"Inakzeptabel": Paffett kritisiert Ekström nach Crash massiv

, 07.05.2016

Gary Paffett unterstellt Mattias Ekström nach dem Crash der beiden Absicht - Mutet sich der Schwede an diesem Wochenende mit seinem WRX-Einsatz zu viel zu?

Eigentlich verstehen sich Gary Paffett und Mattias Ekström ziemlich gut. Die beiden Routiniers zählen zu den "alten Hasen" in der DTM und kennen sich bereits seit Jahren. Aktuell dürfte es um die Beziehung zwischen den beiden allerdings nicht ganz so gut bestellt sein. "Ich würde sagen, dass wir Freunde sind - manchmal gute Freunde. Momentan sind wir eher keine guten Freunde", erklärt Paffett nach dem Saisonauftakt in Hockenheim mit einem Augenzwinkern. Doch was war passiert?

Die beiden Piloten kämpften im Auftaktrennen im Mittelfeld in einer größeren Gruppe - und es kam zur Kollision. "Ehrlich gesagt erwartet man im Mittelfeld schon etwas Racing", erklärt Paffett auf Nachfrage von 'Motorsport-Total.com' und ergänzt: "Es ging hin und her, es gab einige Berührungen, aber es war ziemlich gutes Racing. Es gab einige schöne Manöver." Letztendlich nahm der Kampf zwischen den beiden allerdings ein unschönes Ende.

"Plötzlich fing er an, in der Slowzone Schlangenlinien zu fahren. Ich weiß nicht, warum er das gemacht hat", berichtet Paffett, der sich da bereits von Ekström eingebremst fühlte. Kurze Zeit später konnte er den Schweden aber trotzdem zunächst überholen. "Ich hielt ihn ungefähr zwei Runden hinter mir, obwohl er DRS hatte. Ich machte einen guten Job, und er kam nicht vorbei."

"In der Haarnadel war ich innen und verteidigte meine Linie. Da entschied er sich, über den Randstein zu fahren und seitlich in mein Auto zu krachen und mich rauszuschieben. Ich verlor eine Position und viele Teile hinten an meiner Karosserie. Ab da war es unmöglich, denn das Auto war stark beschädigt. Es war gegen die Regeln", ärgert sich Paffett, der das Manöver als "inakzeptabel" bezeichnet.

"Ehrlich gesagt erwartet man so etwas von einem erfahrenen Piloten wie ihm nicht. Es war schon irgendwie ein dummes Manöver", sagt Paffett und ergänzt: "Er hat den Ruf, dass er so etwas manchmal tut. Im vergangenen Jahr in Moskau hat er auch etwas gemacht, das ich nicht nachvollziehen konnte, als er mit Glock zusammengekracht ist." Unmittelbar nach dem Rennen konnten die beiden zunächst nicht über den Vorfall sprechen.

"Das habe ich versucht, aber er ist ziemlich schnell weggerannt", verrät Paffett mit einem Lachen. Hintergrund: Ekström musste schnell rüber zur Rallycross-Weltmeisterschaft (WRX), wo er an diesem Wochenende ebenfalls im Einsatz ist. Ist möglicherweise genau das der Hintergrund für das übermotivierte Manöver? "Ehrlich gesagt denke ich, dass er sich etwas übernommen hat", sagt Paffett im Hinblick auf Ekströms "Doppelschicht".

"Er qualifizierte sich auf Platz neun und sein Teamkollege stand auf der Pole. Ich glaube, dass er nicht das Beste aus seinem DTM-Auto herausholen kann. Vielleicht ist er frustriert", grübelt Paffett, dem die Verärgerung deutlich anzumerken ist: "Eki wusste ganz genau, was er tat - und er wollte es tun. Es war Absicht. Es war keine Fehleinschätzung. Er wusste, dass er mir ins Auto fahren würde." Ekström beendete das Rennen auf Rang neun, Paffett wurde Elfter.

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