Neuer Porsche 911 Turbo feiert Weltpremiere in Genf

, 14.02.2006

Porsche erweitert seine aktuelle Produktpalette um den neuen, noch stärkeren 911 Turbo. Die sechste Generation des Spitzenmodells der Elfer-Baureihe feiert auf dem Genfer Automobilsalon (02.03.2006 - 12.03.2006) seine Weltpremiere und wird ab dem 24. Juni 2006 für 133.603 Euro bei den deutschen Händlern stehen.


Charakteristisches Designmerkmal des aktuellen 911 Turbo ist das neu geformte Bugteil mit seinen markanten, straff ausmodellierten Kühllufteinlässen. In Verbindung mit den serienmäßigen ovalen Bi-Xenon-Scheinwerfern prägen sie sein unverwechselbares Gesicht. Abgerundet wird die harmonische Frontansicht von den weit außen und tief stehenden Nebelscheinwerfern sowie den neuen LED-Blinkleuchten, die man in den seitlichen Lufteinlässen des Bugteils positionierte. Von hinten betrachtet, erscheint der Turbo ebenfalls kraftvoller als bisher. Dazu trägt vor allem die gegenüber dem Vorgängermodell um insgesamt 22 Millimeter verbreiterte Heckpartie bei, an die der neu geformte Spaltflügel angepasst wurde. Dieser neigt sich an den Flanken nun leicht nach unten und schmiegt sich so an die Form der hinteren Kotflügel. Die seitlichen Lufteinlässe hinter den Türen gestalteten die Macher ebenfalls neu und ermöglichten auf diese Weise zusammen mit den neuen Luftkanälen eine effizientere Kühlluftzufuhr zu den Ladeluftkühlern.
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Der 911 Turbo (Typ 997) leistet jetzt 353 kW (480 PS) bei 6.000 Umdrehungen pro Minute; 60 PS mehr als sein Vorgänger (Typ 996). Die spezifische Leistung des 3,6-Liter-Boxermotors klettert damit auf die neue Höchstmarke von 98 kW (133 PS) pro Liter Hubraum. Das Nenndrehmoment stieg von 560 auf 620 Newtonmeter. Gleichzeitig wurde das Drehzahlband, bei dem diese Kraft zur Verfügung steht, erweitert. Während das maximale Drehmoment beim Vorgängermodell zwischen 2.700 und 4.600 Umdrehungen pro Minute anstand, lässt es sich nun im Bereich zwischen 1.950 und 5.000 Touren abrufen.


Diese Verbesserungen lassen sich auch an den Fahrleistungen ablesen. Für den Standardsprint von 0 auf 100 km/h benötigt der neue 911 Turbo mit Sechsgang-Schaltgetriebe 3,9 Sekunden. In 12,8 Sekunden erreicht das Coupé die Marke von 200 km/h. Lediglich 3,8 Sekunden vergehen, bis der stärkste Serien-Elfer aller Zeiten im fünften Gang von Tempo 80 auf 120 km/h beschleunigt. Trotz der Mehrleistung konnten die Porsche-Entwickler den durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch um ein Zehntel auf 12,8 Liter pro 100 Kilometer senken. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 310 km/h.

Noch beeindruckender sind die Werte des 911 Turbo mit dem optional verfügbaren Automatikgetriebe Tiptronic S. Dank einer optimierten Abstimmung spurtet das Fahrzeug in nur 3,7 Sekunden von 0 auf Tempo 100 und erreicht bereits nach 12,2 Sekunden die 200 km/h-Marke. Auch bei der Elastizität hat der Turbo mit Automatikgetriebe die Nase vorn. Im vorletzten Gang beschleunigt er in 3,5 Sekunden von 80 auf 120 km/h. Der Kraftstoffverbrauch sinkt bei der Tiptronic S-Variante im Vergleich zum Vorgänger um 0,3 Liter und beträgt nach EU-Norm jetzt 13,6 Liter. Auch diese Getriebe-Variante erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 310 km/h.


Mit der erstmals angebotenen Sonderausstattung „Sport Chrono Paket Turbo“ lässt sich die Elastizität des Fahrzeugs sogar noch verbessern: Betätigt der Fahrer die „Sporttaste“ neben dem Schalthebel, wird bei voller Beschleunigung ein kurzzeitiger „Overboost“ aktiviert. Dabei wird der Ladedruck im mittleren Drehzahlbereich bis zu zehn Sekunden lang um 0,2 bar angehoben und das Drehmoment steigt um 60 auf 680 Newtonmeter. Die Zeit für die Zwischenbeschleunigung von 80 auf 120 km/h verkürzt sich damit beim handgeschalteten 911 Turbo um 0,3 auf 3,5 Sekunden.

