Cadillac BLS Wagon 1,9 TiD - Der Ami aus Schweden im Test

, 19.08.2008


Cadillac – dieser Name verursacht bei manch einem schon Gänsehaut – baut einen Kombi. Rumms! Aufgewacht? Cadillac, die große Marke. Präsidentenlimo. Cadillac, die Automarke, die in einem Zug mit Elvis Presley genannt wird, baut einen Kombi mit Frontantrieb.

Na gut, was soll der amerikanische Edelhersteller auch machen? Einen perfekten Ami SUV besitzen sie ja schon seit einem guten Jahrzehnt. Der Escalade ist nach wie vor der König in den USA. Doch auch in Europa möchte Cadillac Fuß fassen. Nur kann man hier mit einem saufenden übergewichtigen auf 170 km/h limitierten SUV nicht viel anfangen. Kombigeschädigt wie wir in der Mittelklasse so sind, kommt der BLS Wagon also gar nicht mal so unpassend daher. Gebaut wird der Ami in Schweden, genauer gesagt teilt er sich die Plattform mit dem Saab 9-3.

Typisch kantige Cadillac-Linie und hochwertiges Interieur

In der Front präsentiert sich die typisch kantige Cadillac-Linie. Voller Stolz präsentiert sich das Logo auf dem wuchtigen Grill. Die Seitenline mit ihren verdunkelten Fenstern wirkt keilförmig und hart im Schnitt. Das ist in Zeiten von immer „rundgelutschteren“ Kombis durchaus wohlwollend gemeint. Im Heckbereich lugen zwei verchromte Endrohre hervor. Mit 419 Litern und 1.273 Litern bei umgeklappten Sitzen bewegt sich das Kofferraumvolumen des BLS Wagon zwar im Mittelfeld, aber durch seinen hohen Dachhimmel kann er punkten.

Das erste, was auf der Einführungsfahrt auffällt, ist die perfekte Abdämmung. Der Diesel hat kaum eine akustische Chance den Fahrer zu erreichen. Allenfalls im kalten Zustand und beim Beschleunigen wird einem der Nagelfaktor wie vor die Ohren geführt. Das Fahrwerk ist straff und doch reisetauglich gefedert – hier gibt es nichts zu meckern. Auch nach mehreren hundert Kilometern fühlt man sich hier sicher aufgehoben. Dafür spricht auch das angenehme und hochwertig verarbeitete Interieur.

Die „Luxury“-Ausstattung lässt auch nicht mit sich lumpen. Hier gibt es alles, was die verwöhnte Seele braucht. Die Ledersitze bieten genug Seitenhalt, das Cockpit wirkt sauber und aufgeräumt, alles sitzt an seinem Platz und ist schnell zu erreichen. Wer sich das Navi inklusive sattem Bose-Sound-System dazu gönnt, hat ein vergleichsweise preiswertes Angebot als Alternative zu Audi, Mercedes oder BMW gefunden.

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