Saab-Aus: Die Rettung? Spyker bessert Angebot nach

, 20.12.2009

Der holländische Sportwagen-Hersteller Spyker gibt mit seinen russischen sowie arabischen Eignern die Übernahme und damit Rettung von Saab noch nicht auf. Am vergangenen Freitag verkündete die Konzern-Mutter General Motors (GM) das entgültige Aus von Saab, nachdem die Verkaufsverhandlungen mit den zuletzt als Bietern übrig gebliebenen Holländern scheiterten. Spyker schickte heute ein überarbeitetes Angebot an GM, das die Hürden und Bedenken der vorausgegangenen Gespräche beseitigen soll.


Laut Victor R-. Muller, CEO von Spyker, habe GM die Deadline über die Entscheidung von Saab ursprünglich auf den 31. Dezember 2009 gesetzt. Daher möchte man die Chance nutzen, doch noch die schwedische Traditionsmarke zu übernehmen. Das neue Angebot habe die volle Unterstützung des Saab-Managements und ist bis zum 21. Dezember 5 pm (Eastern Standard Time) gültig, d. h. bei uns wäre es dann 23.00 Uhr. Darüber hinaus betonte Muller, ohne ins Detail zu gehen, dass die neue Offerte nicht mehr von einer Kreditzusage der Europäischen Investment Bank (EIB) bis zum Jahresende abhänge.

Wir erinnern uns: Die schwedische Supersportwagen-Marke Koenigsegg mit einem Konsortium, dem private Investoren angehören, wollte Saab ebenfalls übernehmen, stieg dann aber aus. Genaue Gründe für den plötzlich geplatzten Deal gaben weder Koenigsegg noch GM an. Es könnte aber daran gescheitert sein, dass Koenigsegg nicht den erhofften Kredit der europäischen Investment Bank (IEB) von rund 600 Millionen US-Dollar, das sind aktuell umgerechnet rund 400 Millionen Euro, erhielt.

Spyker begründet seine Bemühungen, Saab zu retten: Es handele sich bei Saab um eine Ikone und Spyker würde sich geehrt fühlen, diese führen zu dürfen. Ferner möchten die Holländer die Arbeitsplätze und den Lebensunterhalt Tausender loyaler Saab-Mitarbeiter, Zulieferer und Händler retten. Rund 1.500.000 Saabs sollen heute noch auf den Straßen unterwegs sein und deren Besitzer würden das Überleben „ihrer“ Marke sehr begrüßen. Das klingt schon fast nach einer Marketing-Hymne, um etliche Saab-Sympathisanten zu mobilisieren und Spyker zu unterstützen.

Sowohl Spyker als auch Saab würden voneinander profitieren. So erhielten die Holländer ein starkes globales Vertriebsnetzwerk, das aus nicht weniger als 1.100 Händlern besteht. Dazu kämen modernste Produktionsstätten, engagierte Arbeitskräfte und beste Ressourcen bei Technik, Beschaffung sowie Forschung und Entwicklung. Saab erhielte die dringend zum Weiterbestehen benötigten finanziellen Mittel und ein Management-Team, das Saab weiter global vertreiben möchte.

Die Entschlossenheit Spykers spiegelt bereits das Firmen-Motto wider: Nulla Tenaci Invia Est Via. Ins Deutsche übersetzt heißt es: Für die Hartnäckigen ist kein Weg unpassierbar.

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20.12.2009

Sehr Schade um Saab

20.12.2009

Der holländische Sportwagen-Hersteller Spyker gibt mit seinen russischen sowie arabischen Eignern die Übernahme und damit Rettung von Saab noch nicht auf. Am vergangenen Freitag verkündete die Konzern-Mutter General Motors (GM) das entgültige Aus von Saab, nachdem die Verkaufsverhandlungen mit den zuletzt als Bietern übrig gebliebenen Holländern scheiterten. Spyker schickte heute ein überarbeitetes Angebot an GM, das die Hürden und Bedenken der vorausgegangenen Gespräche beseitigen soll.

