Bernie Ecclestone outet sich als Fan von Carmen Jorda

, 04.08.2015

Bernie Ecclestone würde gerne eine Frau in einem Cockpit sehen - Daher freut sich der 84-Jährige über das Engagement von Entwicklungsfahrerin Camen Jorda

Carmen Jorda genießt in der Motorsportwelt nicht unbedingt den größten Rückhalt. Die Lotus-Entwicklungsfahrerin wurde zuletzt unter anderem von Michele Mouton, der Vorsitzenden der FIA-Kommission für Frauen im Motorsport, kritisiert. Die Rallye-Vizeweltmeisterin von 1982 erklärte, dass die schöne Spanierin ihrer Meinung nach lediglich aus Marketinggründen in der Königsklasse gelandet sei. Unterstützung erhält Jorda nun von Formel-1-Boss Bernie Ecclestone.

"Sie ist sehr gut", sagt der 84-Jährige gegenüber 'Motorsport.com' und verrät: "Wir haben bei Lotus nachgefragt und sie hat einen guten Job für sie gemacht." Jorda wurde von Lotus im Februar überraschend als neue Entwicklungsfahrerin vorgestellt. Einen Formel-1-Boliden ist sie bis heute allerdings noch nie gefahren. Eine Tatsache, die Ecclestone jedoch wenig zu stören scheint.

"Sie möchte in der Formel 1 sein. Wir müssen versuchen, den richtigen Weg zu finden", sagt der Formel-1-Boss, der allerdings auch ergänzt: "Aber sie ist nicht alleine. Es gibt eine Menge andere Leute." Tatsächlich dürfte es Ecclestone relativ egal sein, welche Frau es letztendlich in die Königsklasse schafft. Der Brite betont immer wieder, dass er gerne auch eine Pilotin im Fahrerfeld sehen würde.

"Ich habe das amerikanische Mädchen gesehen, Danica (Patrick; Anm. d. Red.), und ich habe gesagt, dass wir etwas für de Silvestro machen können. Aber sie wollen nicht nach Europa kommen, sie möchten in Amerika bleiben", blickt Ecclestone zurück. Die mittlerweile 33-jährige Patrick wurde in der Vergangenheit immer wieder mit der Formel 1 in Verbindung gebracht, Simona de Silvestro war 2014 Testpilotin für Sauber.

Mittlerweile ist die Schweizerin allerdings wieder in die IndyCar-Serie zurückgekehrt und auch Patrick wird ihren Weg in die Formel 1 wohl nicht mehr finden. "Man muss die Person finden, die genug Talent hat, und die es auch machen möchte", erklärt Ecclestone. Am dichtesten scheint momentan Susie Wolff dran zu sein, die Britin nahm immerhin schon an mehreren Trainings für Williams teil.

Abschließend zieht Ecclestone noch einen etwas kuriosen Vergleich zur Wahl der "Miss World": "Es bedeutet nicht, dass sie das schönste Mädchen der Welt ist. