Porsche 911 GT3: Das neue Extrem für Straße und Rennstrecke

, 30.01.2009

Der neue Porsche 911 GT3 kommt und präsentiert sich stärker, schneller und präziser als sein Vorgänger. In die Entwicklung des sportlichen Straßen-Elfers mit Saugmotor flossen dabei zahlreiche Erkenntnisse aus dem Motorsport ein. Deshalb beeindruckt der 312 km/h flotte GT3 nicht nur auf der Straße, sondern auch auf der Rennstrecke. Seine Weltpremiere feiert der neue 911 GT3 auf dem Genfer Automobilsalon (05.03.2009 - 15.03.2009). Der Verkauf in Deutschland beginnt im Mai zu Preisen ab 116.947 Euro.


Vor allem in seinen beiden Kerneigenschaften, der Leistung und der Fahrdynamik, entwickelte sich der 911 GT3 weiter. Satte 435 PS gibt der bewährte Sechszylinder-Saugmotor jetzt ab - ein Plus von 20 PS gegenüber dem Vorgängermodell. Im Wesentlichen ist dies das Resultat einer Hubraumerhöhung um 200 Kubikzentimeter auf 3,8 Liter sowie des verbesserten Gaswechsels: Nicht nur die Einlass-, sondern erstmals auch die Auslassnockenwellen sind jetzt nach dem VarioCam-System verstellbar.

Zudem bietet die Kraftkur des Boxermotors einen besonders im Alltagsbetrieb spürbaren Drehmomentzuwachs im mittleren Drehzahlbereich. So legt der neue Porsche 911 GT3 auch bei den Fahrleistungen nochmals zu: Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h absolviert der Sportwagen in 4,1 Sekunden und Tempo 160 aus dem Stand in 8,2 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 312 km/h.


Der zweite Schwerpunkt der Weiterentwicklung des 911 GT3 lag auf der Steigerung der Fahrdynamik. Erstmals verfügt das Fahrzeug über eine besonders sportlich abgestimmte Variante des Porsche Stability Managements PSM. Dabei lassen sich stufenweise die Querdynamikregelung Stability Control (SC) und die Traction Control (TC) abschalten. Um dem Fahrer die uneingeschränkte individuelle Kontrolle über die Fahrdynamik des GT3 zu garantieren, werden die Funktionen selbst in extremen Fahrsituationen nicht automatisch reaktiviert, sondern erst auf Knopfdruck.

Das neue Aerodynamikpaket mit unter anderem modifizierter Front- und Heckschürze, einer Frontspoilerlippe und einem für genügend Anpressdruck sorgenden Heckflügel verleiht dem GT3 ein dynamisches Auftreten. Zusätzlich kennzeichnen den Sportwagen neue Bi-Xenon-Hauptscheinwerfer, LED-Heckleuchten und veränderte Luftein- und -auslässe.

 

Der neue GT3 bietet bei höherem Tempo jetzt noch mehr Bodenhaftung und Stabilität: Detaillierte aerodynamische Modifikationen steigerten den Abtrieb sowohl an der Vorder- wie auch an der Hinterachse so nachhaltig, dass der gesamte Anpressdruck mehr als doppelt so stark wie beim Vorgängermodell ist.


Das aktive PASM-Fahrwerk (Porsche Active Suspension Management) des 911 GT3 ermöglichte es den Machern, die Federn und Stabilisatoren noch eine Spur steifer abzustimmen und damit im Sportmodus ein noch präziseres Handling anzubieten. Dennoch bleibt der alltagstaugliche Abrollkomfort im Normalmodus erhalten. Neue, leichtere Räder im Rennsport-Design mit Zentralverschluss und UHP-Bereifung (Ultra High Performance) samt Reifendruckkontrollsystem runden die funktionale und optische Weiterentwicklung ab.

Mit der Fahrdynamik wuchs ebenfalls das Bremsvermögen des Porsche 911 GT3. Die Bremsscheiben bestehen jetzt aus einer größeren Reibscheibe mit gewichtsreduziertem Aluminiumtopf. Die weiter verbesserte Bremsbelüftung ermöglicht zudem eine höhere Dauerbremsleistung. Auf Wunsch ist weiterhin eine GT3-exklusive Variante der Keramikbremse PCCB (Porsche Ceramic Composite Brake) lieferbar.


Ab Herbst ist für den neuen GT3 eine weitere Option erhältlich, die den Sportwagen noch rennstreckentauglicher macht: Die neue dynamische Motorlagerung PADM (Porsche Active Drivetrain Mount) erkennt eine rennmäßige Fahrweise und verhärtet die normalerweise elastische Motorlagerung. Dadurch bleibt der GT3 im Alltag komfortabel; auf der Rundstrecke entfallen jedoch bei der Kurvenhatz störende Massenimpulse durch den Motor. Ein weiterer Vorteil der PADM stellt die optimierte Traktion beim Beschleunigen aus dem Stand dar.

Um den Porsche 911 GT3 für den innerstädtischen Handlingkurs zu verbessern, ist auf Wunsch ein neues Liftsystem für die Vorderachse erhältlich, mit der sich die Bodenfreiheit zum Befahren von unebenem Fahrbahnbelag oder steilen Tiefgarageneinfahrten auf Knopfdruck um 30 Millimeter anheben lässt.

6 Kommentare > Kommentar schreiben

30.01.2009

Was die Fahreigenschaften betrifft, müsste der GT3 doch bald am absoluten Optimum angelangt sein

30.01.2009

Denk ich mir auch, da müsste man bald am Limit sein. Aber die neuen Technologien verbessern den onehin fast perfekten Sportwagen noch ein wenig. Die leichten optischen Veränderungen gefallen mir gut, allerdings könnte ich mich nicht für diesen Lack entscheiden.

31.01.2009

Gefällt mir. Das Facelift steht dem GT3 ausgezeichnet. Die Fahrleistungen und langsame Evolution der Technik muss man bei Porsche nicht mehr kommentieren. Ein Porsche ist und bleibt ein Porsche. Nur bei den Pressefotos brauchen die Stuttgarter Nachhilfe. Man sollte keinen roten Lack nehmen, der im Sonnenlicht die Farbe Rosa annimmt.

03.02.2009

In diesem Video fährt Walter Röhrl den neuen Porsche 997 GT3:

07.03.2009

So und in diesem rot sieht der [B]neue Porsche 911 GT3 Facelift[/B] nun auch richtig klasse aus: [IMG]http://img4.imageshack.us/img4/8893/genf2009116.jpg[/IMG] [IMG]http://img4.imageshack.us/img4/5468/genf2009114.jpg[/IMG] [IMG]http://img4.imageshack.us/img4/4868/genf2009113.jpg[/IMG]

08.03.2009

In dieser Farbe sieht er sehr gut aus. Schaut mehr nach Rennwagen aus als der Vorgänger, was durchaus positiv aufzufassen ist.


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