Tom Blomqvist und der lange Weg in die DTM

, 12.02.2015

BMW-Neuzugang Tom Blomqvist hat seine große Chance ergriffen: Topleistung beim Shootout in Jerez - Eine wechselhafte Karriere nun auf dem Höhepunkt?

Die DTM-Saison 2015 startet Anfang Mai mit insgesamt drei Rookies. Während es im Kader von Audi keinerlei Veränderungen gibt, schickt Mercedes Lucas Auer und Maximilian Götz neu ins Rennen. Bei BMW ergatterte der schwedisch-britische Nachwuchspilot Tom Blomqvist jenen Platz, der durch den Abschied von Joey Hand freigeworden war. Blomqvist, Sohn des Ex-Rallychampions Stig Blomqvist, geht im Team RBM an der Seite von Augusto Farfus an das DTM-Abenteuer.

Für Blomqvist geht ein Traum in Erfüllung. Endlich kann er mit seiner Leidenschaft Motorsport wirklich Geld verdienen - nach einer langen Phase mit großen finanziellen Schwierigkeiten. Trotz des berühmten Vaters war der 21-jährige nie auf Rosen gebettet: "Das große Geld gab es im Rallyesport erst, als er seine Karriere beendet hatte." Seine Erfolge zuletzt in der Formel-3-EM (Gesamtrang zwei hinter Esteban Ocon) verdankt er der Finanzierung durch die Familie des damaligen Teamkollegen Sean Gelael. "Ohne sie wäre ich heute im Nichts", so Blomqvist.

"Es gab nach meinen Gewinn der Britischen Formel Renault (in der Saison 2010; Anm. d. Red.) oftmals Tage, wo ich alles hinschmeißen wollte. Mein Vater war in Schweden, meine restliche Familie in Neuseeland. Ich war allein und sah kein Licht am Ende des Tunnels. Ich wollte phasenweise nicht mehr, habe gesagt 'Dieser Sport ist Mist'. Aber jetzt hat sich alles zum Guten entwickelt", sagt der Rookie gegenüber 'Autosport'. Den erhofften Sprung in ein Werksteam hat sich Blomqvist durch starke Leistungen bei Testfahrten verdient.

Als der Brite Ende Dezember nach Jerez zum BMW-Test fuhr, war er längst kein DTM-Grünschnabel mehr. In den Vorjahren hatte er bereits im Mercedes und im Audi testen dürfen. "Damals habe ich es aber nicht ganz so gut hinbekommen", gibt Blomqvist offen zu. Bei den Probefahrten in Spanien gab es ein regelrechtes Shootout um den letzten Platz im Kader. Die Gegner: Alex Lynn, Jack Harvey, Robin Frijns, Richie Stanaway, Sam Bird und der erfahrene Lucas Luhr, der bereits 2007 eine Saison lang in der DTM aktiv war.

"Es war schon ein knallharter Wettbewerb", erinnert sich Blomqvist an die entscheidenden Fahrten in Jerez. "Alle hatten das gleiche Programm, sodass die Arbeit vergleichbar wurde. Wir haben Qualifying-Simulationen absolviert und einige Longruns. Es war das erste Mal, dass ich ein neues DTM-Auto bewegt habe. Es dauerte eine Weile, mich an den BMW zu gewöhnen. Fahrzeuggewicht und Rückmeldung von der Servolenkung waren die größten Baustellen. Es hat plötzlich 'Klick' gemacht - und dann ging es sehr gut."

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