VW Polo SUV 2016: Noch ein Bestseller mit Verzögerung?

, 04.08.2014

Erneut könnte VW ein Feld gewaltig von hinten aufrollen: Wie schon bei Modellen wie dem Familien-Van Touran oder dem Kompakt-SUV Tiguan besetzen die Wolfsburger auch die boomende Marktnische der kleinen SUV relativ spät. Im Falle des VW Polo SUV könnte jedoch abermals der Effekt eintreten, dass mit deutlicher Verzögerung ein absoluter Bestseller die Szene betritt. Der kleine Allrounder auf Polo-Basis wird dies ab 2016 versuchen und erhält bis dahin einen eigenständigen Namen. Angesiedelt sein soll der Mini-SUV zwischen dem Tiguan und dem künftigen VW Taigun.

Auf Basis des modularen Querbaukastens (MQB) soll der Polo SUV mit 4,18 Metern genau 25 Zentimeter kürzer sein als sein größerer Markenbruder Tiguan. Die Aufreihung von Taigun über Polo-SUV bis hin zu Tiguan und Touareg zeigt, wie ernst es Volkswagen mit dem immer beliebteren SUV-Segment meint, das besonders in der Polo-Klasse derzeit enorm zulegt. Der große Erfolg des 10 Zentimeter kürzeren Opel Mokka zeigt zum Beispiel, welch enormes Potenzial in diesem hart umkämpften Segment steckt. Weitere Rivalen für den Neuling aus Wolfsburg: Nissan Juke, Peugeot 2008 und der nur vier Zentimeter längere Konzernbruder Skoda Yeti.

Im Gegensatz zum Taigun, der ohne Allradantrieb zunächst für den südamerikanischen Markt vorgesehen ist, soll es den auf dem VW Polo basierenden SUV künftig wahlweise mit Front- oder Allradantrieb geben. Das Modell wird einen eigenständigen Namen erhalten, der voraussichtlich nicht mit „T“ beginnen wird und somit aus der Namensgebung anderer SUV von Volkswagen ausschert.

Als Einstiegsmotorisierung dürfte ein Dreizylinder-Turbobenziner mit einem Downsizing-Hubraum von 1.000 cm³ zum Einsatz gelangen. Leistung: etwa 110 PS. Neben weiteren Benzinern - alles ebenfalls Dreizylinder - könnte künftig am oberen Ende der 2,2-Liter-Motor aus dem Golf GTI rangieren, dessen 220 PS locker reichen, um dem Nissan Juke Nismo RS und dem Mini Countryman John Cooper Works Paroli bieten zu können. Optional stehen das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe und zahlreiche Assistenzsysteme auf der Aufpreisliste. Das bei SUV wichtige Diesel-Spektrum soll für den Universal-Polo mit dem 1.4 TDI mit 90 PS beginnen und beim 2.0 TDI mit 150 PS oder 184 PS enden.

Das Design des künftigen Polo-SUV folgt der aktuellen, sehr geradlinigen Formensprache von Volkswagen. Betonte Radhäuser, Seitenschweller und Chromzierleisten unten unterstreichen den Offroad-Charakter des Allrounders. Die Frontscheinwerfer fallen relativ zierlich aus. In der Silhouette des Polo-SUV lässt sich eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Audi Q1 und Q3 nicht leugnen, die beide jedoch auf einer grundsätzlich anderen Plattform basieren.

Zusammen mit neuer Konkurrenz, wie dem Ford EcoSport, werden sich spätestens ab 2016 jede Menge hochkarätiger Klein-SUV tummeln. Der VW Polo-SUV besitzt alleine wegen der technischen Möglichkeiten des Volkswagen-Konzerns gute Chancen, ein weiterer Bestseller aus Wolfsburg mit Verzögerung zu werden. (Ralf Schütze)

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