USD GT-S Passionata: Die exklusive Variante des Ferrari 599 GTB

, 08.08.2008

Ugur Sahin, ein aus der Türkei stammender und in den Niederlanden lebender Designer, stellt mit dem USD GT-S Passionata seine Kreation auf Basis des Ferrari 599 GTB Fiorano vor. Die Reminiszenz an die Ferraris der 1960er-Jahre folgt dem Beispiel klassischer Karosseriebauer, wie z. B. Zagato oder Bertone, die für gutbetuchte Autoenthusiasten Anfang des 20. Jahrhunderts auf dem Chassis von Automobilherstellern eine eigene Karosserie anfertigen ließen, um ein individuelles Automobil zu schaffen.


Beinahe 100 Jahre später gibt es schon ab Werk eine nahezu endlose Auswahl an Fahrzeugdesigns. Falls aber etwas Originelleres gesucht wird, greift man zu den exklusiveren Herstellern. Aufgrund dieser Tatsache ist die Anzahl der Sonderanfertigungen zurückgegangen.

Trotzdem hat man das Gefühl, dass der Drang nach wirklich explosiven Automobilen in den letzten Jahren wieder zunahm. Nicht zuletzt dank moderner Computerprogramme, mit denen ein Designer einen Entwurf bis ins kleinste Detail planen und betrachten kann.


Die virtuelle Technik nutzte auch Ugur Sahin, um aus dem Ferrari 599 GTB Fiorano einen Gran Turismo zu entwerfen, dessen Design klassisch, aber nicht antik wirkt. Eine Eigenschaft, die auch eines der Vorbilder, der von 1961 bis 1964 gebaute Ferrari 250 GTO besaß.

Vergleicht man den Ferrari 250 GTO mit dem USD GTS-Passionata, ließe sich von einem Retro-Design sprechen. Diese Bezeichnung wäre aber beinahe eine Beleidigung für den Entwurf von Ugur Sahin, der zwar die Linien des 250 GTO in die heutige Zeit übertrug, dabei aber gleichzeitig seine eigene Handschrift einbrachte.


Die Parallelen sind durchaus erkennbar, wie zum Beispiel an der tief geduckten Front samt breitem Kühllufteinlass, der langen Motorhaube und dem steil, mit einer Abrisskante endenden Heck. Am Heck des USD GT-S Passionata fällt ferner die lange, schmale Heckscheibe auf, welche von zwei breiten C-Säulen eingefasst wird und die nach hinten abfallende Dachlinien fließend fortführen.

Besonders aus der Heckansicht erkennt man die maskulinen Kotflügel, die das Greenhouse klar vom unteren Teil der Karosserie trennen. Außerdem stechen die vier runden Heckleuchten hervor, welche zusammen mit der gleichen Anzahl an Endrohren das steile Heck dominieren.


Beim Wechsel auf die Seitenansicht fallen die breiten Kotflügel ins Auge, welche durch die großen Fünfspeichenfelgen vollkommen ausgefüllt werden. Markante Luftöffnungen hinter den Vorder- sowie Hinterrädern stellen weitere Hingucker dar; die vorderen sind Auslassöffnungen für die Motorwärme, die hinteren für die Bremsabluft.

Die Gesamtheit der Änderungen sorgt dafür, dass der Passionata wesentlich kompakter als der Technikspender, der Ferrari 599 GTB, auftritt. Noch handelt es sich nur um eine virtuelle Schönheit. Doch falls jemand auf der Suche nach der erwähnten Individualität Gefallen findet, ist eine Herstellung in Handarbeit durchaus möglich. Verdient hätte es dieser Entwurf allemal.

6 Kommentare > Kommentar schreiben

08.08.2008

[QUOTE=Christoph;55065] P.S. habe gar nicht darauf geachtet wer den Bericht geschrieben hat. Gefällt mir sehr gut Aston ;).[/QUOTE] dito, weiter so, das wird was

08.08.2008

@ Turbine Entschuldige du hast recht. Ich dachte erst, dass Design käme mir vom California bekannt vor. Aber es war der 8C. :boing: Dennoch hätte mir ein solches Design (bis auf Kleinigkeiten) beim California schon besser gefallen. Aber das ist ja nunmal Geschmackssache. P.S. habe gar nicht darauf geachtet wer den Bericht geschrieben hat. Gefällt mir sehr gut Aston ;).

08.08.2008

[B]Schaut doch ganz gut aus[/B]. Und wenn wer einen 599GTB zu viel hat, warum auch nicht...

08.08.2008

Hat ein bisschen was vom Alfa Romeo 8C, gefällt mir aber dennoch! Soweit zu gehen und vom besseren California sprechen, würde ich nicht gehen, da liegen doch Welten dazwischen!

08.08.2008

Also mit einigen Änderungen würde ich sagen, dass ist der bessere California. Die classischen Linien gefallen mir recht gut. Wie gesagt an manchen stellen passt das Design irgendwie nicht (ich finde das Heck irgendwei komisch). Aber im großen und ganzen ist das eine sehr gute Umsetzung.

08.08.2008

Für mich sieht der eher nach nem TVR aus, als nach mem Ferrari. Schön geschrieben


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