Mercedes-Benz S-Klasse 2013: Alle Details und Fotos des neuen Alphatiers

, 18.05.2013


Das Beste oder nichts - Mercedes-Benz schafft es mit jeder neuen Generation der S-Klasse zu imponieren. Jetzt ist die Zeit reif für die 6. Generation, welche die Grenzen der Technik deutlich erweitern und für puren Luxus an Bord sorgen soll, wie zum Beispiel durch eine Massagefunktion nach dem Hot-Stone-Prinzip. Sogar das teilautonome Fahren ist möglich, während die neue S-Klasse (W222) im besten Fall durchschnittlich nur 4,4 Liter Benzin auf 100 Kilometern verbraucht. Die Markteinführung erfolgt ab Juli 2013 zu einem Grundpreis von 79.789,50 Euro.


Design: Moderner Status mit krönendem Abschluss

Zum ersten Mal in der Geschichte der S-Klasse stand die Limousine mit langem Radstand im Fokus der Entwicklung. Anders als früher leitete Mercedes-Benz davon die Version mit normalem Radstand ab. Die lange Version ist 5,246 Meter lang, 1,899 Meter breit und 1,483 Meter breit, während der Radstand 3,165 Meter beträgt. In Breite und Höhe identisch, misst die kurze Version 5,116 Meter in der Länge und 3,035 Meter beim Radstand.

Nicht nur in den großen Übersee-Märkten wie den USA, China oder Japan ist die S-Klasse eindeutig als Repräsentationslimousine positioniert. Während in Europa und Nordamerika der Besitzer einer S-Klasse häufig selbst hinter dem Steuer sitzt, stellt das Flaggschiff in Asien ganz klar ein Chauffeurs-Fahrzeug dar. Logische Folge ist die Zahl der Neuerungen, die speziell den Komfort und die Sicherheit hinten betreffen - in der S-Klasse sitzen auch die Passagiere im Fond ganz ohne Zweifel in der ersten Reihe.

Um die Souveränität und den Führungsanspruch der neuen S-Klasse zu unterstreichen, gestalteten die Macher den Kühlergrill größer als bisher, aufrecht stehend und betont dreidimensional. Mit ihrer langen Motorhaube, der fließenden, kuppelförmig gespannten Dachlinie und dem leicht abfallenden Heck besitzt die neue Generation der S-Klasse klassische Limousinen-Proportionen. Gezielt setzten die Macher den Größen- und Raumanspruch so um, dass die neue S-Klasse repräsentativ wirkt und die schwungvolle Dachlinie dem sportlich-coupéhaften Anspruch gerecht wird.

Eine dezent von vorne nach hinten abfallende Charakterlinie strukturiert die Seitenwand und schafft bereits im Stand zusätzliche Dynamik. Durch die fein gezeichnete konvex-konkave Bewegung der gesamten Flanke entsteht ein kraftvoller und gestreckter Wagenkörper. Derweil setzt die ausgeprägte Schulter über dem Hinterrad den athletischen Charakter des Fahrzeuges in Szene.


Die leicht abfallende Form am Heck sorgt nicht nur für Eleganz, sondern erweist sich als aerodynamisch von Vorteil. Horizontale Linien vom Heckdeckel bis zum Stoßfänger betonen die Breite der S-Klasse. Die typische Handschrift von Mercedes-Benz findet sich ebenso in der Heckscheibe, welche die C-Säule anschneidet. Die Scheibe ist im oberen Bereich gerundet, wodurch sie einen coupéhaften Charakter erhält. Den krönenden Abschluss bilden die neuartigen Heckleuchten, die der Wagenkörper komplett einfasst.

LED-Technologie: Das erste Auto ganz ohne Glühlampe

Rund 100 Jahre nach Einführung der elektrischen Fahrzeugbeleuchtung stellt Mercedes-Benz jetzt komplett auf LED-Technologie um: Als weltweit erstes Fahrzeug kommt die neue S-Klasse serienmäßig ganz ohne Glühlampen im Interieur und Exterieur aus. Eine Weltpremiere stellt ferner die sogenannte Mehrpegelfunktionalität dar: Rücksichtsvoll gegenüber nachfolgenden Verkehrsteilnehmern regelt das System das Bremslicht bei Nacht oder beim Warten an einer roten Ampel zurück. Fast 500 LED übernehmen die Beleuchtung von Straße, Fahrzeug, Innen- und Kofferraum.

