Ferrari F12 Berlinetta: Alle Daten, Fakten und Bilder

, 02.03.2012


Es ist der stärkste und schnellste Ferrari aller Zeiten: Der Ferrari F12 Berlinetta bringt mit satten 740 PS so viel Power auf die Straße wie kein Serienmodell zuvor und ist zugleich der Vorbote einer neuen Generation von Zwölfzylinder-Ferraris. Klassische Formen laden die Macher mit maximaler Aerodynamik und innovativen Hightech-Komponenten auf, um den Fahrspaß immens zu steigern - dieser endet bei 340 km/h Spitze.

Ferrari F12 Motor: Gewaltige Performance für immense Fahrfreude

Ferraris Kampfansage lässt sich auch in Zahlen ausdrücken: Der V12-Motor des F12 Berlinettas mit einem Hubraum von 6.262cm³ liefert eine noch nie dagewesene Leistung für einen Zwölfzylinder-Saugmotor. Die Höchstleistung liegt bei 740 PS. Das maximale Drehmoment beträgt 690 Nm, 80 Prozent hiervon stehen bereits bei nur 2.500 U/min zur Verfügung und bieten volle Durchzugskraft bis zum Drehzahlmaximum von 8.700 U/min. Bei einem Gewicht von 1.525 Kilogramm und 740 PS besitzt der Ferrari F12 Berlinetta ein Leistungsgewicht von atemberaubenden 2,1 kg/PS.

Von 0 auf 100 km/h beschleunigt der F12 Berlinetta in 3,1 Sekunden und von 0 auf 200 km/h in 8,5 Sekunden. Der schnelle Italiener absolviert eine Runde auf der Rennstrecke von Fiorano in 1 Minute und 23 Sekunden und somit schneller als jeder andere Serien-Ferrari. Das Triebwerk kombinierte Ferrari mit dem F1-Doppelkupplungsgetriebe, das durch noch kürzere Übersetzungen besticht, die extra auf die Leistung dieses Fahrzeugs abgestimmt wurden.

Unterstützung erhält die gewaltige Performance von einer direkteren Lenkübersetzung und höheren Kurvengeschwindigkeiten bei gleichzeitig drastisch verkürzten Bremswegen. Im Durchschnitt soll sich der Ferrari F12 Berlinetta mit 15 Litern pro 100 Kilometern begnügen, was einem CO2-Ausstoß von 350 g/km entspricht. Den Kraftstoffverbrauch konnte Ferrari nach eigenen Aussagen um 30 Prozent senken. Mit einem CO2-Ausstoß von 350 g/km dürfte der F12 Berlinetta an der Spitze der Hochleistungssportwagen mit Benzinantrieb stehen.

Für weitere Performance auf höchstem Niveau sorgen ein hinter den Rädern montiertes Carbon-Keramik-Bremssystem (CCM3) und das nochmals weiterentwickelte magnetorheologische Dämpfersteuerungssystem SCM-E. Wie es bei Ferrari jetzt Tradition ist, arbeiten sämtliche Steuerungssysteme in Form von E-Diff, elektronischer Stabilitätskontrolle ESC, F1-Trac-Traktionskontrolle und Hochleistungs-ABS (Antiblockiersystem) voll integriert.

Ferrari F12 Design: Schönheit und maximale Aerodynamik

Dank der Einbindung umfangreicher CFD-Simulationen (Computational Fluid Dynamics) also numerischer Strömungsmechanik, und ausgiebiger Versuche des Designs-Prozesses im Windkanal gelang es, den Anpressdruck um 76 Prozent zu steigern (123 kg bei 200 km/h) und den Luftwiderstand erheblich zu senken (der Cw-Wert liegt bei nur 0,299).

Diese Ergebnisse sind auf zwei neue Lösungen zurückzuführen. Die erste ist die sogenannte „Aero Bridge“, die durch ein spezielles Design über der Motorhaube Anpressdruck erzeugt, indem sie die Luft vom oberen Teil des Fahrzeugs auf die Flanken lenkt, wo sie mit dem Sog aus den Radhäusern zusammenwirkt, um den Luftwiderstand zu senken. Das Zweite ist die „Active Brake Cooling“: Dieses System öffnet bei hohen Betriebstemperaturen spezielle Luftleitbleche zu den Bremsbelüftungen; auch das reduziert den Luftwiderstand.