[IMG=Spyker Saab]https://www.speedheads.de/artikelbilder/2009/Logo_Spyker_Saab_1.jpg[/IMG]
Laut Victor R-. Muller, CEO von Spyker, habe GM die Deadline über die Entscheidung von Saab ursprünglich auf den 31. Dezember 2009 gesetzt. Daher möchte man die Chance nutzen, doch noch die schwedische Traditionsmarke zu übernehmen. Das neue Angebot habe die volle Unterstützung des Saab-Managements und ist bis zum 21. Dezember 5 pm (Eastern Standard Time) gültig, d. h. bei uns wäre es dann 23.00 Uhr. Darüber hinaus betonte Muller, ohne ins Detail zu gehen, dass die neue Offerte nicht mehr von einer Kreditzusage der Europäischen Investment Bank (EIB) bis zum Jahresende abhänge. Wir erinnern uns: Die schwedische Supersportwagen-Marke Koenigsegg mit einem Konsortium, dem private Investoren angehören, wollte Saab ebenfalls übernehmen, stieg dann aber aus. Genaue Gründe für den plötzlich geplatzten Deal gaben weder Koenigsegg noch GM an. Es könnte aber daran gescheitert sein, dass Koenigsegg nicht den erhofften Kredit der europäischen Investment Bank (IEB) von rund 600 Millionen US-Dollar, das sind aktuell umgerechnet rund 400 Millionen Euro, erhielt. Spyker begründet seine Bemühungen, Saab zu retten: Es handele sich bei Saab um eine Ikone und Spyker würde sich geehrt fühlen, diese führen zu dürfen. Ferner möchten die Holländer die Arbeitsplätze und den Lebensunterhalt Tausender loyaler Saab-Mitarbeiter, Zulieferer und Händler retten. Rund 1.500.000 Saabs sollen heute noch auf den Straßen unterwegs sein und deren Besitzer würden das Überleben „ihrer“ Marke sehr begrüßen. Das klingt schon fast nach einer Marketing-Hymne, um etliche Saab-Sympathisanten zu mobilisieren und Spyker zu unterstützen. Sowohl Spyker als auch Saab würden voneinander profitieren. So erhielten die Holländer ein starkes globales Vertriebsnetzwerk, das aus nicht weniger als 1.100 Händlern besteht. Dazu kämen modernste Produktionsstätten, engagierte Arbeitskräfte und beste Ressourcen bei Technik, Beschaffung sowie Forschung und Entwicklung. Saab erhielte die dringend zum Weiterbestehen benötigten finanziellen Mittel und ein Management-Team, das Saab weiter global vertreiben möchte. Die Entschlossenheit Spykers spiegelt bereits das Firmen-Motto wider: Nulla Tenaci Invia Est Via. Ins Deutsche übersetzt heißt es: Für die Hartnäckigen ist kein Weg unpassierbar.

09.01.2010

Der Geschäftsbetrieb von Saab wird eingestellt. Zur Überwachung der geordneten Abwicklung wählte General Motors (GM) das Beratungsunternehmen AlixPartners. Darüber hinaus wurde bei den Behörden in Schweden beantragt, diese Wahl offiziell zu bestätigen. Eine derartige Aufsichtsfunktion wird in Schweden im Interesse der Anteilseigner in derartigen Fällen häufig genutzt. Es gibt für Saab auch einen Funken Hoffnung; denn GM liegen mehrere Last-Minute-Kaufangebote vor, angeblich auch von Formel-1-Boss Bernie Ecclestone. Es soll einige Monate dauern, bis die Geschäftstätigkeit des insolventen schwedischen Autoherstellers eingestellt ist. In diesem Prozess möchte GM einen angemessenen Schutz von Mitarbeitern, Händlern und Zulieferern sicherstellen. Von der Saab-Schließung betroffen wären rund 3.400 Arbeitsplätze und 1.100 Händler. Wie bereits früher angekündigt, erhielten die Saab-Kunden die Zusicherung, dass Fahrzeug-Garantien auch weiterhin gelten und erfüllt werden. Auch der Kundendienst und die Teileversorgung sind gesichert. GM bestätigte ferner, dass für Saab in letzter Minute mehrere Angebote eingegangen sind und diese nun gründlich geprüft werden. Diese Evaluierung ist durch die Ernennung von AlexisPartners nicht betroffen. Neben dem niederländischen Sportwagen-Hersteller mit einer überarbeiteten Offerte interessiert sich, so berichtete BBC, Formel-1-Chef Bernie Ecclestone mit der luxemburgischen Investmentfirma Genii Capital für Saab. Im Dezember 2009 erwarb Genii bereits eine Beteiligung am Renn-Team von Renault und sicherte den Franzosen somit den Verbleib in der Formel 1.

