DTM 2016: Jamie Green will seinen ersten Titel

, 13.02.2016

Nach der Vizemeisterschaft 2015 hofft Audi-Pilot Jamie Green auf den ganz großen Wurf in der neuen Saison: "Haben nur durch viel Pech den Titel nicht geholt"

Mit vier gewonnenen Rennen feierte Jamie Green in der DTM-Saison 2015 zwar die meisten Siege aller Piloten, zum Titel reichte es dennoch nicht. Pech, technische Defekte und Schwächen bei Regenrennen sorgten dafür, dass am Ende Mercedes-Pilot Pascal Wehrlein 19 Punkte mehr auf dem Konto hatte - obwohl ihm zwei Siege weniger gelangen.

Entsprechend hoch ist die Motivation Greens, in der ab Mai beginnenden Saison den letzten Schritt ganz nach vorn zu machen: "Klar ist, dass wir im letzten Jahr ein sehr gutes Auto hatten und nur durch viel Pech nicht den Fahrer- und den Herstellertitel geholt haben. Der Speed hat gestimmt. Wir hoffen, dass das auch in diesem Jahr der Fall sein wird."

Der 33-Jährige kann dabei auf sein gewohntes Umfeld beim Team Rosberg bauen, mit dem er vergangene Saison erfolgreichster Audi-Pilot in der DTM wurde. "Wir sind eine starke, kleine Gruppe, die an sich glaubt und in der alle einander vertrauen. Es ist positiv, dass wir weiter zusammenarbeiten und hoffentlich das gute Momentum aus dem letzten Jahr in die neue Saison mitnehmen."

Während Ingenieure und Mechaniker gleich bleiben, bekommt Green mit dem Franzosen Adrien Tambay einen neuen Teamkollegen an seine Seite. Eine große Umstellung sieht der Brite aber auch darin nicht: "Für mich ändert sich nichts. Wir kennen uns gut und verstehen uns prima. Er ist ein schneller Fahrer und ein Youngster. Ich bin etwas älter und erfahrener. Ich denke, aus der Sicht von Rosberg ist das eine gute Mischung. Das war auch mit Nico (Müller) so."

Nach langer Winterpause hungrig auf Racing

Ende Februar beginnt für Green mit dem ersten Test in Spanien das Unternehmen Angriff auf die Meisterschaft. Zum ersten Mal seit dem Saisonfinale 2015 im Oktober wird er dann wieder im Cockpit seines Audi RS 5 DTM sitzen. Eine lange Zeit, die der Brite dazu nutzte, Energie zu tanken. "Ich finde es sogar gut, im Winter ein paar Monate Abstand zum Racing zu haben. Es gibt dir Zeit, die Akkus aufzuladen und hält dich frisch und motiviert. Wenn es im Mai in Hockenheim wieder losgeht, bin ich bestimmt wieder richtig hungrig auf das Racing", beschreibt er seine Motivation.

Auch wenn über den Winter die technische Entwicklung der Autos eingefroren und das Testen limitiert wurde, hofft Green auf eine Kräfteverschiebung zu seinen Gunsten. "Mercedes kommt mit einer etwas anderen Karosserie. Es besteht also die Möglichkeit, dass sich die Verhältnisse dadurch etwas verschieben", so der Engländer, der auf ein Beispiel aus dem Vorjahr verweist: "Auch vor einem Jahr war die Technik der Autos eingefroren - trotzdem war BMW überraschend langsam, nachdem Marco Wittmann in der Saison zuvor die Meisterschaft gewonnen hatte. Wer hätte damit gerechnet? In der DTM ist einfach nichts garantiert."

Die insgesamt fünf Testtage bis zum Saisonstart am 8. Mai in Hockenheim will der Audi-Pilot nun bestmöglich nutzen. Nach dem ersten Aufgalopp Ende Februar in Monteblanco wird er auch noch am ITR-Test in Hockenheim am Steuer sitzen. "Fünf Tage im Auto vor dem Saisonstart - das ist für DTM-Verhältnisse relativ viel", so Green, der damit beste Voraussetzungen für den Angriff auf den Titel sieht.

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