Antrieb: In jeder Leistungsklasse führend in der Effizienz

Mit dem S 400 Hybrid, dem S 500, dem S 350 BlueTec und dem S 300 BlueTec Hybrid stehen im ersten Jahr der neuen S-Klasse zwei Hybride und ein Benziner sowie ein Diesel zur Wahl. Alle Modelle sind, so Mercedes-Benz, in ihren Klassen führend bei der Effizienz. Gegenüber dem Vorgänger konnten die Macher den Verbrauch um bis zu 20 Prozent reduzieren. Dazu trägt unter anderem die serienmäßige Start-Stopp-Funktion bei. In der Pipeline steht bereits der S 500 Plug-In Hybrid, der beim Verbrauch eine Drei vor dem Komma tragen soll. Die Kraftübertragung erfolgt in allen Modellen über das Automatikgetriebe „7G-Tronic Plus“.

Mercedes-Benz S 300 BlueTec Hybrid (Preis noch nicht bekannt): Beim S 300 BlueTec Hybrid kombiniert Mercedes-Benz einen 204 PS starken 2.2-Liter-Vierzylinder-Dieselmotor mit 204 PS Leistung mit einem leistungsstarken Hybrid-Modul. Den 20 kW/27 PS kräftigen Elektromotor ordneten die Macher zwischen Verbrennungstriebwerk und 7-Gang-Automatikgetriebe an. Das maximale Drehmoment von 500 Nm liegt zwischen 1.600 und 1.800 U/min an. Weitere 250 Nm kommen vom Elektromotor hinzu.


Der Elektromotor unterstützt den Dieselmotor beim Beschleunigen (Boost-Effekt) und wird im Generatorbetrieb zur Bremsenergierückgewinnung (Rekuperation) genutzt, eignet sich aber auch für rein elektrisches Fahren. In 7,6 Sekunden spurtet diese S-Klasse von 0 auf Tempo 100 und erzielt eine Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h. Den Durchschnittsverbrauch gibt Mercedes-Benz mit nur 4,4 Litern pro 100 Kilometer an (CO2-Ausstoß 115 g/km).

Mercedes-Benz S 400 Hybrid (ab 85.20,00 Euro): Der S 400 Hybrid kombiniert einen V6-Benzinmotor mit einem kompakten Hybridmodul. Der Benzinmotor erreicht eine Leistung von 306 PS. Hinzu kommen noch 20 kW/27 PS vom Elektromotor. Das maximale Drehmoment beträgt 370 Nm (plus 250 Nm vom Elektromotor). Wie auch beim Diesel-Hybrid hilft das System, Kraftstoff zu sparen, zum anderen unterstützt der Elektromotor den Verbrennungsmotor kraftvoll durch den Boost-Effekt in der verbrauchsintensiven Beschleunigungsphase.

Der S 400 Hybrid beschleunigt in 6,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine elektronisch begrenzte Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h. Den Durchschnittsverbrauch gibt Mercedes-Benz mit 6,3 Litern pro 100 Kilometer an. Gegenüber dem Vorgänger stellt dies eine Reduzierung um 20 Prozent dar. Der CO2-Ausstoß von 147 Gramm pro Kilometer bedeutet, so Mercedes-Benz, in diesem Fahrzeugsegment ebenfalls einen neuen Rekord.

Mercedes-Benz S 500 (ab 104.601,00 Euro): Der effizienteste V8-Benziner in der Luxusklasse, so Mercedes-Benz, ist der neue S 500, dessen V8-Biturbo-Aggregat aus einem Hubraum von 4.663 cm³ satte 455 PS schöpft und damit deutlich mehr Leistung als sein 435 PS starker Vorgänger besitzt. Das maximale Drehmoment von 700 Nm liegt von 1.800 bis 3.500 Touren an.

 

Der Mercedes-Benz S 500 absolviert den Spurt von 0 auf 100 km/h in beeindruckenden 4,8 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt elektronisch begrenzte 250 km/h. Beim Durchschnittsverbrauch begnügt sich der S 500 mit 8,6 Litern pro 100 Kilometer und verbraucht damit 0,7 Liter weniger als sein Vorgänger. Die CO2-Emission beträgt 199 g/km.


