Fünfkampf um GT-Masters-Titel beim Finale in Hockenheim

, 29.09.2014

Porsche und BMW jagen Audi in den beiden Finalläufen in Hockenheim - Tabellenführer van der Linde und Rast mit den besten Karten

Fünf Fahrer aus drei Teams mit Audi R8, Porsche 911 und BMW Z4 kämpfen beim Finale des GT Masters in Hockenheim am Feiertagswochenende vom 3. bis 5. Oktober noch um den Titel in der "Liga der Supersportwagen". Auf der Zielgeraden im Meisterschaftskampf haben die Tabellenführer Kelvin van der Linde und Rene Rast (beide C. Abt Racing) im Audi R8 die besten Chancen. Die Audi-Piloten bauten zuletzt mit einem Doppelerfolg auf dem Sachsenring ihren Vorsprung an der Tabellenspitze auf Verfolger Jaap van Lagen (Schütz Motorsport) im Porsche 911 aus.

"Wir haben nun ganz klar den Matchball, aber bei einem Finalwochenende weiß man nie, was noch alles passiert", ist Rast vor dem Finale dennoch vorsichtig. Nichts unversucht lassen werden Claudia Hürtgen und Dominik Baumann (beide Team Schubert) in den beiden Läufen in Hockenheim (Samstag und Sonntag ab 11:45 Uhr live bei 'Kabel eins'). Im BMW Z4 haben die Tabellendritten nur mathematische Titelchancen, kämpfen aber noch um die Teamwertung und die Vizemeisterschaft.

Van Lagen muss im ersten Lauf zehn Punkte aufholen

Für Verfolger van Lagen und dessen Teamkollege Christian Engelhart heißt es am Freitag im Qualifying, im Porsche mit einem guten Startplatz für Lauf eins und einer Topplatzierung im Samstagrennen, den Titelkampf bis Sonntag offen zu halten. Van Lagen muss im ersten Lauf mindestens zehn Punkte auf die Tabellenführer im Audi aufholen, ansonsten können van der Linde/Rast bereits am Samstag jubeln.

Dass der Titel bereits im vorletzten Lauf entscheiden wird, hat im GT Masters allerdings Seltenheitswert: Erst zweimal in sieben Jahren stand der Champion bereits nach dem vorletzten Rennen fest. "Ich muss darauf hoffen, dass die Audi-Jungs in einem Rennen nicht punkten. Und auf Regen, denn bei nasser Strecke rechnen wir uns gute Chancen aus", sagt van Lagen vor dem Finale.

Das BMW-Duo Hürtgen/Baumann richtet den Fokus beim Finale vor allem auf die Teamwertung: "Audi war in den Rennen zuletzt sehr gut aussortiert. Wenn sie im Qualifying in Hockenheim einen guten Startplatz herausfahren können, ist die Gefahr gering, dass der Titel für van der Linde und Rast noch in Gefahr gerät", schätzt Hürtgen vor dem Finale die Situation ein. Gemeinsam mit Baumann und den Teamkollegen Max Sandritter und Lokalmatador Jens Klingmann will die zweifache Saisonsiegerin für Team Schubert aus Oschersleben die Teammeisterschaft einfahren.

In der Teamwertung geht es vor den beiden Finalrennen noch enger als in der Fahrerwertung zu: Die Titelverteidiger von C.Abt Racing um den ehemaligen GT Masters-Champion Christian Abt haben 18 Punkte Vorsprung auf Team Schubert. Theoretische Titelchancen haben auch noch Schütz Motorsport und die Corvette-Mannschaft Callaway Competition. Die Corvette ist mittlerweile der nach Siegen erfolgreichste Supersportwagen des GT Masters, mit Hockenheim hat der US-Sportwagen aber noch eine Rechnung offen. Beim Heimrennen von Callaway ist die Corvette bisher sieglos. Das wollen Daniel Keilwitz und Lokalmatador Andreas Wirth beim Finale ändern.

Auf das erste Podium der Saison hofft das Mercedes-Benz-Team ROWE Racing bei deren Heimrennen. Die Mannschaft aus dem nahegelegenen Worms will die Debütsaison im GT Masters mit den beiden Mercedes SLS AMG und den starken Fahrerpaarungen aus Ex-Formel-Pilot Jaime Alguersuari/Nico Bastian sowie dem ehemaligen DTM-Fahrer Maro Engel und Jan Seyffarth mit einer Champagnerdusche zu beenden.

Handlos reicht Zielankunft zum Gentlemen-Titel

In der Fahrerwertung liegt Porsche noch mitten im Titelkampf, in der Gentlemen-Wertung steht bereits fest, dass der Champion zum dritten Mal in Folge einen Porsche 911 fährt. Gentlemen-Tabellenführer Herbert Handlos (Team Herberth) ist der Titel kaum mehr zu nehmen. Der Österreicher, der in 14 Rennen neun Klassensiege eingefahren hat, liegt 88,5 Punkte vor Verfolger und Markenkollege Dominic Jöst (Team Herberth). Handlos muss im ersten Lauf seinen Porsche 911 nur ins Ziel bringen, dann ist ihm der Titel nicht mehr zu nehmen.

Ein neues Team nutzt das Finale in Hockenheim, um erste Erfahrungen im GT Masters zu sammeln. Dupre Motorsport startet mit einem Audi R8 und Christoph Dupre sowie ADAC-Stiftung-Sport-Förderpilot Thomas Schöffler erstmals in der "Liga der Supersportwagen". Das Team aus dem Saarland ist neu im GT Masters, war allerdings vor gut 20 Jahren bereits im GT Cup erfolgreich mit Audi am Start.

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