Gebrauchtwagenkauf: Von der Suche bis zum Kaufabschluss

, 15.03.2013

Einen Gebrauchtwagenkauf sollte man in jedem Fall gut planen. Leider gibt es heutzutage viel zu viele Händler die einen täuschen und ihr gebrauchtes Auto über dem eigentlichen Wert verkaufen möchten. Hier ein paar Dinge, die man beim Suchen, Besichtigen, Probefahren und Kaufen beachten sollte.

1. Das beste Gebrauchtwagen-Angebot finden

Bei den vielen Händler- und Privatinseraten kann man schnell den Überblick verlieren. Als erstes sollte man sich Gedanken machen, welchen Fahrzeugtyp man erwerben möchte. Sollte es ein Kombi, eine Limousine, ein kleines oder großes Auto sein? Welche Ausstattung ist wichtig? Diesel oder Benziner? Der nächste Schritt sollte das Festlegen des Preisrahmens sein. Ein Tipp: Falls das Fahrzeug finanziert wird, sollte man nicht mehr als fünfzehn Prozent des Einkommens für die Rate einplanen. Die Internetbörsen bieten heutzutage die größte Auswahl an Gebrauchtwagen, wie mobile.de oder autoscout24. Vorsichtig sollte man bei sehr günstigen Angeboten sein. Hier könnte ein Betrug dahinterstecken.

Für einen Kleinwagen wie den Fiat 500 beispielsweise bekommt man sehr viel für wenig Geld - wie bei Autoplenum gesehen. Möchte man mehr Platz, bietet sich der Golf von Volkswagen an. Da es seit kurzem die siebte Generation zu kaufen gibt, findet man auf dem Gebrauchtwagenmarkt preiswerte Angebote für den Golf 6. Vergleichen Sie die Angebote der unterschiedlichen Inserate und Gebrauchtwagenplattformen!

2. Den Gebrauchtwagen inspizieren

Die Besichtigung des Fahrzeuges ist entscheidend. Jetzt kommt ans Licht, ob der gebrauchte Wagen wirklich das hält, was die Annonce versprochen hat. Das äußere Erscheinungsbild verrät viel über den Fahrzeugzustand. Für die Inspektion muss man kein Profi sein. Man sollte besonders auf Rost, Dellen und Lackschäden achten. Wenn es im Innenraum muffig riecht, dann kann es an den Undichtigkeiten der Karosserie liegen. Das Überprüfen von Öl und Wasserpegel sollte nicht vergessen werden. Denn stimmen die Werte nicht, ist das ein Hinweis darauf, dass es der Vorbesitzer mit der Wartung nicht so genau nahm. Geringe Flüssigkeitsstände sowie brüchige Kabel bzw. Schläuche im Motorraum sind oft ein Zeichen, dass der Motor defekt ist.

Weiterhin sollte man die Reifen auf starken Verschleiß inspizieren. Sind die Profilblöcke nicht rundherum gleichmäßig abgefahren, liegt das meist an defekte Radlager oder Achsenaufhängungen. Unfallschäden können leicht mit bloßem Auge identifiziert werden: zum Beispiel stumpfe Stellen, Farbläufer, Lackspuren an Kunststoffteilen oder unterschiedliche Spaltmaße an Türen, Kotflügeln und Heckklappe.

3. Probefahren

Für eine Probefahrt sollte man sich mindestens 30 Minuten Zeit nehmen. Ein gutes Zeichen ist es, wenn die Maschine zügig anspringt und die Kontrolllampen innerhalb weniger Sekunden erlöschen. Läuft der Motor, sollte man noch einmal aussteigen und die Funktion der Scheinwerfer, Blinker und Bremsleuchten überprüfen. Wichtig ist auch darauf zu achten, wie das Auto beschleunigt und ob der Gangwechsel flüssig läuft. Ausgeleierte Stoßdämpfer und beschädigte Achslager müssten während der Fahrt gut zu hören sein. Außerdem Funktionen wie Klimaanlage, Radio, Fensterheber, Hupe, Scheibenwischer und Gebläse unbedingt testen.

Auf einer möglichst geraden Straße sollte man kurz die Hände vom Steuer nehmen, um die Spur des Fahrzeuges zu bestimmen. Unfallschäden beispielsweise können eine verzogene Spur verursachen. Anschließend kann das Funktionieren der Bremsen überprüft werden. Zuletzt ist es ratsam die Lenkung bei langsamer Fahrt zu checken. Schlechte Anzeichen sind, wenn sie bei Volleinschlägen Geräusche von sich gibt oder zu viel Spiel hat.

4. Kaufabschluss

Ist man sich mit dem Verkäufer einig, geht es an den Kaufvertrag. Fahrzeugschein und -brief müssen bei einem angemeldeten Auto vorliegen und verglichen werden. Ist der Verkäufer nicht identisch mit dem aktuellen Fahrzeughalter, könnte es sich um einen gestohlenen Wagen handeln - außer der Verkäufer besitzt eine Vollmacht des Eigentümers. Wichtig ist auch die Fahrzeug-Identifikations-Nummer (im Motorraum): Diese muss gleich der Nummer in der Zulassungsbescheinigung sein und im Kaufvertrag stehen. Für eine Neuzulassung benötigt man zudem noch den Bericht der letzten Hauptuntersuchung.

Unbedingt erforderlich ist ein Kaufvertrag in schriftlicher Form. Musterverträge findet man beim ADAC und den führenden Online-Fahrzeugmärkten. Bei der Zahlungsmethode hat sich die Barzahlung bei Übergabe bewährt. Man sollte nur niemals im Voraus zahlen. Denn die Zahl der Betrüger auf dem Automarkt wird leider immer größer.

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