Mercedes-Benz S 350 BlueTec (ab 79.789,50 Euro): Der V6-Dieselmotor des S 350 BlueTec entwickelt aus einem Hubraum von 2.987 cm³ eine Leistung von 258 PS und stellt ein Drehmoment von 620 Nm von 1.600 bis 2.400 U/min zur Verfügung. Mit 5,5 bzw. 5,6 Litern Diesel pro 100 Kilometer (Angaben für Version mit kurzem und langem Radstand) liegt der Durchschnittsverbrauch des S 350 BlueTec auf dem Niveau des Vierzylinder-Vorgängermodells S 250 CDI. Den klassischen Spurt meistert diese S-Klasse in 6,8 Sekunden und beendet ihren Vortrieb bei 250 km/h.

Fahrwerk: Das erste sehende Fahrwerk der Welt

Als erstes Auto der Welt kann die neue S-Klasse Bodenwellen im Voraus erkennen. Stellt das System „Road Surface Scan“ derartige Unebenheiten mit Hilfe der Stereokamera fest, regelt „Magic Body Control“ das Fahrwerk blitzschnell auf diese neue Situation ein. Dieses Fahrwerkssystem ist auf Wunsch für die Achtzylindermodelle erhältlich, blickt bis zu 15 Meter nach vorne und liefert ein präzises Bild von der Kontur der Fahrbahn.

Aus den Bildern der Kamera und aus den Informationen über den Fahrzustand errechnet das Steuergerät fortwährend die beste Regelstrategie zur Überwindung von Unebenheiten wie langen Bodenwellen. Da „Road Surface Scan“ kamerabasiert ist, funktioniert das System allerdings nur tagsüber, bei guten Sichtbedingungen, geeigneter Fahrbahnstruktur und bei Geschwindigkeiten bis 130 km/h.

Serienmäßig besitzt die neue S-Klasse das kontinuierlich arbeitende adaptive Dämpfungssystem „ADS Plus“ und die volltragende, weiterentwickelte Luftfederung „Airmatic“ mit stufenloser Dämpfungsregelung. Wie bisher sind die Einrohrdämpfer mit je einem Ventil für Zug- und Druckrichtung ausgerüstet. Neu ist die kontinuierliche Verstellung der Dämpfung. So vermag das System auf Basis zahlreicher Informationen wie Beschleunigung, Niveau oder Fahrgeschwindigkeit stets den optimalen Betriebspunkt wählen. Über einen Taster in der Mittelkonsole kann sich der Fahrer alternativ zur komfortablen Grundabstimmung für eine sportlichere Einstellung entscheiden.


In Abhängigkeit von der Geschwindigkeit wird das Fahrzeugniveau automatisch reguliert und ab 120 km/h um bis zu 20 Millimeter abgesenkt. Dadurch sinkt der Luftwiderstand und durch den niedrigen Schwerpunkt des Fahrzeuges verbessert sich die Fahrstabilität. Darüber hinaus optimierte Mercedes-Benz den Abrollkomfort, vergrößerte die Federwege an der Hinterachse, um das Schluckvermögen bei großen Anregungen zu erhöhen, und reduzierte das Abrollgeräusch.

Die neue S-Klasse ist serienmäßig mit einer elektromechanischen Direktlenkung ausgestattet. Neben einem präziseren und gleichzeitig komfortableren Lenkerlebnis leistet die Lenkung einen wichtigen Beitrag zur Gesamteffizienz, da die Lenkunterstützung nur Energie benötigt, wenn tatsächlich gelenkt wird.

Die Lenkassistenz-Funktion vermag die Stabilisierung des Fahrzeuges zu unterstützen, indem das System ein fahrzustandsabhängiges Assistenz-Lenkradmoment ermittelt und dieses entsprechend durch die elektrische Lenkunterstützung einstellt. Die Funktion überstimmt den Fahrer niemals, sondern gibt ihm Hinweise, in welche Richtung er lenken soll, um das Fahrzeug zu stabilisieren. Im Falle eines übersteuernden Fahrzustandes gibt der Lenkassistent dem Fahrer über das Lenkrad einen Hinweis in Richtung Gegenlenken, bis sich das Fahrzeug wieder stabilisiert hat.

Interieur: Optische Weite und formale Ruhe

Das Material- und Farbkonzept zeigt einen exklusiven Innenraum wie aus einem Guss. Holz findet insbesondere in der Instrumententafel und der Mittelkonsole großzügige Verwendung. Ein besonderes Element der Hochwertigkeit stellen ferner metallisierte Schalteroberflächen mit Perleffekt-Lacken in drei Farbtönen passend zur Innenraumfarbe dar.


