Nissan Juke: Frecher Kompakt-SUV trifft Sportler

, 21.02.2010

Klein, stark und wendig - das ist der neue Nissan Juke, der als kompakter Crossover im automobilen Einheitsbrei eine spannende Alternative für diejenigen darstellt, denen die konventionellen Angebote im B-Segment schlicht und einfach zu langweilig sind. Die Jukebox auf vier Rädern kombiniert dabei die Robustheit eines SUV mit den dynamischen Linien eines Sportlers. Auch mit seinen 190 PS wird der Juke dem dynamischen Anspruch gerecht.


Niemand hätte erwartet, dass die progressiv gestaltete Nissan-Studie „Qazana“ in Serie geht. Das revolutionär kreierte Design des Concept Cars hält nun tatsächlich seinen Einzug in ein Serienfahrzeug. Seine Weltpremiere feiert der Juke auf dem Genfer Autosalon (04.03.2010 - 14.03.2010). Der Verkaufsstart für den japanischen Juke erfolgt bereits im Sommer 2010; in Europa und Nordamerika ist die Markteinführung für den Herbst 2010 geplant.

Design: Extrem frech im Auftritt

Aus Designer-Sicht gibt sich der Unterbau des Nissan Juke mit großen Felgen und breiten Reifen, erhöhter Bodenfreiheit und robustem Habitus ganz SUV-like. Im Gegensatz dazu steht die obere Karosseriehälfte mit ihrer hohen Gürtellinie, der wie bei einem Visier zugespitzten Seitenfenster-Grafik und der abfallenden Dachlinie.


Das „Gesicht“ wird von vier Scheinwerfern bestimmt: Zwei runde Leuchten integrierten die Macher im Stoßfänger. Darüber finden sich zwei streifenförmige Tagfahreinheiten, die zu beiden Seiten der Haube hoch in den Kotflügeln sitzen. Mit dieser Anordnung wirkt der Juke im übertragenen Sinn wie ein Rallye-Auto vor dem Start zu einer Nachtprüfung.

Auch wenn der Nissan Juke auf den ersten Blick ein zweitüriges Coupé zu sein scheint, verfügt der Kompakt-SUV über ein zweites Paar Türen. Den Coupé-Effekt verstärken die im hinteren Türrahmen versteckt angebrachten Türgriffe.

Die Silhouette wird von breit ausgestellten Radhäusern und einer hohen Schulterlinie dominiert. Letztere vermittelt den Eindruck von Stärke und steht im betonten Kontrast zu den schlanken Seitenfenstern. Zugleich betonen eine flache Dachlinie, die seitliche Fenstergraphik und die breiten Schultern eine sonst bei SUVs oftmals fehlende sportliche Komponente.

 

Andere Komponenten stellen eine Verbindung zu existierenden Modellen des Unternehmens her: So ist beispielsweise die nach hinten ansteigende Fensterlinie bereits vom Murano und Qashqai bekannt, während die Rückleuchten in Form eines Bumerangs ganz ähnlich am 370Z auftauchen. Eine große Heckklappe erhöht derweil die Alltagstauglichkeit.


Als Klein-Crossover nimmt der Nissan Juke seine Position zwischen dem Qashqai und dem kompakten Familienwagen Note ein. Der 4,135 Meter lange, 1,765 Meter breite und 1,570 Meter hohe Juke besitzt einen Radstand von 2,530 Metern und nutzt die Renault/Nissan-Allianz-Plattform „B“ als Basis.

Antrieb: Der Kleine mit der Turbo-Power von 190 PS

Zum Marktstart in Europa wird Nissan drei verschiedene Motoren für den Juke anbieten: Einen Diesel mit 1,5 Litern Hubraum und zwei 1,6 Liter große Benziner, die alle die neue Euro-5-Norm erfüllen. Als Spitzentriebwerk tritt ein Ottomotor mit Direkteinspritzung und Turbo-Aufladung neu in Erscheinung. Das intern unter der Bezeichnung MR16DDT geführte Aggregat ist mit 140 kW / 190 PS und einem maximalen Drehmoment von 240 Nm eines der stärksten seiner Klasse. Die Kraft liegt auf dem Niveau eines 2,5 Liter großen Saugmotors, jedoch mit dem Verbrauch eines weitaus kleineren Triebwerkes.