Verantwortlich für diese Fahrleistungen sind die erstmals beim Ottomotor eingesetzten Abgasturbolader mit variabler Turbinengeometrie. Kernelemente dieser Technologie stellen verstellbare Leitschaufeln, die den Abgasstrom des Motors variabel und gezielt auf das Turbinenrad des Abgasturboladers leiten, dar. Das Prinzip der variablen Turbinengeometrie verbindet die Vorteile von kleinen und großen Abgasturboladern und führt insbesondere bei niedrigen Drehzahlen zu einer spürbaren Verbesserung der Elastizität und Beschleunigung.


Um die vorhandene Kraft optimal auf die Straße zu übertragen, verfügt die neue Generation des 911 Turbo über einen neu entwickelten Allradantrieb mit elektronisch gesteuerter Lamellenkupplung. Das Porsche-Traction-Management (PTM) sorgt für eine variable Kraftverteilung auf beide Antriebsachsen. Abhängig vom Fahrzustand, ermittelt die Allradelektronik kontinuierlich die jeweils optimale Momentverteilung und garantiert so den bestmöglichen Antrieb. In der Praxis heißt das: Hohe Agilität auf engen Landstraßen, herausragende Traktion bei Nässe und Schnee sowie optimale Fahrsicherheit auch im Hochgeschwindigkeitsbereich.

Den hohen Fahrleistungen des neuen 911 Turbo steht ein adäquates Bremssystem gegenüber. Zum Einsatz kommen Monobloc-Festsattelbremsen mit sechs Kolben an der Vorderachse und vier Kolben an der Hinterachse. Der Durchmesser der innenbelüfteten und gelochten Bremsscheiben wurde im Vergleich zum Typ 996 an der Vorder- und Hinterachse um 20 Millimeter auf 350 Millimeter vergrößert. Als Option bietet Porsche darüber hinaus die weiterentwickelte Keramikbremsanlage PCCB (Porsche Ceramic Composite Brake) an. Vorteile des Hightech-Materials sind ein um 17 Kilogramm geringeres Gewicht gegenüber der Serienbremsanlage, sehr hohe Fadingstabilität aufgrund konstanter Reibwerte und absolute Korrosionssicherheit. 380 Millimeter beträgt der Durchmesser an der Vorderachse und 350 Millimeter an der Hinterachse.

Neben dem 911 Turbo präsentiert Porsche auf dem Genfer Automobilsalon als besondere Überraschung wahrscheinlich auch den neuen 911 GT3.

5 Kommentare > Kommentar schreiben

14.02.2006

:tanzen: :bigpray: :love: Was soll man dazu noch sagen. Wahsninn!

16.02.2006

Sehr interessanter Ausflug in die Geschichte des Porsche Turbo. Und der neue Turbo sieht ja wahnsinnig gut aus :love: [url]http://www.porsche.com/all/masterwerk/germany.aspx[/url]

20.02.2006

Das Frontdesign ist meiner Meinung nach für einen Turbo etwas zu unscheinbar und orientiert sich zu sehr am Design des Cayman - wenn ich da an den 996 Turbo denke... Dafür glänzt er mit seiner Heckpartie. Das Hinterteil will somit nicht so richtig zum Vorderteil passen und umgekehrt. Ansonsten gibt es an dem Wagen nichts zu bemängeln - ein Turbo eben. :D

02.03.2006

[QUOTE][i]Original geschrieben von ///M Power [/i] [B]Ansonsten gibt es an dem Wagen nichts zu bemängeln - ein Turbo eben. :D [/B][/QUOTE] Ich hätte am 997 Turbo etwas zu bemängeln, und zwar diese "angeklebten" runden Nebelscheinwerfer. Die runden NSW gefallen mir schon am Cayman nicht und ich bin froh, dass der 997 GT3 sie nicht hat. Porsche hatte immer schöne längliche Nebelscheinwerfer, die IMHO auch viel besser zu aggressivem Frontdesign passen ;) Technisch klingt der 997 Turbo [B]SEEEEHR[/B] lecker, besonders der "Overboost". Wobei die PCCB beim Turbo IMHO zur Serie gehören sollte...

13.03.2006

Ok, der neue Turbo sieht gut aus. Aber ich vermisse immer mehr die schönen ausladenden hinteren Kotflügel der 964 und 993 Modelle. Denen sah man die Kraft noch an. Schade dass solchen Formen ein um 0,03 Liter verbesserter Verbrauch vorgezogen wird. Ansonsten wäre der GT3 immer noch mein Favorit


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