Monteiro gibt Kampf um WTCC-Titel noch nicht verloren

, 10.07.2016

Trotz eines gewaltigen Rückstands auf Jose-Maria Lopez will Tiago Monteiro bis zur letzten Sekunde um den WTCC-Titel 2016 kämpfen

Obwohl seine Chancen nicht besonders gut stehen, will sich Tiago Monteiro im Kampf gegen Jose-Maria Lopez um den Fahrertitel der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) 2016 noch nicht geschlagen geben. "Er hat einen großen Vorsprung, aber ich habe gesagt, dass ich nicht aufgebe und werde das auch nicht tun", sagt Monteiro, der mit 101 Punkten Rückstand auf Lopez in die letzten zehn Saisonrennen geht.

Honda-Pilot Monteiro müsste an jedem der verbleibenden fünf Rennwochenenden mehr als 20 Punkte auf seinen Citroen-Rivalen aufholen, was aus eigener Kraft sehr schwierig, laut Monteiro aber nicht unmöglich ist. "Rechnerisch ist es noch möglich, aber wir brauchen natürlich auch ein bisschen Glück."

Monteiro weiß auch schon genau, wie er dieses dringend benötigte Glück erzwingen kann. "Das ist ein Wettbewerb auf höchstem Niveau, und unter Druck machen Leute Fehler", sagt der Portugiese. "Ich werde versuchen, ihn bis zum Saisonende unter Druck zu setzen. Jeder macht Fehler, das hat man bei ihm im Qualifying gesehen."

Damit spricht er das Qualifying in Vila Real an, wo Lopez in Q3 nach einem Fahrfehler in den Notausgang einer Schikane fuhr und keine Zeit setzen konnte. Es war allerdings einer von sehr wenigen Fehlern des ansonsten nervenstarken Argentiniers.

Dennoch beharrt Monteiro: "Das ist keine Träumerei, wir können noch darum kämpfen. Wir müssen bis zum Ende Punkte holen, aber es gibt noch viele Rennen und damit viele Punkte." Ausgerechnet beim nächsten Rennen stehen die Chancen, dass Monteiro Punkte auf Lopez gutmacht, aber besonders schlecht.

Vom 5. bis 7. August ist die WTCC in Lopez' Heimatland Argentinien zu Gast. "Wir fahren bei ihm zu Hause, daher wird er sehr motiviert sein", erwartet Monteiro. Und auch Lopez' bisherige Bilanz dürfte seinen Rivalen nicht gerade zuversichtlicher stimmen. Von den bisher sechs Rennen in Termas de Rio Hondo hat Lopez vier gewonnen, in den vergangenen beiden Jahren war er dort nie schlechter als Platz zwei.

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