Genaue Performance- und Verbrauchsdaten gab Nissan bislang für keinen der Motoren an. Beim zweiten Benziner handelt es sich allerdings um einen Vierventiler mit dem Codenamen „HR16DE“, der 86 kW / 117 PS mobilisiert und zwecks einer noch feineren Zerstäubung des Kraftstoffs über zwei Einspritzdüsen pro Zylinder verfügt.

Der 1,5 Liter große Turbo-Diesel mit Common-Rail-Einspritzung (dCi) gibt 81 kW / 110 PS frei. Dazu kommt ein maximales Drehmoment von 240 Nm, das eine schaltfaule und damit verbrauchs- und emissionsarme Fahrweise erlaubt.

Erhältlich ist der Juke mit Frontantrieb und in der Top-Version 1.6i Turbo optional als Allradler. Der für den Juke genutzte Allradantrieb stellt eine Weiterentwicklung des elektronisch gesteuerten All-Mode-4x4i-Systems von Nissan dar. Anstatt das Antriebsmoment nur variabel von vorn nach hinten zu verteilen, regelt das neue System dies außerdem zwischen den beiden Hinterrädern.

 

Ziel ist es, dem äußeren Hinterrad zusätzlich bis zu 50 Prozent des Drehmomentes zuzuführen, um bei strammer Kurvenfahrt ein Untersteuern (das Auto drängt mit den Rädern zum Kurvenaußenrand) zu eliminieren. Diese erweiterte Funktion ist eine Premiere im B-Segment und wird bis dato nur in wenigen Oberklassefahrzeugen angeboten.


Die Version mit Frontantrieb und aufgeladenem Benzin-Direkteinspritzer ist mit einem manuellen 6-Gang-Getriebe erhältlich. In der Variante 1.6i Turbo mit Allradantrieb ist das CVT-M6-Automatikgetriebe serienmäßig installiert. Der 1.6-Liter-Sauger bekommt ab Werk ein 5-Gang-Schaltgetriebe, ist auf Wunsch aber ebenfalls mit einer weiterentwickelten Xtronic-CVT-Automatik kombinierbar. Für den Juke 1.5 dCi sieht Nissan einen 6-Gang-Handschalter vor.

Ausstattung: Sportlichkeit mit technischer Raffinesse

Innen setzten die Nissan Designer das Sportwagen-Thema fort. Die auf den Fahrer zugeschnittene Kabine wird von einer Mittelkonsole dominiert, bei deren Form sich die Kreativen von einem Motorrad-Tank inspirieren ließen. Die in hochglänzendem Finish ausgeführte Konsole verbreitet eine positive Grundstimmung. Die große Heckklappe und eine flexible Ladezone mit teils versteckten Ablagemöglichkeiten sorgen zugleich für eine hohe Praktikabilität im Alltag.


Nissan wird die genauen Ausstattungsumfänge und Extras für den Juke erst zeitnah zum Verkaufsstart bekannt geben. Als sichere Annehmlichkeiten gelten allerdings unter anderem eine Klimaautomatik, Ledersitze, eine Rückfahrkamera und der „Intelligente Schlüssel“, der persönliche Einstellungen als Fahrerprofil abspeichern soll.

Zu den innovativen neuen Lösungen an Bord des Juke zählt darüber hinaus das „Nissan Dynamic Control“-System, ein zentral in der Mittelkonsole untergebrachtes Informations-Terminal. Über zwei Hauptmenü-Tasten kann der Fahrer sowohl fahrdynamische Parameter als auch die Betriebs-Modi der Klimaanlage verändern.

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21.02.2010

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