Ferrari 599 GTO: Der schnellste Serien-Ferrari aller Zeiten

, 10.04.2010

Richtig in die Extreme geht der neue Ferrari 599 GTO. Der bislang schnellste Serien-Ferrari ist auf ein Ziel ausgerichtet: Performance. So basiert der Ferrari 599 GTO nicht nur auf irgendeinem Modell, sondern auf dem 599XX, einer echten Rennmaschine mit den neuesten Technologien aus der GT- und Formel-1-Forschung. Doch der 599XX bot das Vergnügen lediglich auf der Rennstrecke, was der neue 599 GTO nun kompromisslos auf die Straße bringt. Die Serie ist allerdings auf nur 599 Exemplare limitiert.


Das Kürzel „GTO“ steht für „Gran Turismo Omologata“ und bei Ferrari für einen großen Mythos, der mit dem Ferrari 250 GTO im Jahre 1962 begann und zahlreiche Erfolge im Rennsport sammelte. Heute zählt der nur 39 Mal gebaute 250 GTO zu den teuersten Automobilen der Welt. Im Jahre 1984 folgte der Ferrari 288 GTO als Wegbereiter der Supersportwagen, wie zum Beispiel der F40 und der F50.

Legen wir die blanken Zahlen des neuen Ferrari 599 GTO auf den Tisch: Das 6,0 Liter große V12-Triebwerk generiert satte 500 kW / 680 PS bei 8.250 U/min und ein maximales Drehmoment von 620 Nm, die bei 6.500 Touren anliegen. Demgegenüber steht dank Leichtbauweise ein Trockengewicht von nur 1.495 Kilogramm, woraus ein atemberaubendes Leistungsgewicht von 2,2 kg/PS resultiert.


So ausgestattet, katapultiert sich der Ferrari 599 GTO in nur 3,35 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und beendet seinen brachialen Vortrieb erst bei über 335 km/h. Den Piloten dieser Fahrmaschine wird es nicht wirklich interessieren, aber der Verbrauch soll nicht vorbehalten bleiben: Der Ferrari 599 GTO begnügt sich im Schnitt mit 17,5 Litern pro 100 Kilometer, was einem CO2-Ausstoß von 411 g/km entspricht.

Bei der Kraftübertragung an die Hinterräder kommt das neue Schaltmanagement aus dem Ferrari 599XX zum Einsatz, das die Gesamtzeit des Gangwechsels auf 60 Millisekunden reduziert. Es handelt sich dabei um ein automatisiertes F1-Sechsgang-Getriebe, das gleich mehrere Gänge herunterschalten kann und auch das optionale Schalten über längere F1-Wippen aus Carbon am Lenkrad ermöglicht.

Der Ferrari 599 GTO ist aerodynamisch ausgefeilt und besitzt somit eine tiefere, wichtigen Abtrieb generierende Front. Dazu kommt ein neuer Frontspoiler mit einem separaten Unterflügel, der die Stabilität weiter erhöht und zugleich den Strom der Kühlluft verbessert. Die Seitenschweller erhielten ebenfalls eine Optimierung, während ein neu kreierter Diffusor das Heck in Szene setzt und bei hohen Geschwindigkeiten den Ferrari 599 GTO an den Asphalt saugen soll.

 

Optisch fallen außerdem etliche Kühlluftöffnungen auf der Motorhaube, neben den Radkästen und am Heck auf, die den Motor und die Bremsen mit Kühlluft versorgen und die Abwärme über weiter verbesserte Lüftungskanäle wieder abführen.


Das Fahrzeug-Setup legte Ferrari, unterstützt durch elektronische Helferlein, nahe am Limit aus, um den Fahrspaß weiter zu steigern. Abgesehen von neuen Federn und einem steiferen Querstabilisator an der Hinterachse, besitzt der Ferrari 599 GTO die zweite Generation der magnetologisch gesteuerten Aufhängung (SCM2). Im Vergleich zum mit dem 599 GTB Fiorano eingeführten vorangegangenen System bietet das SCM2 eine verbesserte ECU (um 50 Prozent verringerte Eingabezeit) und eine Stoßdämpferkrafterzeugung von 8 Millisekunden - beim Ferrari 599 GTB sind es 15 Millisekunden.

