Fünf Fahrzeugklassen, rund 40 renommierte Motorjournalisten und die Auto-Neuheiten der vergangenen 12 Monate: Jetzt stehen die Klassensieger und der Gesamtgewinner des German Car of the Year 2026 (GCOTY) fest. Mit dem Dacia Bigster, Skoda Elroq, Hyundai Ioniq 9, Cadillac Vistiq und Lucid Air Sapphire setzt sich eine vielseitige Auswahl durch. Vom preisbewussten Familien-SUV über ein kompaktes Elektroauto bis hin zur elektrischen Luxuslimousine reicht das Spektrum. Aus den fünf Klassensiegern geht der Gesamtsieger hervor.
Dacia Bigster: Klassensieger Budget (bis 25.000 Euro)
© Foto: Julia Schäfer, GCOTY
Der Dacia Bigster bringt genau das auf die Straße, was sein Name verspricht: viel Auto für vergleichsweise wenig Geld. Die große Stärke des Dacia Bigster liegt jedoch nicht allein im Preis ab 23.990 Euro. Der Bigster bietet viel Platz für Passagiere und Gepäck und eignet sich damit hervorragend als Familienauto. Während andere Hersteller ihre SUV zunehmend mit Luxus und Technik aufrüsten, konzentriert sich Dacia auf das Wesentliche: Funktion, Robustheit und Nutzwert. Genau diese konsequente Ausrichtung macht den Bigster zu einem der interessantesten Angebote im Budget-Segment.
Besonders interessant ist der Dacia Bigster Hybrid 155. Der Vollhybrid kombiniert einen 1,8-Liter-Benziner mit elektrischer Unterstützung und kommt auf eine Systemleistung von 115 kW/155 PS. Dem gegenüber steht ein praxisnaher WLTP-Verbrauch von nur 4,7 Litern Benzin auf 100 Kilometern, was einem CO2-Ausstoß von 106 g/km. Die kleine Batterie des Hybrid-Systems ermöglicht kurze elektrische Fahranteile und trägt damit zur hohen Effizienz im Alltag bei.
Skoda Elroq: Klassensieger Compact (bis 40.000 Euro)
© Foto: Julia Schäfer, GCOTY
Konsequent auf Alltagstauglichkeit setzt der vollelektrische Skoda Elroq, der die vertrauten Stärken eines klassischen Skoda-SUV mit der modernen Designsprache der Marke verbindet. Je nach Version reicht die Leistung von 125 kW/170 PS bis 250 kW/340 PS beim sportlichen Skoda Elroq RS. Die höchste Reichweite mit bis zu rund 580 Kilometern nach WLTP erzielt der 210 kW/286 PS starke Skoda Elroq 85, der über eine 85-kWh-Batterie verfügt. An einer Schnellladestation lässt sich die Batterie mit einer Ladeleistung von 175 kW in etwa 30 Minuten von 10 auf 80 Prozent aufladen.
Dazu kombiniert der Skoda Elroq einen großzügigen Innenraum mit einer praxisgerechten Ausstattung und eignet sich sowohl für den täglichen Stadtverkehr als auch für längere Reisen. Moderne Assistenzsysteme, digitale Technologien und die elektrische Antriebstechnik runden das Paket gelungen ab. In der Preisliste steht der Skoda Elroq ab 34.990 Euro.
Hyundai Ioniq 9: Klassensieger Premium (40.000 bis 70.000 Euro)
© Foto: Julia Schäfer, GCOTY
Mit dem Hyundai Ioniq 9 wagt sich der südkoreanische Hersteller in eine Fahrzeugklasse vor, die lange Zeit vor allem von europäischen Premiumherstellern dominiert wurde. Der große Elektro-SUV verbindet drei Sitzreihen mit einem luxuriösen und auffallend hochwertigen Innenraum, hoher Reichweite und moderner 800-Volt-Technologie. Der Hyundai Ioniq 9 vereint Komfort, Platz und elektrische Reichweite auf eine Weise, die ihn zu einem echten Langstrecken-SUV macht.
Als Herzstück erweist sich die 110 kWh große Batterie, mit welcher der Hyundai Ioniq 9 je nach Antrieb bis zu rund 620 Kilometer nach dem WLTP-Zyklus zurücklegen kann. Die Leistungsspanne reicht vom 160 kW/218 PS starken Hecktriebler über die 226 kW/307 PS starke Allradversion bis zum Hyundai Ioniq 9 mit 315 kW/428 PS. An einer geeigneten 350-kW-Schnellladestation lässt sich der Energiespeicher dank der 800-Volt-Technologie in etwa 24 Minuten von 10 auf 80 Prozent aufladen. Erhältlich ist der Hyundai Ioniq 9 ab 68.500 Euro.
