Mercedes-Benz Concept GLA: Die A-Klasse wird zum Kompakt-SUV

, 18.04.2013


Raus aus dem Alltag, lautet die Botschaft, die Mercedes-Benz mit dem neuen GLA ab 2014 beschreiten möchte. Einen Ausblick auf den künftigen Kompakt-SUV auf Basis der A-Klasse bietet jetzt der GLA Concept, der seine Weltpremiere auf der „Auto Shanghai“ in China feiert (21.04.2013 - 29.04.2013). Die Verjüngungskur der Premium-Marke wirkt erfrischend: Der 211 PS starke GLA Concept kombiniert einen sportlichen Spirit mit den Allroundqualitäten eines robusten Freizeitbegleiters. Der BMW X1 und der Audi Q3 feiern bereits große Erfolge mit ihren Kompakt-SUVs in der Premium-Klasse. Zeit für Mercedes-Benz, als frische Konkurrenz aufzutreten.


Für den Vortrieb des Mercedes-Benz GLA Concept sorgt der 2,0 Liter große Vierzylinder-Turbobenziner mit 211 PS, der seine Kraft mit Hilfe des automatischen Doppelkupplungsgetriebes 7G-DCT und des Allradantriebs 4MATIC auf die Straße bringt. Weitere Daten zur Performance und zum Verbrauch nannte Mercedes-Benz noch nicht.

Design: Mit SUV-Zitaten gekonnt gespielt

Das in mattem „Alubeam Silber“ lackierte Konzeptfahrzeug zeigt mit einer Reihe markanter Merkmale das innovative Denken der Designer. Dazu zählen unter anderem die kraftvolle Motorhaube mit Powerdomes und der sportliche Grill mit Zentralstern. Die modifizierte Einfassung des Sterns geht fließend in zwei Querspangen über. Neu sind ebenso die Softcubes: Diese rechteckigen, mit einem weichen Radius geformten Noppen, die den Grill strukturieren, finden sich ebenfalls an den Seitenschwellern und den Endrohren des Auspuffs wieder.

Auch in der Seitenansicht verkörpert der 4,383 Meter lange, 1,978 Meter breite und 1,579 Meter hohe Concept GLA Kraft und Souveränität. Gegenläufige Sicken setzen dynamische Akzente, während die an zwei Streben montierten Außenspiegel gitterartig geschützt sind und ebenso ein SUV-Merkmal darstellen wie der Unterfahrschutz vorne. Die schlanken, voll versenkten Türgriffe des Fünftürers fahren auf Knopfdruck heraus. Die rahmenlosen Seitenscheiben unterstreichen währenddessen den Coupé-Charakter der Studie.

Auf den 20 Zoll großen Rädern im markanten Fünf-Speichen-Turbinendesign sitzen Reifen im Format 255/45 R 20. Die Gummis entwarfen die Macher eigens für den Concept GLA: Das Profil ist so gestaltet, dass es die Linien der Speichen aufgreift und diese optisch verlängert.

Die breiten Schultern über der Hinterachse, eine gewölbte Heckscheibe und eine geschwungene Chromleiste zwischen den Heckleuchten verstärken den charaktervollen Auftritt. Aufmerksamkeit zieht außerdem der große Dachspoiler auf sich, der die Struktur der hinteren Dachbeplankung aufnimmt und das Zusatzbremslicht beherbergt. Im Bereich der hinteren Stoßfängerverkleidung befinden sich weitere SUV-Zitate wie ein Ladekantenschutz und ein optischer Unterfahrschutz. Die doppelflutige Abgasanlage demonstriert den sportlichen Anspruch. Die Heckklappe öffnet bzw. schließt elektrisch.


Interieur: Von handwerklicher Perfektion geprägt

Das Interieur reiht sich gestalterisch in die Familie der neuen kompakten Mercedes-Modelle ein, jedoch neu interpretiert. Dabei dominieren im Kontrast Leder und dunkel galvanisiertes Aluminium. Die vier Einzelsitze und die Türmittelfelder bezogen die Macher mit kräftigem braunem Naturleder. Nicht nur die Farbe erinnert an Sättel, sondern auch die Verarbeitung: Insgesamt finden sich im Concept GLA über 20 Meter von Hand verarbeitete Nähte.

