Hyundai Veloster Turbo Test: Der Extra-Wums für den großen Sport

, 26.09.2013


Vielfach unterschätzt, tritt der Hyundai Veloster mit einem Turbo aus seinem Schattendasein als City-Coupé heraus. Dank 186 PS soll der kompakte Koreaner zu einem spritzigen Sportler mit großem Spaßfaktor avancieren. Das alles ohne viel Tamtam zu einem erschwinglichen Preis. Wir testeten den neuen Veloster Turbo in Kurvenrevieren, um zu sehen, wie sich der Hyundai Veloster Turbo auf der Straße im harten Einsatz erleben lässt und wie groß der Fahrspaß ist.

Um nicht nur als Stadtflitzer zu glänzen, sondern auch passionierte Autoenthusiasten anzusprechen, die mit dem Kleinen richtig Spaß haben möchten, verpasste Hyundai dem Veloster Turbo ein 1,6 Liter großes Vierzylinder-Triebwerk mit 186 PS bei 5.500 Touren - ein deutlicher Leistungssprung gegenüber dem herkömmlichen Veloster mit 140 PS. Das maximale Drehmoment von 265 Nm liegt derweil von 1.500 bis 4.500 U/min an.

Genau dieser Power-Zuwachs sorgt für den emotional aufgeladenen Spaß außerhalb der Stadt: Richtig spritzig von unten heraus, geht der Veloster Turbo dank eines früh und lang anliegenden maximalen Drehmomentes zur Sache und weiß mit Elan aus Kurven herauszubeschleunigen. Der Spurt von 0 auf Tempo 100 dauert in Kombination mit dem knackig zu schaltenden 6-Gang-Handschaltgetriebe 8,4 Sekunden, der für Überholmanöver und Zwischenspurts noch interessantere Wert von 60 auf 100 km/h beträgt nur 5,5 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit gibt Hyundai mit 214 km/h an.

Lesen sich die Performance-Werte für Geraden erst einmal nicht so imposant, giert der Hyundai Veloster Turbo geradezu nach Kurven und beeindruckt dort mit seiner Agilität: Gas geben, die Kurve anfahren, abbremsen, runterschalten und erneut beschleunigen - beim dynamischen Kurvenvergnügen lässt sich der Hyundai Veloster Turbo erfreulich leicht beherrschen und zaubert dem Fahrer ein großes Grinsen ins Gesicht. Zum Charakter des Fahrzeuges passt ebenso das sportlich-straffe Fahrwerk, so dass nur wenig Seitenneigung auftritt, was den überzeugenden Auftritt weiter unterstreicht.

Mehr Power würde dem Motor dennoch nicht schaden, der seinen Dienst absolut souverän verrichtet, aber mit einem Plus an Power noch das gewisse Quäntchen Wildheit erhalten würde. Stark auf Kurvenreviere ausgerichtet, möchte der Fahrer auch auf Geraden durchstarten und auf der Autobahn etwas flotter vorankommen als nur mit 214 km/h. Die Leistung entfaltet sich dabei jedoch so sauber und linear, dass noch nicht einmal ein Turboloch zu spüren ist, so dass ich fast den Wums beim Einsetzen des Laders vermisse.

Das Beschleunigen auf schlechtem Untergrund unterstützt eine Traktionskontrolle, während das Lenkrad gut in der Hand liegt und die Sitze besten Seitenhalt bieten. Die direkte Lenkung spricht beim Kurvenwildern präzise an, so dass der Fahrer den Veloster Turbo zielgenau zu positionieren vermag - bei niedrigeren Geschwindigkeiten wie etwa beim Einparken oder Rangieren fällt die elektrische Servolenkung wiederum angenehm leichtgängig aus.

Erst spät fängt das Coupé an, zu untersteuern, so dass der Veloster Turbo mit entsprechender Speed die Kurven durchfahren kann, während sich die standfesten Bremsen gut dosieren lassen. Sollte es der Fahrer dennoch übertreiben, wirken die elektronische Stabilitätskontrolle (ESC) und das fahrdynamische Stabilitätsmanagement (VSM) dem Ausbrechen des Veloster Turbos entgegen.

Auftritt: Vollgas auch beim Design

Optisch weiß sich der Hyundai Veloster Turbo ebenfalls in Szene zu setzen. Das markante Design fällt im Zusammenspiel mit der peppigen Lackierung namens „Vitamin C“ im Straßenbild sofort auf. Mit seinem weit aufgerissenen Schlund möchte der kleine Veloster den Asphalt geradezu aufsaugen und zeigt dies mit einer großen Portion Selbstbewusstsein. Weitere Akzente setzen an der Front unter anderem eine zusätzliche schwarze Spoilerlippe und Nebelscheinwerfer.

Für einen dynamischen Auftritt sorgen im Zusammenspiel der lange Radstand von 2,650 Metern, die hohe Gürtellinie mit niedrigem Dachaufbau, die besonders betonten Radläufe und die geringen Karosserieüberhänge. Hinzu kommt ein eigenständiges Design für die markanten 18-Zoll-Leichtmetallfelgen. Ein Blick auf das stämmige Heck mit dem großen Diffusor weist den leistungsstärksten Veloster aus: Rund statt eckig sind die beiden mittig angeordneten Auspuffrohre, und ähnlich wie die Pendants an der Front ergänzen runde Nebelschlussleuchten das Erscheinungsbild von hinten.

Individuelle Design-Lösungen sorgen darüber hinaus bei der Turbo-Variante für die Extra-Schärfe, durch die der kleine Sportler zu einem echten Hingucker avanciert. Prägt beispielsweise den Kühlergrill in der schwächeren Ausgabe eine in Wagenfarbe lackierte Querspange, setzt der Veloster Turbo ganz auf sportliches Schwarz und verzichtet zudem auf den Träger von Logo und Kennzeichen: Beide sind direkt innerhalb des sechseckigen Kühlers angebracht.

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