Auch die Fondpassagiere sitzen in der ersten Reihe: Konzeption und Exklusivität der Sitzanlage, der Türbeläge und aller Bedienelemente stehen dem Frontpart in nichts nach. Eine zusätzliche Individualisierung des Fondraumes bietet die Ausstattung „First Class Fond“. Diese Business-Mittelkonsole verbindet Privatsphäre und Nutzkomfort (Integration von Telefonhörer, weitere Staufächer, Ablagetisch etc.) miteinander.

Von der moderat gestiegenen Fahrzeuggröße der neuen S-Klasse profitieren die Passagiere durch in allen Dimensionen verbesserte Innenraummaße. Aufgrund der größeren Kniefreiheit von 1,4 Zentimetern in der zweiten Sitzreihe wird beispielsweise das Reisen für die Mitfahrer im Fond nochmals angenehmer.

Neue Kommandozentrale für Anzeige- und Bedienkonzept

Zwei hochauflösende TFT-Farbdisplays im Format 8:3 und mit einer Bildschirmdiagonale von stolzen 30,7 Zentimetern (12,3 Zoll) bilden die neue Informationszentrale der S-Klasse. Der linke Bildschirm übernimmt die Funktion des bisherigen Kombiinstrumentes und bietet alle für den Fahrer relevanten Informationen. Der rechte Bildschirm dient zur komfortablen Steuerung von Infotainment- und Komfortfunktionen. Die ständig wachsenden Ansprüche bei der Integration zusätzlicher Funktionen in das Automobil führten für die neue S-Klasse zu einer Weiterentwicklung der gesamten Bedienlogik.

Ziel bei der Gestaltung der Bedien- und Anzeigeelemente war das formal und inhaltlich schlüssige Zusammenfassen von Bedienelementen und Anzeigefunktionen im Fahrzeug. Neben den neuen Displays kommen die metallisierten Schalteroberflächen und Echt-Alu-Bedienelemente besonders hochwertig zur Geltung. Durch feine Strukturen auf der Metalloberfläche strahlt jedes einzelne Bedienelement im Fahrzeug jene Liebe zum Detail aus, die einen Mercedes-Benz zu etwas ganz Besonderem macht.

 

Zu den neuen Bedienelementen gehören eine berührungssensitive Telefontastatur und ein erweitertes Favoriten-Konzept mit 12 frei belegbaren Favoriten-Funktionen. Hauptbedienelement bleibt der zentrale Dreh-Drück-Steller, hinzu kommen wie gewohnt Einsprungtasten in der Mittelkonsole für die wichtigsten Funktionen sowie eine Bedienleiste für die Fahrassistenz-Systeme. Die Spracheingabe der „Linguatronic“ ermöglicht beispielsweise das Sprechen vollständiger Adressen in einem Zug. Sprachgesteuert lassen sich auch Telefon und Audiosysteme bedienen. Als neue Möglichkeit biete das System an, sich Textnachrichten (SMS) oder Emails vorlesen zu lassen.


Selbstverständlich befindet sich per „Comand Online“ ebenso das Internet an Bord. „Comand Online“ bietet außerdem zwei Varianten der Fernbedienung: einfache Fernbedienung und via iPhone bzw. Android-App mit WLAN-Fernbedienfunktion. Neben der Darstellung und Bedienung der Funktionen (Browsen im Internet, SMS und E-Mails lesen sowie schreiben, Internet-Radio etc.), der Telefonie-Funktionen, der Navigation, Radio und Fernsehen sowie der Soundsysteme dient das Zentraldisplay auch der Darstellung und Bedienung der vielfältigen, zum Teil neuen Komfortfunktionen, wie zum Beispiel der Massagefunktion, der Beduftung und der Ambientebeleuchtung.

Klimatisierung: Viele Neuheiten für ein behagliches Klima

Ein weiteres Augenmerk bei der konsequenten Weiterentwicklung des gesamten Klimasystems lag auf der Leistungsfähigkeit, der Luftqualität, der Regelgüte, dem Geräuschniveau und der Effizienz. Neu ist das „Air Balance“-Paket mit den Bestandteilen Beduftung, Ionisierung und einer im Vergleich zum Grundfahrzeug noch leistungsfähigeren Filtration. Die Klimatisierungsautomatik „Thermotronic“ im Fond bietet zwei zusätzliche Zonen zur Erhöhung des thermischen Komforts. Ganz neu installierte Mercedes-Benz eine elektrische Armlehnenheizung.

Als Weltneuheit erhält die neue S-Klasse Limousine eine „aktive Beduftung“ im Rahmen des „Air Balance“-Pakets. Aktiv bedeutet, dass sich die Beduftung ein- und ausschalten kann und die Intensität selbst einstellen lässt. Der Innenraumgeruch wird dabei weder dauerhaft verändert, noch lagern sich die Duftmoleküle auf textilen Oberflächen des Fahrzeuges oder auf der Kleidung ab. Der Dufteindruck ist dezent, tritt sanft auf und klingt schnell wieder ab.

Rollendes Büro und Wellness-Oase

Mit zahlreichen Weltneuheiten wie der „Energizing“-Massagefunktion nach dem Hot-Stone-Prinzip oder der aktiven Sitzbelüftung mit reversierenden Lüftern hebt Mercedes-Benz den Sitz- und Klimakomfort in der S-Klasse auf ein neues Niveau. Dem Fond schenkten die Sitzentwickler dabei besonderes Augenmerk: Fünf verschiedene Fondsitz-Varianten, inklusive eines Executive-Sitzes (Liegesitz) mit bis zu 43,5 Grad Lehnenneigung, stehen zur Wahl.


Die „Energizing“-Massagefunktion nach dem Hot-Stone-Prinzip stellt eine Weltneuheit dar. Die Sitzexperten entwickelten eine einzigartige Massage mit 14 separat ansteuerbaren Luftkissen in der Lehne und integrierter Wärmefunktionalität. Insgesamt stehen sechs Massage-Programme zur Wahl, zwei davon arbeiten mit Wärmeunterstützung. Diese Funktion ist ferner für die Fondsitze erhältlich.

Zwei Fondsitz-Varianten (statische Bank oder Einzelsitze mit 37 Grad Verstellung) stehen bei der S-Klasse mit normalem Radstand zur Wahl, bei der Variante mit längerem Radstand sind es sogar fünf. Bei den Komfort- und Liegesitzvarianten wurde die Verstellkinematik geändert. Anders als beim sonst üblichen Schlepplehnen-Konzept lässt sich die Lehne separat verstellen, wodurch Fußraum und Sitzreferenzpunkt unverändert bleiben. In der kombinierten Neigungs- und Horizontalverstellung besteht die Möglichkeit, das Sitzkissen separat zu verstellen.

Bei der Ausstattung „First Class Fond“ (Mittelkonsole hinten) setzt sich die vordere Konsole auf dem Kardantunnel optisch fort. Sie ist mit neuartigen Thermo-Cupholdern ausgerüstet, die das Kühlen oder Wärmen von Getränken über einen längeren Zeitraum ermöglichen. Auf Wunsch beherbergt die Mittelkonsole ähnlich einem Flugzeugsitz zwei Tische, die sich mit einer Hand leicht ein- und ausklappen lassen.

Mobiler 3D-Konzertsaal und Navigation mit „DriveShow“

Eine völlig neue Multimedia-Generation mit intuitiver Bedienung und besonderer Erlebbarkeit der Funktionen durch Visualisierung und Animationen debütiert in der S-Klasse. Zu den weiteren Innovationen zählt das Mehrplatz-System, bei dem von jedem der Sitzplätze unabhängig voneinander auf die Quellen des Entertainment-Systems zugegriffen werden kann.


Gemeinsames Merkmal aller Audio-Anlagen stellt das erstmals in einer Limousine eingesetzte Frontbass-System dar: Dabei sind die Basslautsprecher in der Stirnwand montiert und nutzen das fast 40 Liter große Volumen des Quer- und Längsträgers als Resonanzraum. Konventionelle Bass-Lautsprecher in den Türen können entfallen. Die Mitteltöner in den Türen wandern weiter nach oben. Dies verbessert das Klangbild und ermöglicht zusätzlichen Stauraum in den Türen.

