Ferrari 599XX: Für das radikale Vergnügen auf der Rennstrecke

, 08.03.2009

Es ist eine echte Rennmaschine mit den neuesten Technologien aus der GT- und Formel-1-Forschung, wobei viele der eingeführten Lösungen überhaupt zum ersten Mal zum Einsatz kommen und die der Privatmann in seinem eigenen Auto genießen kann. Die Rede ist vom neuen Ferrari 599XX, der extra für das private, richtig radikale Vergnügen auf der Rennstrecke entwickelt wurde und einem ausgewählten Kundenkreis vorbehalten bleibt. Für richtig Vortrieb sorgen dabei satte 700 PS, die mit einer Gewichtsreduzierung einhergehen.


Der Ferrari 599XX ist als extremer Sportwagen konzipiert, nicht zugelassen für die Straße und für die ausschließliche Nutzung auf der Rennstrecke bestimmt. Nicht auf die Homologation einzelner Rennserien bedacht, ist dieser Sportler frei von allen Beschränkungen im Hinblick auf die Zulassung oder Rennvorschriften, um das reine Fahrvergnügen mit dem Besten, was Ferrari zu bieten hat, zu ermöglichen.

Durch die konzentrierte Innovation bei der Aerodynamik, den elektronischen Steuerungen und der Dynamik sowie Inhalte, die hier zum ersten Mal bei einem einzigen Wagen gebündelt zum Einsatz kommen, avanciert dieses Modell zu einem echten technologischen Labor. Nicht ohne Grund, erinnert auch die Lackierung des 599XX an das Formel-1-Modell F2008.


Die gewählten Lösungen, von denen einige exklusiv nur beim 599XX zum Einsatz kommen, tragen harmonisch zur Leistung des neuen Sportwagens bei. Der 599XX bewahrt dabei, obwohl es sich um ein extremes Fahrzeug handelt, die Komforteigenschaften, für die das Straßenmodell, der Ferrari 599 GTB Fiorano, als Vorbild diente und die für Nichtberufsfahrer wesentlich sind, wenn der Wagen intensiv auf der Rennstrecke genutzt wird

Ausgehend vom Ferrari 599 GTB Fiorano, dessen traditionelle Transaxle-Bauweise mit der räumlichen Trennung der Antriebselemente auch der 599XX aufweist, entstand ein extremer, für den Einsatz auf der Rennstrecke bestimmter Sportwagen. Der 6,0 Liter große V12-Motor erfuhr wesentliche Änderungen an der Brennkammer und an der Ansaug- sowie Auspuffanlage. Die Modifikationen führten, zusammen mit der Verringerung des Verschleißes an den verschiedenen mechanischen Teilen und der Erhöhung des maximalen Drehmoments auf 9.000 U/min, zu einer Steigerung der Gesamtleistung auf 700 PS.

Besonderer Augenmerk wurde auf die Senkung des Gewichtes der vielen Komponenten der Antriebsgruppe gerichtet. Dies wurde zum einen durch die Optimierung der Form erreicht, wie zum Beispiel bei der neuen Antriebswelle, als auch durch edle Materialien, wie Carbon, die beim Vortopf zum Einsatz kommen. Beim Getriebe wird ein neues Schaltmanagement verwendet, das die Gesamtzeit des Gangwechsels auf 60 Millisekunden reduziert.

 

In der Regel registriert man bei einem merkbaren Anstieg der Leistungen ein schwierigeres Management des Wagens, was sich in einer schlechteren Lenkbarkeit ausdrückt. Die elektronischen Steuerungen des 599XX wurden jedoch zusammen mit der Mechanik entwickelt und tragen dazu bei, das maximale Potential des Wagens sowohl im Hinblick auf die Leistungen als auch die dauerhafte Nutzbarkeit in jeder Gebrauchssituation auszuschöpfen. Die sportliche Fahrweise erleichtert ferner die Präsenz eines “virtuellen lngenieurs“, der in Echtzeit die Effizienz des Wagens anzeigt.


Die aerodynamische Untersuchung des Fahrzeugkörpers war Gegenstand verschiedener Testläufe im Windkanal, wodurch man einen Stabilitätswert bei senkrechter Beanspruchung von 280 Kilogramm bei 200 km/h erhielt (630 Kilogramm bei 300 km/h). Den Karosserieunterboden auf der Vorderseite verkleideten die Macher komplett und brachten die Luftdüsen für die Kühlung der Motorflüssigkeiten an der Motorhaube an.

