Ariel Atom 3.5R: Diese Boden-Boden-Rakete sucht Ihresgleichen

, 21.06.2014


Spätestens seit diversen überragenden Auftritten in der weltbekannten BBC-Autosendung „Top Gear“ ist der Ariel Atom Sportwagenfans in aller Welt ein Begriff. Vor allem die V8-Variante veranlasste Moderator Jeremy Clarkson zu wahren Begeisterungsstürmen. Nun lässt die britische Schmiede ein neues Biest von der Leine: den Ariel Atom 3.5R.


Der Neuling tritt die Nachfolge des legendären Ariel Atom V8 an, dessen Produktion inzwischen auslief. An dessen Leistung von 507 PS reicht der 3.5R zwar nicht heran, aber auch 355 PS und das maximale Drehmoment von 330 Nm können sich sehen lassen. Vor allem in Anbetracht dessen, dass ein aus dem Honda Civic Type R entliehener Zweiliter-Vierzylindermotor als Treibsatz dient.

Selbstverständlich überarbeitete Ariel den Motor weitreichend. Als Herzstück des Tunings erweist sich ein Kompressor-Umbau, der neben dem Lader ein veritables Ladeluft-Kühlsystem beinhaltet und somit Ladedrücke von mehr als 0,7 bar realisiert. Der Ladeluftkühler sitzt in einem der beiden Seitenkästen, während der andere Seitenkasten den Ölkühler beherbergt.

Für die Kraftübertragung zeichnet eine sequentielle Sechsgang-Box mit variabler Übersetzung aus dem Hause Sadev verantwortlich. Der Fahrer kann das Getriebe über pneumatische Lenkradwippen bedienen, in weniger als 40 Millisekunden hoch- und in unter 50 Millisekunden herunterschalten. Wichtig auf der Rennstrecke: Die Schaltbox erlaubt es, die Gänge 6 bis 1 innerhalb von einer Sekunde durchzuschalten und einen höheren Gang einzulegen, ohne vom Gas gehen zu müssen.


Kein Wunder, dass der Ariel Atom 3.5R atemberaubende Sprintfähigkeiten besitzt. Von 0 auf 60 mph (96,56 km/h) katapultiert sich der Bolide in 2,5 Sekunden, die 161 km/h-Marke fällt nach nur sechs Sekunden. Für ein Höchstmaß an Traktion sorgt ein mechanisches Sperrdifferenzial, das sich für den Rennstreckeneinsatz feinabstimmen lässt.

Beim Fahrwerk vertraut Ariel auf das bewährte Pushrod-Layout, verwendet nun aber TTX36-Dämpfer des schwedischen Spezialisten Öhlins. Aus dem gleichen Hause stammen die Federn, die auf den bevorzugten Einsatzzweck des Autos hin optimiert werden können. Öhlins liefert perfekt auf den Straßen-, Rennstrecken- oder gar Renneinsatz zugeschnittene Komponenten. Gleiches macht Ariel in Bezug auf die Räder, Reifen, Bremsen und viele weitere Einzelteile.

Eine Karosserie im klassischen Sinne gibt es übrigens nicht. Der Fahrer wird stattdessen von den Elementen des Gitterrohrrahmens fest eingeschlossen. Die Flügel lassen sich, wie sollte es anders sein, großzügig verstellen.

Allerdings gibt es eine betrübliche Nachricht. Aufgrund neuer Zulassungsbestimmungen ist es leider nicht mehr möglich, für die Ariel-Modelle in der EU eine Straßenzulassung zu erhalten. Doch wer den Grundpreis von 80.000 Britischen Pfund (aktuell rund 100.000 Euro) auftreiben kann und das englische Biest ausschließlich auf der Rennstrecke einsetzen möchte, wird kaum ein Sportgerät mit höherem Spaßfaktor finden.

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