ELMAR: Nicht schön, aber ganz schön innovativ

, 21.07.2010

Der Teufel steckt im Detail - oder genauer: Der Motor steckt in der Felge. ELMAR heißt ein technisch vielversprechendes Elektroauto mit Radfelgenmotoren. Er sieht nicht gerade gut aus, so etwa wie ein rollendes Zwei-Mann-Zelt. Was er zu bieten hat, ist im Einzelnen nicht immer neu, in der Summe aber aufsehenerregend.


ELMAR steht für „Elektromotor auf Rädern“, womit schon klar wäre, wo für 28 Studenten der Dualen Hochschule Mannheim der Schwerpunkt lag. Design war’s jedenfalls nicht. Aber auch die „Bayerischen Motorenwerke“ bauten später als „BMW“ attraktive Autos um ihre Aggregate herum, vielleicht legt ELMAR optisch auch noch zu.

Zu gönnen wäre dem Projekt der Erfolg; denn die Technik ist spannend. Vor allem die Grundkonstruktion: Die Studenten lösten sich von der traditionellen Bauform eines Automobils, die auf die Pferdekutschen der alten Römer zurückgehen. Herausgekommen sind dabei vier Ausleger aus kohlefaserverstärktem Kunststoff, die in einem Herzstück über der Fahrgastzelle verbunden werden und die grundlegenden Funktionen „Tragen“, „Dämpfen“ und „Federn“ übernehmen.


Am Herzstück ist die freischwingende, weniger als 100 Kilogramm leichte Fahrgastzelle aufgehängt. Sie bietet zwei Personen und zwei Getränkekisten Platz und beherbergt außerdem die Akkus und die Steuerungselektronik. Außerdem herrscht in der Fahrgastzelle Komfort bis hin zur ausgefeilten Soundanlage.

Die Radfelgenmotoren bringen geringe Energieverluste und Gewichtsersparnis, außerdem kommt die meiste Bremskraft von ihnen. Mit ihren jeweils 7,5 kW und einem optimalen Wirkungsgrad ermöglichen die vier Motoren enorme Beschleunigung und beeindruckenden Durchzug. 120 km/h sollen möglich sein.


Schlüssig am ELMAR-Konzept: Seine Power holt sich das Elektroauto innerhalb von 8 Stunden in einem Carport mit Solarmodulen. Nach erfolgter Aufladung lässt sich ELMAR von seinem zukunftsorientierten Besitzer per Lenkrad, Joystick oder i-Phone steuern. Viele Aspekte, die neugierig machen. Bis zu einer Kleinserie könnten auch nicht ganz so schmerzfrei agierende Auto-Designer für die passende Optik sorgen.

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