Zum ersten Mal kommt beim Ferrari 599XX das Actiflow-System zum Einsatz, das dazu beiträgt, die Stabilität bei senkrechten Beanspruchungen zu verbessern bzw. den Widerstand bei unterschiedlichen dynamischen Bedingungen auf der Rennstrecke zu senken. Diese Lösung besteht in der Einführung zweier Gebläse im Kofferraum, die dank des porösen Materials im Diffusor die Luft vom Fahrzeugboden absaugen und diese von der Rückseite aus durch zwei Gitter, die sich auf der Höhe der Heckscheinwerfer befinden, ausstoßen.

Bei den Leitblechen kommt ein seitlicher Flügel hinzu und das aus der Formel 1 stammende „Blassystem“ verbessert die Stabilität bei senkrechten Beanspruchungen, während die Anwendung synthetischer Düsen, die Ferrari im Heckbereich des Fahrzeugs anbrachte, die Wirbelbildung der Nachlaufströmung kontrolliert und den aerodynamischen Widerstand verringert. Sogenannte „Wheel Donuts“ nach dem Vorbild der Formel 1 - sozusagen Schirme, welche die Bremsscheiben und die Felge teilweise verkleiden - verbessern die Aerodynamik und die Kühlung.


Die Karosserie interpretierte Ferrari auch im Hinblick auf die Materialverwendung neu. So kommen auf umfassende Weise Verbundwerkstoffe und Carbon zum Einsatz. Bei der technischen Gestaltung nutzten die Macher die gesammelten Erfahrungen beim Einsatz von Aluminium.

Von der Entwicklung leistungsstärkerer Materialien profitiert ebenfalls die Bremsanlage, so dass beim Bremsbelag ebenso Carbon zum Einsatz kommt, was eine Verkleinerung des Bremssattels erlaubt, ohne die Leistungsfähigkeit zu beeinträchtigen. Die neue Carbon-Keramik-Bremsanlage vom Racing-Typ erlaubt noch kürzere Bremswege und dank Gewichtseinsparung eine bessere Leistungsfähigkeit.

Den Kontakt zum Asphalt der Rennstrecke stellen Slick-Reifen im Format 29/67 R19 vorne und 31/71 R19 hinten her. Die extra für den Ferrari 599XX entwickelten Rennslicks zogen die Italiener auf Felgen der Dimension 19 x 11J (vorne) und 19 x 12J (hinten) auf. Die Reifen sollen eine besonders gute Kurvenstabilität erreichen und die Seitenbeschleunigung optimieren.

6 Kommentare > Kommentar schreiben

03.06.2009

Der 599XX ist absolut gelungen, die Aeroteile sehen nach Rennsport pur aus und der schon in Serie sehr schöne 599 GTB wirkt nun noch schöner! :applaus:. Dafür ein Lob an Ferrari!

28.05.2009

Ich sagte dass ich Ferrari nicht mag ,er mir aber trotzdem gefällt.Gerade auch weil es ein 599 GTB ist.;)

27.05.2009

[QUOTE=Burton;64562]Für mich als bekennenden Ferrari-Hasser müsste ich ja sagen dass er nicht gut aussieht um es mal nett auszudrücken,aber da hat Ferrari glück,weil der 599 GTB der einzige Ferrari wäre denn ich mir kaufen würde,so mal davon abgesehen dass ich Ferrari nicht mag und alles Schrott finde was sie produzieren :bäh: sieht dass mit den ganzen Flügeln ja garnicht mal so schlimm aus,aber der Porsche wird ihm davonfahren:tanzen::tanzen::bäh:.[/QUOTE] häh? wat is los?

27.05.2009

Für mich als bekennenden Ferrari-Hasser müsste ich ja sagen dass er nicht gut aussieht um es mal nett auszudrücken,aber da hat Ferrari glück,weil der 599 GTB der einzige Ferrari wäre denn ich mir kaufen würde,so mal davon abgesehen dass ich Ferrari nicht mag und alles Schrott finde was sie produzieren :bäh: sieht dass mit den ganzen Flügeln ja garnicht mal so schlimm aus,aber der Porsche wird ihm davonfahren:tanzen::tanzen::bäh:.

08.03.2009

Seeeehr schön. Eine Rennversion des 599 . Und dann aber auch richtig. Geht man die Details durch wird man ganz baff. Und optisch macht er auch was her. Ich bin begeistert. Forza Ferrari :applaus:

08.03.2009

Mein erste Gedanke war "Ferrari 599 und radikale Rennversion? Wie geht das zusammen?". Mittlerweile kann ich mich am 599XX gar nicht satt sehen. Wahnsinn, was man da aus dem GTB gemacht hat. Das Heck ist vielleicht ein wenig zu extrem, aber so lange die ganzen Flügel ihren Zweck erfüllen, lasse ich das mal durchgehen.


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