Im 599 GTO koppelte Ferrari die Stabilitätskontrolle und die F1-Trac-Traktionskontrolle miteinander. Damit werden die Datenübertragungszeiten zwischen den beiden Systemen auf ein Minimum reduziert, so dass der Supersportwagen noch direkter auf den Input des Fahrers reagiert.


Den Kontakt zum Asphalt stellen vorne Felgen in 9,5 x 20 Zoll mit Reifen im Format 285/30 her und hinten Pendants in 11,5 x 20 Zoll mit Gummis im Format 315/35. Diese Kombination soll eine besonders gute Kurvenstabilität ermöglichen und die Seitenbeschleunigung optimieren. Hinter den Rädern montiert Ferrari ein Carbon-Keramik-Bremssystem, das aus 398 x 38 Millimeter großen Scheiben vorne und 360 x 32 Millimeter messenden Pendants hinten besteht. Von 100 auf 0 km/h benötigt der Ferrari 599 GTO nur 32,5 Meter.

Das Sportwagen-Interieur ist traditionell als fahrerorientiertes Cockpit gestaltet und spiegelt das Design des Wagens mit klaren Formen wider. Der Ferrari 599 GTO ist mit einem Racing-Manettino ausgestattet, der sportlichere Setups bevorzugt, womit dem Fahrer eine größere Auswahl an rennstreckenbezogenen elektronischen Kontrollparametern zur Verfügung gestellt wird.

So schaffte Ferrari das ICE-Setting des 599 GTB Fiorana zugunsten der „CT-Off“-Einstellung ab, wobei sich mit letzterer die Traktionskontrolle deaktivieren lässt, die Stabilitätskontrolle jedoch aktiviert bleibt. Die sportliche Fahrweise erleichtert ferner die Präsenz eines “virtuellen lngenieurs“, der in Echtzeit die Effizienz des Wagens anzeigt, um die Leistung in jeder Gebrauchssituation voll ausschöpfen zu können.

6 Kommentare > Kommentar schreiben

11.04.2010

[QUOTE=BMW Power;90091]Das wird ein normaler 599 GTB gewesen sein ;)[/QUOTE] ja ich weiss des war auch mehr aus spass gemeint. ;)

11.04.2010

Das wird ein normaler 599 GTB gewesen sein ;)

10.04.2010

Das war ironisch gemeint! Du wirst den Ferrari 599 GTO sicherlich nicht am Frankfurter Flughafen beim Fahren gesehen haben. Erstmalig fallen die Hüllen des Ferrari 599 GTO vor der Publikumspremiere exklusiv vor einer ganz kleinen Gruppe guter Ferrari-Kunden. Das Happening wird am 14.04.2010 auf dem Gelände der Militärakademie von Modena stattfinden.

10.04.2010

Ja klar des is ein echter Geheimtipp!!! ;)

10.04.2010

[QUOTE=Tuner1202;89907]Oooh, ich glaub, ich hab den am frankfurter Flughafen fahren sehn, wusste nur nicht, was für ein 599 das war!!! Aber jetzt, wenn ich das Heck so sehe könnnte es gut sein, dass es der GTO in grau gewesen ist.[/QUOTE] Ich wusste gar nicht, dass die Ferraris vor ihren Weltpremieren am Frankfurter Flughafen herumfahren ... Der Ferrari 599 GTO feiert seine Publikkumspremiere erst auf der Peking Auto Show in China (23.04.2010 - 02.05.2010). ;)

10.04.2010

Oooh, ich glaub, ich hab den am frankfurter Flughafen fahren sehn, wusste nur nicht, was für ein 599 das war!!! ;) Aber jetzt, wenn ich das Heck so sehe könnnte es gut sein, dass es der GTO in grau gewesen ist. Es war auf jedenfall ein 599 gewesen und hat sich gut angehört!!!;)


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