Toyota Auris Touring Sports Hybrid Test: Das sparsame Ladewunder

, 23.01.2014


Knausern kann so schön sein: Dieser Kombi ist wirklich sparsam

Lautlos rollt der Toyota Auris Touring Sports Hybrid nach dem Druck auf den Startknopf rein elektrisch angetrieben los. Seine Effizienz erzielt der Toyota jedoch keineswegs durch große, elektrische Reichweiten, sondern durch die intelligente Kooperation beider Antriebe - und dies beherrscht durch eine langjährige Erfahrung derzeit kaum einer so gut wie Toyota.

Gemeinsam leisten der 1,8 Liter große VVT-i-Benzinmotor und der 60 kW/82 PS starke Elektromotor, die das Auto je nach Fahrsituation einzeln oder gemeinsam antreiben, maximal 136 PS Systemleistung. Damit beschleunigt der Auris Touring Sports Hybrid in 11,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht so eine Höchstgeschwindigkeit von 179 km/h. Die dynamischere Fahrweise unterstützt beim Auris Touring Sports Hybrid der seinen Namen jetzt tatsächlich verdienende „Power“-Modus.

Das Zusammenspiel zwischen Benziner und Elektromotor funktioniert völlig ruckfrei, was insbesondere in der Stadt positiv auffällt. Der wechselnde Einsatz erfolgt dabei immer im Hinblick auf einen minimalen Verbrauch und Fahrspaß. Toyota legte seinen Hybrid-Antrieb so aus, dass sich der Benziner im Stadtbetrieb möglichst selten zuschaltet. Wer möchte, kann den rein elektrischen EV-Modus dennoch manuell über einen Schalter in der Mittelkonsole vorwählen. Die Höchstgeschwindigkeit liegt in diesem Fahrmodus bei etwa 50 km/h, die Reichweite beträgt je nach Fahrsituation und Batterieladung bis zu zwei Kilometern.

Toyota gibt den durchschnittlichen Verbrauch für die gehobene „Executive“-Ausstattung mit 17-Zoll-Felgen im Idealfall mit nur 4,0 Litern pro 100 Kilometer an, während die CO2-Emissionen lediglich 92 g/km betragen. Knausern kann so schön sein: Wer es darauf anlegt, vermag den Auris Touring Sports Hybrid in der Tat sehr sparsam zu bewegen. Dies ist jedoch immer abhängig vom konsequenten Verhalten des Fahrers, der sanft Gas geben muss und beispielsweise auch vorausschauend bei Ampeln früh bremst, damit möglichst viel Energie in die Batterie zurückfließen kann, statt eine späte Vollbremsung hinzulegen. Wir kamen auf einen durchschnittlichen Spritverbrauch von nur 4,7 Litern pro 100 Kilometer.

Tipps zum spritsparenden Hybrid-Fahren

Auf langen, geraden Straßen lässt sich der Benzinmotor bis zu einer Geschwindigkeit von ca. 80 km/h durch kurzes und leichtes Bremsen ausschalten, um dann rein elektrisch fahren zu können. Die Stellung „B“ des Schalthebels ermöglicht derweil, die Fahrzeuggeschwindigkeit bei Bergabfahrten oder vorausschauend beim Annähern an eine rote Ampel mittels Einsatz der Motorbremse zu kontrollieren und dabei eine maximale Energierückgewinnung zu erreichen.

Zum Spritsparen trägt ebenfalls der „Eco“-Modus bei, wobei der Benziner noch zurückhaltender auf die Gasbefehle reagiert und die Klimaautomatik verbrauchsoptimierter arbeitet. Da alleine der Elektromotor 60 kW/82 PS und ein maximales Drehmoment von 207 Nm bereits vom Stand weg stellt, weiß der Toyota Auris Touring Sports Hybrid rein elektrisch gut anzufahren und ist in der City flott unterwegs.

Bei gemächlicher Fahrweise hält sich der Verbrennungsmotor in puncto Geräuschkulisse erfreulich zurück. Wenn der Fahrer allerdings beherzt auf das Gaspedal drückt und der gemeinsame Vortrieb von Benziner und Elektromotor erfolgt, dreht das stufenlose CVT-Automatikgetriebe den Motor schnell hoch, der dann zunehmend lauter wird. Auf der anderen Seite ermöglicht das CVT-Getriebe über einen weiten Geschwindigkeitsbereich das Fahren mit niedrigen Drehzahlen, was den Spritverbrauch senkt.

Um den bei vielen Hybrid-Fahrzeugen durch das automatische CVT-Getriebe vorhandenen „Gummibandeffekt“ (nach dem Tritt auf das Gaspedal jault der Motor auf und der Vortrieb setzt erst später ein) zu umgehen, braucht der Fahrer das Gaspedal nicht ganz durchzudrücken, so dass die Motordrehzahl langsamer beziehungsweise linear zur Geschwindigkeit ansteigt und so ein natürlicheres Fahrgefühl beim Beschleunigen vermittelt.

Nicht nur „Sports“ im Namen: Der Hybrid-Kombi kann es auch agil

Der Toyota Auris Touring Sports Hybrid bereitet nicht nur in der Stadt mit seinem komfortablen und zugleich dynamischen Fahrerlebnis viel Freude beim Fahren; er lässt sich auch ohne Bedenken in die Berge mit vielen Kurven entführen. Dabei überzeugt der Auris Touring Sports Hybrid durch sein leicht beherrschbares Fahrverhalten und die reduzierte Wankneigung dank eines auf Fahrspaß getrimmten Fahrwerkes.

Sollte es der Fahrer bei dynamischer Kurvenfahrt übertreiben, hält die elektronische Stabilitätskontrolle VSC den Hybrid-Kombi sicher auf Kurs, während eine Antriebsschlupfregelung dafür sorgt, dass die Räder bei feuchtem Grund nicht den Grip verlieren. Die Sicherheitsausstattung umfasst außerdem das Antiblockiersystem ABS mit der elektronischen Bremskraftverteilung EBD und einen Bremsassistenten. Assistenz-Systeme wie ein Spurhalte-Assistent, ein Notbrems-Assistent oder ein Totwinkel-Assistent sind für den Toyota Auris Touring Sports Hybrid nicht erhältlich.

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