VLN-Vorschau: Zweifache Premiere im vierten Akt

, 22.06.2016

Die 47. Adenauer ADAC Deutsche Payment-Trophy eröffnet den zweiten Teil der Saison 2016 der VLN: Das 24-Stunden-Rennen liegt hinter allen Teilnehmern

Sechs Wochen liegt der dritte Lauf der VLN bereits zurück. Nach der durch das 24-Stunden-Rennen bedingten längeren Pause geht es nun mit der 47. Adenauer ADAC Deutsche Payment-Trophy auf dem 24,358 Kilometer langen Eifelkurs in die vierte Runde der Saison.

Die Zuschauer an der Nordschleife dürfen sich in dem vierstündigen Rennen erneut auf den gewohnt bunten Mix aus kleinen und großen Autos sowie Amateur- und Profirennfahrern freuen, auf spannende Kämpfe um Positionen und Meisterschaftspunkte in den einzelnen Klassen - und auf zwei Premieren. So geben die amtierenden VLN-Meister im Renault Clio und ein Powerpaket aus den USA ihr VLN-Debüt 2016. Das Zeittraining beginnt um 8:30 Uhr, das Rennen wird um 12:00 Uhr gestartet.

Bereits zum Establishment der VLN gehört Anders Fjordbach. Den zwei Siegen in den beiden ersten Rennen (die er gemeinsam mit Frank Stippler herausfuhr) soll ein dritter folgen. Diesmal teilt sich der junge Däne das Cockpit des Phoenix-Audi R8 LMS mit dem erfahrenen Marc Basseng.

Mit Siegambitionen reisen auch Jörg Müller und Jesse Krohn in die Eifel. Sie gewannen (mit Marco Wittmann) im Schubert-BMW M6 GT3 bereits den dritten Saisonlauf; diesmal gehen sie mit Victor Bouveng im M6 GT3 von Walkenhorst an den Start. Dies sind, exemplarisch, nur zwei von gut 20 Siegkandidaten im über 150 Autos starken Teilnehmerfeld der 47. Adenauer ADAC Deutsche Payment-Trophy.

Neue Callaway-Corvette: Die ersten Nordschleifen-Kilometer

In diesen Kreis will sich am letzten Juni-Wochenende auch die neue Callaway-Corvette C7 GT-R mischen, die 2016 ihr Debüt auf der Nürburgring-Nordschleife feiert. "Ursprünglich sollten es sogar zwei Corvette sein", verrät Patrick Assenheimer, "aber einer unserer Fahrer hat noch keine Permit, weshalb wir auf den Start des zweiten Autos leider verzichten müssen."

Patrick Assenheimer teilt sich das Cockpit des amerikanischen Supersportlers mit Daniel Keilwitz und Boris Said, ist im Gegensatz zu seinem Arbeitsgerät allerdings schon sehr Nürburgring-erfahren. Seit 2011 fährt der Schwabe regelmäßig in der VLN mit einem Mercedes-Benz C230 in der Klasse V4. Mit einer Corvette ist er seit 2013 im ADAC-GT-Masters am Start.

"Das Team Callaway möchte mit der Corvette C7 GT-R ein echtes Allroundauto, das für Kurz- und Langstreckenrennen gleichermaßen gut ist, auf den Markt bringen", erklärt Assenheimer. "Jetzt wollen wir zeigen, was die Corvette auf der Nordschleife zu leisten im Stande ist. Ich freue mich sehr auf den Einsatz, schließlich habe ich meine Motorsport-Karriere in der VLN auf dem Nürburgring begonnen."

Die Konkurrenz im Kampf um die Spitzenplätze ist auch im vierten Rennen der VLN-Saison 2016 groß. Neben den Mercedes-AMG GT3, BMW M6 GT3 und Audi R8 LMS will vor allem Porsche mit dem neuen GT3 die bisherige Saisonbilanz auf der Nordschleife aufpolieren. Vier 911er sind für die Jagd nach dem ersten Top-Resultat 2016 am Start, darunter auch der Frikadelli-Porsche. Zudem möchten Uwe Alzen und Philipp Wlazik im Ford GT und die Farnbacher-Brüder Dominik und Mario im Lexus RC-F GT3 gerne ein Wörtchen um den Sieg mitreden.

Meister fordern Seriensieger

Ein anderes Ziel verfolgt ein weiteres Brüderpaar: Tim und Dirk Groneck bringen erstmals in dieser VLN-Saison das Auto mit der Startnummer eins auf die Nürburgring Nordschleife. Mit ihrem Renault Clio holten sie im vergangenen Jahr den Titel - nach 2013 bereits zum zweiten Mal. Bei ihrem persönlichen Saisondebüt dürften die härtesten Konkurrenten in der Klasse SP3 Gerrit Holthaus und Stephan Epp sein.

Die beiden haben, ebenfalls in einem Renault Clio, bisher alle drei Rennen in der Klasse SP3 für sich entschieden, und sie haben durchaus Chancen, die Groneck-Brüder 2016 zu beerben. Epp und Holthaus liegen momentan auf Platz vier der VLN-Meisterschaft. Ganz oben in der Tabelle rangieren seit dem dritten Lauf Michael Schrey und Alexander Mies, die bislang im qualitativ und quantitativ hervorragend besetzten BMW M235i Racing Cup eine außergewöhnliche Leistung gezeigt haben - sie gewannen in allen drei Rennen die Klasse.

Beim Saisonauftakt ließ das Bonk-Duo 18 Konkurrenten hinter sich, im zweiten Lauf waren es 19 und im dritten derer 20. Für das vierte Rennen der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring sind sogar 22 Fahrzeuge in der Cup5 genannt - der BMW M235i Racing Cup ist somit die größte Klasse im gesamten VLN-Feld. Sollten Michael Schrey und Alexander Mies nach vier Stunden erneut die Nase vorn haben, wäre das für die beiden fast schon die halbe Miete auf dem Weg zur Meisterschaft.

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