Die vier Sportsitze mit integrierten Kopfstützen tragen in der Mitte der Sitzflächen Inlays aus hochwertigem Segeltuch. Graues Naturleder mit einer grafischen Narbung wird unter anderem an der Rückseite der Vordersitze verwendet und setzt das Spiel mit Grafiken, die aus Flächen kommen, fort. Als sichtbare Struktur gestaltete Mercedes-Benz derweil die Armauflagen und die Mittelfelder der Türbeläge.

Die Armaturentafel ist mehrlagig konstruiert. Auf der belederten Oberfläche sitzt eine Trägerstruktur aus mattiertem und poliertem Aluminium, die alle Instrumente hält. Die Schrauben sind sichtbar und besitzen ein eigens entwickeltes Design. Eine Plexiglasabdeckung schützt währenddessen vor Verschmutzung. Die Tasten, mit denen sich das Infotainment-System „Comand Online“ bedienen lässt, sind technisch präzise gefertigt. Dazu wurde Plexiglas von hinten schwarz lackiert und die Piktogramme ebenfalls von hinten eingefräst und aufgefüllt.

Eine stilistische Weiterentwicklung stellen die Luftdüsen in der Instrumententafel dar. Wie beim Concept A-Class und beim Concept Style Coupé führte Mercedes-Benz die Luftdüsen hinterleuchtet aus. Abhängig davon, welche Temperatur die Insassen bei der Innenraumklimatisierung wählen, ändern die Luftdüsen ihre Farbe: Bei 22 Grad leuchten sie weiß, wird kühlere Frischluft für den Innenraum gewählt, sind sie blau, beim Wunsch nach warmer Luft erstrahlen sie rot.

Im Gepäckraum setzt eine Ambientebeleuchtung mit Lichtleitern die lange, von der Instrumententafel bis zu den Rücksitzen durchgezogene Mittelkonsole optisch fort. Die ebene Fläche des Gepäckraumes wird über eine rechteckige Lichtleiste im Boden betont. Sicher verzurren lässt sich das Gepäck mit Hilfe eines federbelasteten Vier-Punkt-Gurtschlosses. Die Rückenlehnen der hinteren Sportsitze lassen sich mit einem Griff nach vorne klappen, so dass eine ebene Ladefläche entsteht.


Laserbeamer an Bord: Scheinwerfer projizieren Licht und Bilder

Film ab - die Frontscheinwerfer des Concept GLA rüstet Mercedes-Benz mit jeweils einem Laserbeamer aus. So dienen die Scheinwerfer nicht nur als Fahrlicht, sondern können ebenso Bilder und Filme auf Leinwände oder Flächen projizieren. Als Quelle dienen alle Formate, die sich über das Infotainment-System „Comand Online“ verwalten lassen: Bilder und Filme aus dem Smartphone, aus dem Netz oder von der Festplatte.

Alternativ wird die Action live produziert; denn der Concept GLA besitzt zwei Kameras, die vorne in der Dachreling sitzen. Aber nicht nur 3D-Aufnahmen während der Fahrt des Concept GLA sind möglich: Die HD-Kameras lassen sich abnehmen und zum Beispiel auf einem Mountainbike-Helm befestigen. Je ein Zusatzscheinwerfer an jeder Kamera sorgt für gute Beleuchtung in allen Situationen. Alternativ zur Projektion lassen sich die Filme im Innenraum auf dem Bildschirm von „Comand Online“ betrachten.

Die Laserbeamer bedeuten mehr als eine Fingerübung der Techniker und Designer von Mercedes-Benz. Als Fortführung des Head-Up-Displays könnten diese für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen: So ließen sich mit Hilfe dieser Technologie beispielsweise die Abbiegehinweise des Navigationssystems als Pfeile auf die Fahrbahn projizieren - andere Verkehrsteilnehmer könnten so sehen, wohin der Fahrer möchte.

Während das Fahrlicht erstmals von einem Laser erzeugt und über eine Spiegellinse umgelenkt wird, dienen für das Tagfahrlicht und für die Blinker jeweils LEDs. Die bläulich schimmernd beleuchteten Scheinwerfer des Concept GLA sind aber nicht nur wegen der Laserbeamer und ihrer sichtbaren Kühlung mit einem rotierenden Lüfter interessant. Bei der „Coming home“-Funktion pulsiert das blaue Licht und signalisiert, dass das Fahrzeug auf seinen Fahrer wartet.

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