Cadillac Vistiq: Klassensieger Luxury (über 70.000 Euro)
© Foto: Julia Schäfer, GCOTY
Die Luxury-Kategorie entscheidet die amerikanische Interpretation eines Luxus-SUV für sich: Der Cadillac Vistiq setzt auf ein markantes Design, Luxus im Innenraum, einen vollelektrischen Antrieb und beeindruckende Leistungsdaten. Mit 452 kW/615 PS erfolgt der Sprint des allradangetriebenen Vistiq von 0 auf 100 km/h in 4,1 Sekunden, während die Höchstgeschwindigkeit bei 210 km/h liegt. Die 91 kWh große Batterie ermöglicht eine Reichweite von rund 460 Kilometern nach WLTP. Bei der Ladegeschwindigkeit gehört der Vistiq dagegen nicht zu den Spitzenreitern: Circa 40 Minuten dauert der Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent. Preis: ab 99.640 Euro.
Lucid Air Sapphire: Klassensieger Performance
© Foto: Julia Schäfer, GCOTY
Die Performance-Kategorie gewinnt der Lucid Air Sapphire. Dieses US-amerikanische Elektroauto verschiebt die Grenzen zwischen luxuriöser Limousine und Hochleistungs-Sportwagen. Drei Elektromotoren entwickeln zusammen 920 kW/1.251 PS und machen den Lucid Air Sapphire zu einem der leistungsstärksten Serienfahrzeuge der Welt. Das maximale Drehmoment beträgt unglaubliche 1.940 Nm.
Die Zahlen sind entsprechend spektakulär: In nur 2,0 Sekunden beschleunigt die elektrische Limousine von 0 auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 330 km/h. Trotz dieser extremen Performance kommt der Sapphire mit seiner 118 kWh großen Batterie auf eine WLTP-Reichweite von bis zu 694 Kilometern. An einer entsprechend leistungsfähigen Schnellladestation kann der Fahrer den Lucid Air Sapphire mit bis zu 300 kW innerhalb von 20 Minuten Energie von 10 auf 80 Prozent nachladen. Komplett ausgestattet gibt es den Lucid Air Sapphire für 250.000 Euro.
Skoda Elroq: German Car of the Year 2026
© Foto: Julia Schäfer, GCOTY
Am Ende entscheidet sich die Jury für den Skoda Elroq als Gesamtsieger des German Car of the Year 2026. Der Erfolg kommt nicht überraschend: Der Elroq verbindet die wichtigsten Eigenschaften eines modernen Alltagsautos mit einem vollelektrischen Antrieb. Kompakte Abmessungen, ein großzügiger Innenraum und ein hoher Nutzwert treffen auf moderne Technologie und einen vergleichsweise zugänglichen Preis.
Während Modelle wie der Lucid Air Sapphire mit extremer Performance beeindrucken oder der Cadillac Vistiq Luxus und Größe in den Mittelpunkt stellt, verfolgt der Skoda Elroq einen anderen Ansatz. Der Kompakt-SUV muss möglichst viele Anforderungen gleichzeitig erfüllen und zeigt genau darin seine Stärke.
German Car of the Year: So werden die besten Autos Deutschlands gewählt
Beim German Car of the Year handelt es sich um eine unabhängige Auszeichnung, bei der eine Jury aus renommierten deutschen und internationalen Motorjournalisten die wichtigsten Neuheiten des Automobiljahres bewertet. Für die Ausgabe 2026 zählen rund 40 Journalisten zum Kreis der Juroren.
Berücksichtigt werden alle neuen Fahrzeuge, die innerhalb der vergangenen zwölf Monate auf den deutschen Markt kamen. Die Einteilung erfolgt in fünf Klassen: „Budget“ bis 25.000 Euro, „Compact“ bis 40.000 Euro, „Premium“ von 40.000 bis 70.000 Euro, „Luxury“ über 70.000 Euro sowie „Performance“ für sportliche Fahrzeuge.
Aus jeder Kategorie geht zunächst ein Klassensieger hervor. Diese fünf Gewinner treten anschließend in einer intensiven Testphase gegeneinander an. Erst danach steht fest, welches Fahrzeug sich insgesamt den Titel „German Car of the Year“ sichern kann.



























