Aston Martin V12 Zagato: Kleinserie - Rennwagen kommt auf die Straße

, 08.07.2011


Der Aston Martin V12 Zagato geht als Straßenversion in Serie. Modern und aggressiv von den Italienern eingekleidet, konnte dieser 517 PS starke Racer bereits als Prototyp beim 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife im Juni 2011 überzeugen und viele Autoenthusiasten in seinen Bann ziehen. Der straßenlegale Rennwagen ist auf 150 Exemplare limitiert und soll ab der zweiten Jahreshälfte 2012 ausgeliefert werden. Kostenpunkt: ab 330.000 Britische Pfund; zuzüglich der deutschen Mehrwertsteuer aktuell ca. 436.900 Euro.


Performance und Funktionalität im Designer-Anzug

Basierend auf dem angriffslustigen Aston Martin V12 Vantage, ist der V12 Zagato als absolute Fahrmaschine ausgelegt. Vom Motorsport abgeleitete Komponenten unterstreichen das Ziel, eine echte Fahrmaschine zu bauen. Optisch setzt sich der Zweisitzer durch ein athletisches Design mit weichen und harten Linien ab.

Die modifizierte Front mit einem großen Kühlerschlund und ein Carbon-Splitter zur Reduzierung des Auftriebs deuten bereits darauf hin, dass der Aston Martin V12 Zagato ein aerodynamisch optimiertes Kraftpaket mit hoher Leistung darstellt. Weitere Carbon-Luftöffnungen in der Motorhaube sorgen für eine optimierte Effizienz des Triebwerkes und zeugen vom kraftstrotzenden Aggregat.

Handgefertigt spannt sich die Aluminium-Karosserie über das Chassis. Breit ausgestellte Radhäuser lassen die Muskeln spielen. Die Formgebung der vorderen Seitenteile ist das Resultat einer Analyse der Luftströme in den Radhäusern. Auch die Luftdurchlässe hinter den Radhäusern dienen der Verbesserung der Aerodynamik und Entlüftung der Bremsen.

Neu gezeichnete Seitenschweller führen die Luft am Aston Martin V12 Zagato vorbei. Erinnert die Seitenpartie durchaus an den japanischen Nissan-GT-R, bietet die Heckpartie eine brutale Optik mit einem gewaltigen Carbon-Diffusor, der den Anpressdruck ebenfalls erhöht. Markant sind die zwei runden Heckleuchten. Für genügend Kopffreiheit - auch mit aufgesetztem Rennhelm - führte Zagato zu guter Letzt das so genannte "Double-Bubble"-Dach aus.

Für den Vortrieb des Aston Martin V12 Zagato sorgen nicht weniger als 517 PS und ein maximales Drehmoment von 570 Nm bei 5.750 U/min, die das 6,0 Liter große V12-Triebwerk mobilisiert. Für reichlich Fahrspaß ist damit gesorgt. In Kombination mit einer 6-Gang-Handschaltung spurtet der V12 Zagato in nur 4,2 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht eine Top-Speed von 305 km/h.

Für den Kontakt zum Asphalt sorgen speziell für den Aston Martin V12 Zagato in Leichtbauweise hergestellte 19-Zoll-Felgen, welche die Briten vorne mit Reifen im Format 255/35 bestückten und hinten in der Dimension 295/30.

 

Innenraum: Luxuriöse Sportwagen-Atmosphäre

Das Interieur des Aston Martin V12 Zagato stammt vom V12 Vantage und besticht durch gestickte „Zagato“-Logos sowie spezielle Plaketten, die auf den Sonderstatus des Sportwagens hinweisen. Im Innenraum dominieren Leder, Aluminium-Applikationen und reichlich Alcantara. Das Interieur glänzt geradezu geschmackvoll und präsentiert den Einsatz von Aluminium zur edlen Betonung genau richtig. Rennsport-Atmosphäre vermittelt die gelochte Alu-Pedalerie, die der Fahrer sicherlich kräftig treten wird, um den satten Durchzug bei jeder Geschwindigkeit zu spüren.


Die Sportsitze mit Memory-Funktion lassen sich elektrisch verstellen und gegen Aufpreis mit einer Sitzheizung versehen. Auf Wunsch dürfte es besonders leichte, 6fach verstellbare Schalensitze aus Carbon/Kevlar geben, die nochmals 17 Kilogramm an Gewicht einsparen könnten.

Aston Martin DB4 GT Zagato: Die Geburt einer Legende

Aston Martin und Zagato schufen mit dem originalen von 1960 bis 1961 produzierten Aston Martin DB4 GT Zagato eines der begehrtesten Sammlerfahrzeuge unserer Zeit, das mehrere Millionen Euro wert ist und damals durch starke Rundungen wie eine konsequente Gewichtsreduzierung bestach. Für den Vortrieb sorgte ein 3,7 Liter großer Sechszylinder-Motor mit 314 PS, der den Spurt auf 60 mph (96,56 km/h) in 6,1 Sekunden und eine Top-Speed von 246 km/h ermöglichte.

Jetzt tritt der Aston Martin V12 Zagato die legitime Nachfolge des DB4 GT Zagato als moderne Ikone an - zumindest die Ankündigung bzw. die Darbietung der zwei Prototypen beim 24-Stunden-Rennen kommen auf das Jahr genau 50 Jahre später. Vom originalen Aston Martin DB4 GT Zagato wurden 19 Exemplare gebaut, die heute noch allesamt existieren, mehrere Millionen Euro wert sind und damals zum Teil intensiv als Rennwagen genutzt wurden.

Im Jahre 1986 kooperierten die beiden Unternehmen erneut und schufen den Aston Martin V8 Zagato, der bis 1990 insgesamt 89 Mal gebaut wurde (52 Coupés und 37 Cabrios). Für den 438 PS starken V8 Zagato gaben die Briten einen Spurt von 0 auf 60 mph (96,56 km/h) in nur 4,8 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h an.

Es folgte eine weitere Zusammenarbeit: Von dem streng limitierten Aston Martin DB7 Zagato (Coupé), der von 2002 bis 2003 produziert wurde, verkauften die Briten genau 99 Exemplare und behielten die Nummer 100 für sich. Dank eines 6,0 Liter großen V12-Motors mit einer modifizierten Abgasanlage generierte der DB7 Zagato rund 435 PS und meisterte den Spurt von 0 auf 60 mph (96,56 km/h) in 4,9 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 299 km/h.

Mit gleichen Leistungs- und Performance-Werten entstand vom Aston Martin DB7 Zagato außerdem eine offene Variante, die den Namen „AR-1“ (American Roadster 1) trug. Der von 2003 bis 2004 hergestellte Aston Martin AR-1 besaß kein Dach und wurden ebenfalls in einer Auflage von 99 Exemplaren verkauft, während die Nummer 100 wiederum bei Aston Martin blieb.

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16.09.2011

Der Zagato war auch auf der IAA in Frankfurt einer der Stars:


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