Papa di Resta: Nachwuchs als zusätzliche Motivation

, 12.03.2016

Ende 2015 gab es den ersten Nachwuchs im Hause di Resta - Der kleine Junge soll Papa Paul dabei helfen, in der DTM 2016 wieder nach dem Titel zu greifen

Eigentlich gibt es in der Motorsportwelt die Annahme, dass ein Fahrer langsamer wird, sobald das erste eigene Kind da ist. Allerdings gibt es auch zahlreiche Gegenbeispiele zu dieser Theorie. Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher holte beispielsweise fünf seiner insgesamt sieben WM-Titel nach der Geburt seiner beiden Kinder. Auch Mercedes-Pilot Paul di Resta möchte aus der Geburt seines Sohnes Kraft ziehen und in der DTM-Saison 2016 wieder ganz vorne angreifen.

"Es ist ganz sicher nicht so einfach wie Rennfahren. Es gibt am Tag einige 'Boxenstopps' mehr", erklärt di Resta mit einem Lachen im Hinblick auf seinen neuen "Zweitjob" als Papa. "Es war schon eine große Änderung in meinem Leben, aber ich genieße es sehr. Ich glaube, dass das niemand nachvollziehen kann, der nicht selbst Vater ist. Es motiviert mich nur noch mehr", berichtet der DTM-Champion von 2010.

"Wenn der kleine Junge am Morgen lacht, dann verändert das deinen ganzen Tag - völlig egal, was noch passiert. Ehrlich gesagt glaube ich, dass es schon einen Unterschied macht. Ich will endlich wieder fahren und freue mich darauf, dass die Action wieder losgeht. Für uns ist das ein wichtiges Jahr. Wir müssen da weitermachen, wo Pascal im vergangenen Jahr aufgehört hat. Er hat einen großartigen Job gemacht und die Meisterschaft gewonnen", so di Resta.

2015 belegte der 29-Jährige in der Meisterschaft Rang acht und war damit nach Champion Pascal Wehrlein der zweitbeste Mercedes-Pilot. Da ist es nur logisch, dass der Brite in diesem Jahr der beste Mercedes-Pilot sein möchte - und am liebsten natürlich sogar nach dem Titel greifen will. Noch ist allerdings nicht klar, wo sich die Stuttgarter in der neuen Saison im Vergleich zu Audi und BMW einsortieren.

"Es ist etwa wie in der Formel 1. Dort wissen sie (Mercedes; Anm. d. Red.) auch nicht, wo sie im Vergleich zu Ferrari stehen. Und wir wissen nicht, wo wir im Vergleich zu Audi stehen. Sie sind ganz sicher der Maßstab, und wir müssen in Topform sein, um sie zu schlagen. Aber ich glaube, dass wir das schaffen können", so di Resta, dem es nach der Geburt seines Sohnes zumindest nicht an der nötigen Motivation mangeln dürfte.

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