27.01.2010

Der 26. Januar 2010 dürfte für Saab in die Historie eingehen: General Motors (GM) verkauft in letzter Minute den insolventen schwedischen Automobilhersteller an den holländischen Sportwagen-Hersteller Spyker mit seinen schwerreichen Eignern im Hintergrund. Spyker gab bekannt, dass die Zukunft von Saab als eigenständiges Unternehmen gesichert sei. Der neue Unternehmensname soll „Saab Spyker Automobiles“ lauten.

[IMG=Saab Spyker Automobiles General Motors GM]https://www.speedheads.de/artikelbilder/2010/Saab_Logo_1.jpg[/IMG]
Viel Zeit blieb nicht mehr, Saab zu verkaufen; denn die geordnete Abwicklung zur Einstellung des Geschäftsbetriebes des insolventen schwedischen Autobauers war bereits organisiert. Der Verkauf nach einer wochenlangen Zitterpartie rettet 3.400 Saab-Mitarbeitern und 1.100 Saab-Händlern die Lebensgrundlage. Ebenso atmen etliche Zulieferer auf. Auch die Fahrer der rund 1.500.000 Saabs, die heute noch auf den Straßen unterwegs sind, dürften das Überleben „ihrer“ Marke feiern. Was aus den Verhandlungsgesprächen bekannt ist: Die Europäische Investment Bank (EIB) stellt einen Kredit in Höhe von 400 Millionen Euro bereit, für den die schwedische Regierung bürgt. Spyker erwirbt von Investering Saab Automobile AB, einer GM-Tochtergesellschaft, alle Stammaktien am Kapital der Saab Automobile AB (Saab) zu einem Kaufpreis von 74 Millionen US-Dollar (derzeit ca. 52,6 Millionen Euro). Nach Abschluss der Transaktionen - die letzte Rate ist für Juli 2010 anvisiert - wird GM Vorzugsaktien am Gesamtkapital von Saab in Höhe von 326 Millionen US-Dollar erhalten (aktuell rund 231,6 Millionen Euro), was weniger als 1 Prozent der Stimmrechte entspricht, aber verdeutlicht, dass GM nach wie vor mit Saab verflochten sein wird. Saab geht als komplette Einheit mit allen Rechten, Marken Produktionsanlagen und der Infrastruktur an Spyker. Der Verkauf der Technologie des Saab 9-3 (Modell vor 2003) und des neuen 9-5 an den chinesischen Automobil-Hersteller Beijing Automotive Industry Holdings Co. Ltd. (BAIC) im Dezember 2009 soll keinen Einfluss auf den Geschäftsbetrieb von Saab haben. Jedoch nur die Technologie verkauft, konnte die Produktion des neuen Saab 9-5 im schwedischen Trollhättan bereits beginnen. Die Einnahmen von Saab sollen im Jahr 2009 bei 1,0 Milliarden Euro gelegen haben (2008 waren es noch 1,6 Milliarden). Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen belief sich 2009 auf einen Verlust von 400 Millionen Euro. Im Jahre 2008 wird der Verlust mit 300 Millionen Euro beziffert. Insgesamt 39.903 Autos konnte Saab 2009 verkaufen und produzierte neu 20.791 Fahrzeuge. Der Verkauf in 2008 betrug 94.751 Autos gegenüber 89.086 produzierten Einheiten. Die Entschlossenheit Spykers spiegelte bereits das Firmen-Motto wider: Nulla Tenaci Invia Est Via. Ins Deutsche übersetzt heißt es: Für die Hartnäckigen ist kein Weg unpassierbar. Es wäre wünschenswert, wenn die schwedische Traditionsmarke Saab mit Spyker wieder an ihre historischen Erfolge anknüpfen könnte.

27.01.2010

Heillige Sch****! Halleluya! Scheiß die Wand an! Völlig verdient, zum Glück ist Saab nicht untergegangen und hat sich unter die Erde verabschiedet. Wie sagt man so schön: Tot geglaubte leben länger!


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