Das Design des Ferrari F12 entstand in Zusammenarbeit mit Pininfarina und stellt eine Symbiose zwischen kompromissloser Aerodynamik sowie harmonischen Proportionen dar, welche die charakteristischen Merkmale der Ferrari-Zwölfzylinder mit Frontmotor neu interpretieren.

 

Klar als moderner Ferrari erkennbar, zeichnet sich die Front durch einen angriffslustigen Look aus: Der Kühlerschlund der ausdrucksvollen Front besticht durch ein verchromtes Gitter, das an die klassischen Modelle erinnert, und tief heruntergezogene Frontspoilerecken. Pure Aggressivität strahlen die kantigen, sich nach hinten ziehenden Scheinwerfer im Zusammenspiel mit der scharf konturierten Motorhaube aus.

Die Merkmale der Seitenansicht: lange Motorhaube, schmale Fenstergrafik und eine dynamische Dachlinie, die fließend ins Heck mündet. Zur Kühlung und Beatmung des gewaltigen V12-Motors und der Bremsen besitzt der Ferrari unter anderem Öffnungen an den Seiten, der Front und am Heck.

Die Rückansicht des Ferrari F12 Hecks wirkt breit und muskulös - wie ein durchtrainierter Athlet, der zum gewaltigen Spurt ansetzt. Die zwei kleinen Rücklichter sind typisch für die italienische Sportwagen-Schmiede, der Diffusor ist groß und beherbergt die zwei Doppelendrohre der vermutlich soundgewaltigen Auspuffanlage.

Komplett neues Fahrgestell für das Plus an Dynamik

Ferraris traditionelles Transaxle-Layout überarbeiteten die Macher grundlegend, um es besser auf die Leistung des Wagens abzustimmen. Der Radstand wurde verkürzt und der Motor, das Armaturenbrett und die Sitze im Chassis tiefer gelegt. Das neue Design der Hinterradaufhängung und des Getriebegehäuses ermöglichte Ferrari wiederum, das Heck zu verkürzen. Das Resultat zeigt sich als sehr kompaktes Fahrzeug mit einem niedrigeren weiter nach hinten verlegten Schwerpunkt.

Der Karosseriebauer Scaglietti konzipierte darüber hinaus für den F12 Berlinetta ein komplett neues Fahrgestell mit Spaceframe-Chassis und eine Rohkarosserie aus 12 unterschiedlichen Aluminium Legierungen, von denen einige hier zum ersten Mal im Automobilbau zum Einsatz kamen und neue Montage- und Verbindungstechniken voraussetzten.

Dies führte zu einer 20 Prozent höheren Verwindungssteifigkeit bei einer gleichzeitigen Gewichtsreduzierung von 70 Kilogramm auf nur noch 1.525 Kilogramm (im Vergleich zum bisherigen V12-Coupé), mit einer idealen Achslastverteilung (54 Prozent des Gewichtes liegen auf der Hinterachse).

Ferrari F12 Innenraum: Neues Interieur mit Hightech und Stil

Die kompakten Außenmaße des 4,618 Meter langen, 1,942 Meter breiten und 1,273 Meter hohen Coupés mit seiner glatten, aggressiven Linienführung lassen keine Rückschlüsse auf das geräumige und komfortable Interieur zu. Der komplett neue, mit „Poltrona Frau“-Leder ausgestattete Innenraum soll durch ein Hightech-Ambiente, aber auch edle, handgearbeitete Details überzeugen. Mittig im hellen und schmalen Armaturenbrett sitzen neue Lüftungsdüsen aus Carbon und Aluminium, deren Design seine Herkunft aus der Luftfahrt nicht leugnen kann.

Ferrari F12 Berlinetta 6.3 V12 CCM3 F1-Trac E-Diff Aero Bridge Interieur Innenraum Cockpit

Den Fahrgastraum optimierte Ferrari hinsichtlich seines Platzangebotes und bietet jetzt hinter den Sitzen zusätzlichen Stauraum für Gepäck, der durch die weit zu öffnende Heckklappe leicht zugänglich ist. Alle wichtigen Steuerungs- und Bedienelemente befinden sich in unmittelbarer Reichweite des Fahrers.

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