Alternativ zum serienmäßigen Soundsystem mit 10 Lautsprechern stehen gleich zwei besonders hochwertige, in Zusammenarbeit mit dem High-End Audio-Spezialisten Burmester entwickelte Audiosysteme zur Wahl: ein Surround-Soundsystem und ein High-End-3D?Surround-Soundsystem. Optisch unterscheidet sich die 3D-Surround-Soundanlage vom Surround-Soundsystem durch drei zusätzliche Dachlautsprecher und spezielle Verkleidungen der Lautsprecher in den Türen.

Sein bisher unerreichtes Hörvergnügen im Automobil ermöglicht das High-End-3D-Surround-Soundsystem durch 24 Hochleistungslautsprecher und 24 separate Verstärkerkanäle mit einer Gesamtleistung von 1.540 Watt. Die intelligente Kombination aus analogen und digitalen Verstärkertechnologien führt dabei zu einer einzigartigen Verbindung von besonders feinem und natürlichem Klang sowie hohen Leistungsreserven. Während im Mittel- und Hochtonbereich aufwändige analoge Filterschaltungen die bestmögliche Detailwiedergabe bewirken, meistert der digitale Verstärkerteil trotz kompakter Bauform höchste Dynamikspitzen.

Neu bei der Navigation ist vor allem die interaktive Aufbereitung der Inhalte. Zu den neuartigen Navitainment-Funktionen zählen unter anderem der animierte Kompass, die „DriveShow“ mit Informationen für die Passagiere wie im Flugzeug sowie die Anzeige von Google Maps auf der Headunit und im Fond. Informationen zur Verkehrssituation stellt das System mit schraffierten Linien, statt wie bisher mit Fahrzeugsilhouetten, dar. Mit dem neuen Dienst „Live Traffic Information“ werden ferner die Verkehrsdaten in Echtzeit übertragen. Anders als die bisher genutzten Datenquellen TMC und TMCpro via Radio, nutzt „Live Traffic Information“ eine schnelle Internet-Verbindung und ist damit besonders aktuell.

 

Erweiterter Pre-Safe-Schutz: Vorbeugen ist besser als heilen

Vor 10 Jahren stellte Mercedes-Benz mit dem präventiven Insassenschutzsystem „Pre-Safe“ in der S-Klasse ein wegweisendes Konzept der Sicherheitstechnologie vor, das die Macher seither kontinuierlich weiter entwickelten. Jetzt baut der Sicherheitspionier den Schutz abermals aus. Die neuen Funktionen können dazu beitragen, Fußgänger- und Auffahrunfälle im Stadtverkehr zu vermeiden, Gefahrensituationen durch Folgeverkehr zu entschärfen und erweitern die Schutzfunktion des Sicherheitsgurtes.


Die „Pre-Safe-Bremse“ kann Fußgänger erkennen und bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h die Kollision durch eine autonome Bremsung vermeiden. „Pre-Safe Plus“ erkennt derweil eine drohende Heckkollision und warnt den Folgeverkehr durch Aktivierung der hinteren Warnblinklichter in hoher Frequenz. Bei anhaltender Kollisionsgefahr kann das System das stehende Fahrzeug vor einer Heckkollision festbremsen und damit das Risiko eines Schleudertraumas durch Reduzierung des aufprallbedingten Vorwärtsrucks minimieren.

Bei „Pre-Safe Impuls“ bewegt der Sicherheitsgurt Fahrer und Beifahrer in einer frühen Crash-Phase noch vor dem Anstieg der aufprallbedingten Insassenverzögerung entgegen der Aufprallrichtung, um das Verletzungsrisiko und die Verletzungsschwere bei Frontal-Crashs erheblich zu reduzieren.

Maßstab für Sicherheit im Fond: Neuheiten in der S-Klasse

Mit dem Gurtschlossbringer, dem Beltbag sowie dem Cushionbag baut Mercedes-Benz das Sicherheitssystem für Fondpassagiere weiter aus. Die beiden erstgenannten Entwicklungen sind in dem „Pre-Safe Paket Fond“ zusammengefasst. Beim beleuchteten Gurtschlossbringer bewegt ein Elektromotor das Gurtschloss automatisch nach oben und unten, um die Gurtlose im Becken- und Thoraxbereich zu reduzieren und die Passagiere seitlich und längs besser zu fixieren.

Der Beltbag stellt ein aufblasbares Gurtband dar, welches das Verletzungsrisiko von Fondpassagieren beim Frontalaufprall zu reduzieren vermag, indem es die Belastung auf den Brustkorb verringert. Der Liegesitz ist serienmäßig mit einem Cushionbag unter dem Polster der Sitzfläche ausgerüstet, der in Liegeposition des Sitzes verhindert, dass der Passagier bei einem Unfall unter dem Gurt durchrutscht.


