absatzzahlen. Wir hoffen, dass sich viele BMW-Fans im kommenden Februar zum Mount Panorama begeben, um der Rückkehr ihrer Marke beizuwohnen."

Da BMW sich noch nicht endgültig entschieden hat, steht auch die Fahrerpaarung noch nicht fest. Audi und Mercedes schicken seit Jahren Werksfahrer zum 12-Stunden-Rennen. Oft kommen auch Bathurst-Spezialisten aus der australischen Supercar-Serie zum Einsatz, zu denen Steve Richards gehört: Er hat das Bathurst 1000 vergangenes Jahr an der Seite von Craig Lowndes gewonnen und war zuvor viele Jahre Stammfahrer in der Supercar-Serie.

Der letzte BMW-Sieg bei den Zwölf Stunden von Bathurst liegt übrigens noch nicht ganz so lang zurück: 2007 und 2010 gewannen Gary Holt und Paul Morris zweimal auf einem privaten BMW 335i. Sie wurden dabei von Craig Baird (2007) und John Bowe (2010) unterstützt.

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