Ford GT: Über 500.000 Euro - Bewerbungsprozess startet

, 14.04.2016


Extrem begehrt und teurer als erwartet: Der neue Ford GT zieht die Supersportwagen-Fans und Reichen in den Bann. Viel Geld alleine reicht jedoch nicht, um den Ford GT zu ergattern. Über eine halbe Million Euro sind voraussichtlich fällig. Die Nachfrage ist trotzdem so groß, dass Ford in der Lage ist, sich die Käufer für den Mittelmotor-Superportwagen auszusuchen, die dazu einen Bewerbungsprozess durchlaufen müssen.


Harte Kriterien: Der Bewerbungs- und Auswahlprozess

Bis spätestens 12. Mai 2016 um 23.59 Uhr können sich Interessenten über die Internet-Seite www.fordgt.com offiziell bewerben. Die weltweite Ford GT-Produktion ist auf nur 250 Einheiten pro Jahr limitiert. Der Bewerbungsprozess bezieht sich auf die Produktion der ersten zwei Jahre - somit geht es nun weltweit um insgesamt 500 Ford GT-Exemplare. Das allerdings dürfte noch nicht das Ende sein. Im März 2015 gab Ford in Genf an, dass die Planungen eine Gesamtproduktion von unter 1.000 Einheiten vorsehen, um die Exklusivität hoch zu halten.

Der voraussichtliche Verkaufspreis des Ford GT beträgt zwischen 500.000 und 550.000 Euro (inklusive Mehrwertsteuer und Überführungskosten). Die ersten Kundenfahrzeuge sollen noch in diesem Jahr ausgeliefert werden. Dave Pericak, Chef von Ford Performance, sagte einst, dass sich der Verkaufspreis der Straßenversion des Ford GT am Lamborghini Aventador LP 700-4 orientieren würde, der in den USA ab 397.500 US-Dollar und in Europa ab mindestens 312.970 Euro erhältlich ist. Hier legte Ford noch einmal nach - kein Wunder bei der hohen Nachfrage.

Während des Online-Bewerbungsprozesses werden die Interessenten gebeten, einen bevorzugten Ford-Händler zu benennen, über den der Kauf dann abgewickelt würde - vorausgesetzt, der Bewerber käme zum Zuge. Treue Ford-Kunden (Stichwort: langjährige Marken-Loyalität) und/oder Interessenten, die bereits ein Ford GT-Vorgängermodell oder sogar mehrere ihr Eigen nennen, besitzen im Auswahlprozess grundsätzlich bessere Karten.

Die weltweit ausgewählten Bewerber werden persönlich kontaktiert. Nach Bestätigung des Kaufinteresses dürfen sich die Kunden über einen eigens geschaffenen „Ford GT Concierge Service“ freuen. Es handelt sich dabei um speziell geschulte Produkt- und Service-Experten, die beim Abschluss des konkreten Kaufvertrages und bei der Auslieferung des Fahrzeugs helfen und selbstverständlich auch nach der Fahrzeugübergabe mit Rat und Tat zur Verfügung stehen.


Die Auslieferung des Ford GT erfolgt - je nach Kundenwunsch - entweder in einem Ford-Store der Wahl oder am Wohnort. Ein Produkt-Experte des „Ford GT Concierge Service“ ist in jedem Fall mit vor Ort und erklärt dem Kunden detailliert alle Funktionalitäten seines neuen Supersportwagens.

Antrieb: Der mächtige Motor gewann bereits Langstreckenrennen

Ford schaffte es erneut, eine Supersportwagen-Ikone zu bauen. Auf der Straße wird der neue Ford GT künftig aufgrund der streng limitierten Auflage nur ein seltener, aber mitreißender Anblick sein. Der Supersportwagen besitzt eine aerodynamisch ausgefeilte Carbon-Karosserie und Luftleitelemente, die sich adaptiv auf die Fahrsituation einstellen. Die Sicherheitszelle besteht ebenfalls aus Kohlefaser, während Ford die vorderen und hinteren Rahmenstrukturen aus Aluminium fertigt.

Mit einer Leistung von 600 PS stellt der 3,5 Liter große V6-Biturbo-Benziner das bisher stärkste EcoBoost-Serienaggregat überhaupt dar. Die Kraftübertragung an die Hinterräder übernimmt ein PowerShift-Doppelkupplungsgetriebe mit 7 Gängen. Weitere Daten gab Ford bis dato noch nicht bekannt. Darüber hinaus soll der Ford GT eines der besten Leistungsgewichte im Segment besitzen. Es wird gemunkelt, dass der Spurt von 0 auf 100 km/h in unter drei Sekunden erfolgt.

Zahlreiche Autoenthusiasten waren enttäuscht, dass der neue Ford GT nur einen hochgezüchteten V6-Biturbo-Motor erhält. Die Gründe sind schnell erläutert: Der Ford GT wird in Le Mans 2016 in der „LMGTE Pro“-Klasse für seriennahe Sportwagen antreten und muss die Auflagen der Veranstalter für das Rennen erfüllen. In dieser Klasse dürfen Saugmotoren maximal 5,5 Liter Hubraum aufweisen und Turbo-Motoren nur 4,0 Liter.


Ein Sauger bietet zweifellos eine wunderbar lineare Kraftentfaltung und dazu noch Kraftreserven im hohen Drehzahlbereich. Aber der Turbo-Motor von Ford ist deutlich leichter als ein großer V8-Sauger und dürfte aus dem Drehzahlkeller stärker beschleunigen, was sich beispielsweise beim Kurvenausgang bemerkbar macht. Dazu kommt eine bessere Elastizität.

Das V6-Biturbo-Triebwerk ist bereits in Rennen erprobt: Sein Debüt feierte der Motor erstmals in der „Tudor United SportsCar Championship 2014“. Seitdem gewann Ford zusammen mit dem Rennstall von CGRFS bedeutende Langstreckenrennen wie die 12 Stunden von Sebring und die 24 Stunden in Daytona. Neben den großen Sportwagen-Erfolgen verbuchten die Ganassi-Teams wichtige Siege bei den NASCAR-Klassikern Daytona 500 und Brickyard 400 sowie dem IndyCar-Highlight Indianapolis 500.

Neue Fahrmodi: So werden Fahrer noch besser

Rennsport-Technologie gelangt auch beim verstellbaren Fahrwerk des Serienmodells zum Einsatz. Der Ford GT besitzt unter anderem Pushrod-Aufhängungen mit Schubstreben und aktivem Stabilisator, die sich in der Höhe adaptieren lassen. Hinter den mehrteiligen 20-Zoll-Leichtmetallrädern verrichten Carbon/Keramik-Bremsen von Brembo ihren Dienst.

Die Fahrmodi sollen denen des neuen Ford Focus RS ähneln und beim Ford GT darauf ausgerichtet sein, das Auto so zu optimieren, dass die Fahrer im Kurvengeläuf noch schneller werden. Gute Fahrer sollen spüren, wie sie noch besser werden und unerfahrene Piloten, wie ihnen das Auto Sicherheit gibt und sie mit einer Speed auf der Rennstrecke unterwegs sind, die sie vorher nicht für möglich gehalten haben. Hier steigert die Elektronik den Fahrspaß immens - die künftigen Besitzer dürfen sich freuen, sofern die Supersportwagen nicht in Sammlungen verstauben.

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