Intelligent Drive: Vernetzt mit allen Sinnen

Unfälle vermeiden und Unfallfolgen mindern: Das zeigt den ganzheitlichen Ansatz der Unfallforschung, die Mercedes-Benz unter dem Begriff „Real Life Safety“ zusammenfasst. Mit zahlreichen neuen Assistenzsystemen und wesentlich erweiterten Funktionen setzt Mercedes-Benz bei der S-Klasse diese Strategie konsequent fort. Komfort und Sicherheit werden gleichzeitig erhöht. Mercedes-Benz nennt dies „Intelligent Drive“. Die neuen Funktionen nutzen dabei die gleiche Sensorik – eine neue Stereokamera und mehrstufige Radarsensoren.

Bildlich gesprochen: Die neue S-Klasse besitzt nicht mehr nur vorne Augen, sondern einen 360-Grad-Rundumblick. Entscheidend dabei ist die Vernetzung aller Systeme - „Sensor-Fusion“ nennen dies die Sicherheitsexperten. Ziel ist Rundumschutz nicht nur für die Insassen, sondern auch für alle anderen Partner im Straßenverkehr.

Das Spektrum der Unterstützung reicht von der Entlastung und somit Komfortsteigerung über die optische, akustische und/oder haptische Warnung bis zur Verstärkung der Fahrerreaktion. Einige Systeme können im Notfall korrigierend eingreifen, etwa durch autonome Bremsmanöver, um einen Unfall zu vermeiden oder die Unfallschwere zu reduzieren.

Hier ein Überblick über die neuen und in ihren Funktionen wesentlich erweiterten Assistenzsysteme: Die „Distronic Plus“ mit Lenk-Assistent und Stop&Go-Pilot entlastet den Fahrer bei der Spurführung und beherrscht teilautonomes Staufolgefahren. Derweil kann der Bremsassistent „BAS Plus“ mit Kreuzungs-Assistent dank der Stereokamera bei Markierung mit unterbrochenen Linien eine belegte Nachbarspur, insbesondere durch Gegenverkehr, erkennen und durch einseitige Bremsung die Gefahr mindern, dass die Spur unbeabsichtigt verlassen wird.


Der aktive Spurhalte-Assistent erkennt Gegenverkehr sowie eine belegte Nachbarspur und mindert durch einseitige Bremsung die Gefahr, dass der Fahrer die Spur unbeabsichtigt verlässt. Währenddessen ermöglicht der adaptive Fernlicht-Assistent Plus ein blendfreies Dauerfernlicht durch Ausblenden anderer Fahrzeuge im Fernlichtkegel.

Den „Nachtsicht-Assistent Plus“ ergänzte Mercedes-Benz um eine Wärmebildkamera. Das System kann bei Gefahr durch Fußgänger oder Tiere in unbeleuchteter Umgebung vor dem Fahrzeug durch automatische Umschaltung von Tachoanzeige auf ein Nachtsichtbild und Markierung der Gefahrenquellen warnen. Erkannte Fußgänger vermag das System darüber hinaus mit einer Spotlight-Funktion anzublinken, um die Aufmerksamkeit des Fahrers auf die Gefahr zu lenken und gleichzeitig die Person am Fahrbahnrand zu warnen.

In einem deutlich erweiterten Geschwindigkeitsbereich von 60 bis 200 km/h alarmiert „Attention Assist“ bei Unaufmerksamkeit sowie Müdigkeit und informiert den Fahrer über seinen Ermüdungszustand und die Fahrtdauer seit der letzten Pause. Darüber hinaus bietet „Attention Assist“ eine einstellbare Empfindlichkeitsstufe und weist bei Auslösung der Warnung in der „Comand“-Navigation auf Raststätten hin.

3 Kommentare > Kommentar schreiben

31.10.2013

Ich finde der Stern oben auf der Haube wird langsam bisschen "Old School" oder nicht? Warum nicht direkt vorne mit in den Grill, das würde doch viel Besser aussehen?

16.07.2013

Und schon auf der Straße:

26.05.2013

Die neue S-Klasse sieht imposant und wirklich gut aus. Die Daten passen auch - hoffentlich wird es ein richtig erfolgreiches Modell für Mercedes!


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