Neue Details zum Reglement der DTM-Saison 2015

, 19.03.2015

Joker, Ruhepausen, DRS und Reifensätze: 'Motorsport-Total.com' nennt weitere Details zum modifizierten Reglement für die DTM-Saison 2015

Viel Neues bringt der Mai beim Start in die DTM-Saison 2015. Dann bestreiten die DTM-Piloten von Audi, BMW und Mercedes zwei Rennen pro Wochenende und qualifizieren sich zuvor jeweils in zwei kurzen Zeittrainings . Doch damit sind die Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr noch lange nicht erschöpft. 'Motorsport-Total.com' kann nun weitere Neuerungen vorstellen, die sich teilweise erheblich vom bisherigen DTM-Reglement unterscheiden.

Laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' stehen den Fahrern in diesem Jahr nur noch vier Reifensätze für beide Qualifyings und beide Rennen zur Verfügung. Und das bedeutet: Mindestens zu einem Zeitpunkt werden die Piloten auf frische Pneus verzichten müssen, da im Sonntagsrennen ein Boxenstopp zu absolvieren ist. Es wird also taktisch: Wer setzt wann auf neue Reifen? Liegt der Fokus eher auf dem Qualifying oder auf dem Rennen?

Neu ist auch, dass die Mechaniker in der Nacht von Samstag auf Sonntag eine ununterbrochene Ruhezeit von elf Stunden haben sollen. Damit wollen die Verantwortlichen eine Überbelastung verhindern, die zum Beispiel nach größeren Schäden aus dem Samstagsrennen auftreten könnte. Ausnahme: Einmal in der Saison kann jeder Fahrer einen "Joker" einsetzen. In diesem Fall dürfen die Mechaniker die Pause missachten und durcharbeiten.

Beim Drag-Reduction-System (DRS), das seit 2013 verwendet wird, orientiert sich die DTM in der Saison 2015 noch mehr an der Formel 1. Wer am Messpunkt auf Start und Ziel eine Sekunde hinter dem Vordermann liegt, darf seinen Heckflügel in der folgenden Runde flachstellen, um so einen höheren Topspeed zu erzielen und eine Überholchance zu erhalten. Bisher betrug der dafür erforderliche Abstand zwei Sekunden, wird also verkleinert.

Eingesetzt werden darf das DR-System im Freien Training und im Rennen, anders als in der Formel 1 aber an beliebigen Stellen auf der Rennstrecke. Den Piloten steht es frei, das DR-System bis zu drei Mal pro Runde zu aktivieren . Auch dabei unterscheidet sich das DTM-Reglement von der Formel 1, wo DRS ein- bis maximal zweimal verwendet werden kann. Und die DTM verzichtet darüber hinaus auf festgelegte "DRS-Zonen".

Um Kosten zu sparen, ist jeder Fahrer in der DTM-Saison 2015 auf einen Rennmotor mit etwa 500 PS für sein Auto festgelegt. Jeder Hersteller hat 2015 jeweils einen Ersatzmotor in der Hinterhand - einen weniger als bisher. Wenn darüber hinaus Triebwerke eingesetzt werden müssen, wird die Rennleitung entsprechende Strafen aussprechen, die aber noch nicht definiert sind. Wann das DTM-Reglement 2015 final verabschiedet wird, ist ebenfalls offen.

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