Gerhard Berger hofft: Neffe Lucas Auer bald in der Formel 1

, 31.07.2016

Ex-Formel-1-Pilot Gerhard Berger glaubt, dass sein Neffe Lucas Auer es in die Königsklasse schaffen kann - Auch Le Mans wäre für ihn eine Alternative

Über fehlendes "Vitamin B" kann sich DTM-Pilot Lucas Auer nicht beschweren. Der Österreicher ist der Neffe von Ex-Formel-1-Pilot Gerhard Berger, der aktuell auch die Vertragsverhandlungen von WM-Spitzenreiter Nico Rosberg mit Mercedes führt. Am liebsten würde der heute 56-Jährige seinen Neffen natürlich auch in der Königsklasse sehen, doch der Weg dahin scheint noch lang zu sein. Ausgeschlossen ist der Sprung in die Formel 1 laut Berger allerdings keinesfalls.

"Irgendwann habe ich mitbekommen, dass mein Neffe ein Kart bekommen hat. Da war er vier. Aber das war viel zu früh, um irgendwas zu sagen. Das war damals nur Spaß", verrät Berger im Gespräch mit 'Auto Bild motorsport' über Auers Anfänge im Motorsport. "Am Anfang arbeitete er sich vom Dorfrennen zum Stadtrennen, von Tirol nach ganz Österreich vor."

"Erst als er auch international eine gute Figur abgab, konnte man sehen, dass er Potenzial hat", verrät Berger und Auer selbst ergänzt: "Als ich ins Formel-Auto umgestiegen bin, haben wir immer öfter telefoniert. Der Rest hat sich automatisch ergeben." Dabei ging Onkel Berger mit Auer häufig nicht gerade zimperlich ins Gericht. "Gerhard hat alles richtig gemacht", stellt der Neffe allerdings klar.

"Er musste hart zu mir sein, weil man im Rennsport ganz schnell erwachsen werden muss. Sonst ist man ganz schnell verloren", weiß Auer. "Bei einem so jungen Burschen ist nicht nur Speed entscheidend, sondern auch, welche persönliche Entwicklung er nimmt", erklärt Berger und verrät: "Und die stimmt bei ihm. Seit etwa einem Jahr habe ich das Gefühl, dass er Boden unter die Füße bekommt. Jetzt muss er diese Konstanz bewahren."

"Es war nicht immer einfach, weil ich schon streng war, aber ich denke, es hat sich ausgezahlt", sagt Berger. Am Lausitzring feierte Auer in diesem Jahr seinen ersten Sieg in der DTM. Was ist nun das nächste Ziel? "Der Platz von Wehrlein bei Manor (in der Formel 1; Anm. d. Red.). Wenn der weiter aufsteigt", sagt Berger mit einem Grinsen. Gänzlich als Scherz sollte man diese Aussage aber trotzdem nicht abtun.

"Wichtig ist erst mal, dass ich in der DTM die Leistungen bestätigen kann", weiß Auer und erklärt im Hinblick auf die zweite Saisonhälfte nach der Sommerpause: "Da will ich so viele Punkte wie möglich mitnehmen. Erst dann kann man weiterdenken. Die Formel 1 ist mein Ziel. Aber mein Fokus liegt derzeit auf der DTM." Berger ist sich trotzdem sicher: "Lucas ist auf dem Weg nach oben."

"In Österreich ist er schon die Nummer eins. Aber erst mal zählt die DTM. Ein paar Rennen gewinnen sollte das Ziel sein. Dann kann man über die Formel 1 nachdenken. Aber Sportwagen wie Le Mans wären auch eine gute Alternative. Wenn er jetzt auch noch die richtigen Kontakte hätte...", so Berger abschließend mit einem Grinsen.

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