Skoda Rapid Spaceback Style Test: Käufer dürfen sich die Hände reiben

, 19.05.2014


Das klar strukturierte und sich selbsterklärende Cockpit ist angenehm nur mit dem Nötigsten ausgestattet. Alles lässt sich einfach verstehen und intuitiv bedienen. Die Skalen der Instrumente führte Skoda groß aus, so dass der Fahrer diese bestens ablesen kann. Ebenso wohltuend: kein Rappeln und kein Klappern im Innenraum. Die Sicht nach vorne fällt gut aus, nach hinten erweist sich diese leider als stark eingeschränkt. Doch serienmäßig gibt es bereits ab der „Ambition“-Linie Parksensoren hinten.

Sogar ein Radio mit CD-Spieler und einer Abspielfunktion für MP3-Musikdateien auf CD gibt es beim Skoda Rapid Spaceback bereits in der Basis serienmäßig. In unserem Testwagen verbaute Skoda das für nur 990 Euro erhältliche, einfach zu bedienende Radio-Navigationssystem „Amudsen+“ mit einem 5 Zoll großen Touchscreen, integriertem Kartenmaterial für Westeuropa, CD-Spieler, SD-Speicherkartenslot direkt am Gerät und In-Line-Audioanschluss. Ein USB-Anschluss befindet sich selbstverständlich ebenfalls an Bord. Hilfreich auf unbekannten Strecken ist die Verkehrszeichenerkennung, die Tempolimits im Display der aktiven Navigation anzeigt.

Ab der „Ambition“-Linie integriert Skoda serienmäßig beim Rapid Spaßeback zentral in den Instrumenten die Multifunktionsanzeige des erweiterten Bordcomputers, der neben Uhrzeit, Außentemperatur momentanem und durchschnittlichem Verbrauch ebenfalls die Kraftstoffreichweite, Fahrtstrecke, Durchschnittsgeschwindigkeit, Informationen von Radio sowie Navigation und mehr anzeigt.

Kofferraum: Da verblasst selbst der VW Golf

Viel Platz bietet der Kofferraum mit 415 Litern Ladevolumen. Bei umgeklappten Rücksitzlehnen erhöht sich das maximale Kofferraumvolumen auf satte 1.380 Liter. Dank der Durchlademöglichkeit in der hinteren Mittelarmlehne ist auch die Mitnahme von längeren Gegenständen problemlos möglich. Da kann selbst der VW Golf nicht mithalten, der lediglich auf 380 Liter beziehungsweise 1.380 Liter Ladevolumen mit umgeklappten Rücksitzlehnen kommt. Beim Hyundai i30 sind es zum Vergleich 378 Liter/1.316 Liter, beim Mazda3 Schrägheck 364 Liter/1.263 Liter und beim Honda Civic 477 Liter/1.378 Liter.

Die weit aufschwingende Heckklappe und die relativ niedrige Ladekante erleichtern das Beladen. Mit einer komplett ebenen Ladefläche bei umgelegten Rücksitzen könnte der ansonsten großzügige Kofferraum noch mehr punkten.

Doch der Skoda Rapid Spaceback weiß, mit Cleverness noch etwas draufzulegen: Das kompakte Kurzheck-Modell verfügt im Kofferraum über einen doppelten Ladeboden. Damit lässt sich der Kofferraum in zwei horizontale Ebenen einteilen. Es ist ferner möglich, den Ladeboden zum einfacheren Be- und Entladen in angehobener Position in Schräglage zu fixieren. Simple Idee, große Wirkung: Will man den Kofferraum ohne Unterteilung nutzen, versenkt man den Boden einfach in die untere Position. Die Hutablage lässt sich, falls nötig, einfach vertikal hinter der Rücksitzbank versenken.

Praktisch: Der auf den ersten Blick wie ein herkömmlicher Teppichboden aussehende Bodenbelag lässt sich umdrehen und gibt dann eine gummibeschichtete, schmutzabweisende Fläche preis, die sich hervorragend für schmutzige Ladegüter oder verdreckte Schuhe nach einem Ausflug in den Wald eignet. Taschenhaken, Ablageflächen seitlich hinter den Radhäusern und praktische Netze an den Seiten und für den Boden runden die Ausstattung unseres Testwagens gelungen ab.

Im Innenraum verschenkt Skoda ebenfalls keinen Millimeter. Die großen Ablagefächer in beiden Vordertüren bieten Flaschenhalter für je eine 1,5-Liter-PET-Flasche. Hinten lässt sich in der Mittelkonsole eine 1,5-Liter-PET-Flasche mitführen. In die Ablagefächer beider Fondtüren passt darüber hinaus eine 0,5-Liter-PET-Flasche. Die Mittelarmlehne hinten dient wahlweise als komfortable Ablage oder als sicherer Getränkehalter. Zusätzlich verteilte Ablagen und Sitztaschen erhöhen den praktischen Charakter.

Der Kunde erhält viel Auto für sein Geld

Bereits die Basis zu Preisen ab nur 14.990 Euro besitzt serienmäßig unter anderem elektrische Fensterheber vorne, eine Zentralverriegelung, eine Servolenkung, ein Musiksystem mit CD-Spieler, Tagfahrlicht und für die Sicherheit das Antiblockiersystem (ABS), eine elektronische Stabilitätskontrolle (ESC) mit elektronischer Differenzialsperre, eine Antriebsschlupfregelung (ASR), Fahrer-, Beifahrer-, Kopf- und Seitenairbags sowie eine Isofix-Vorbereitung für Kindersitze.

Bereits in der mittleren Ausstattungslinie „Ambition“ zu Preisen ab 17.250 Euro kommen beispielsweise getönte Scheiben, eine Klimaanlage, eine Multifunktionsanzeige, lackierte Außenspiegelgehäuse und Türaußengriffe, eine Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, ein 3-Speicher-Lederlenkrad sowie Schalt- und Handbremshebel mit Lederelementen, elektrische Fensterheber hinten, eine Einparkhilfe hinten, eine Geschwindigkeitsregelanlage, Nebelscheinwerfer und vieles mehr hinzu.

Den ab 18.990 Euro erhältlichen Rapid Spaceback Elegance wertet Skoda durch ein „Chrom-Paket“ mit attraktiven Chrom-Elementen im Interieur, ein klimatisierbares Handschuhfach, beheizbare Vordersitze sowie beheizte Scheibenwaschdüsen auf.

Fazit:

Das ist eine klare Ansage: Der Skoda Rapid Spaceback Style warf sich zum attraktiven Preis richtig in Schale, um als Schrägheckmodell die Golf-Klasse aufzumischen. Bereits in der „Ambition“-Ausstattungslinie sehr gut ausgestattet und mit dem 105 PS starken 1,2-Liter-Benziner für den Alltag bestens motorisiert, gibt es den geräumigen Skoda Rapid Spaceback Style unter 20.000 Euro. An die gehobene Premium-Ausstattung des VW Golf kommt der Rapid Spaceback nicht heran. Dafür setzt Volkswagen über seine Tochter Skoda den preisbewussten Asiaten einen starken Gegner ins hart umkämpfte Revier.


Technische Daten Skoda Rapid 1.2 TSI Green tec Elegance:

Antriebsart: Frontantrieb | Hubraum: 1.197 cm³ | Leistung: 77 kW/105 PS | Drehmoment: 175 Nm bei 1.550-4.100 U/min | Vmax: 195 km/h | Beschleunigung 0-100 km/h: 10,3 Sekunden | Durchschnittsverbrauch: 5,0 l/100 km | CO2-Emission: 116 g/km | Preis: ab 20.490 EUR

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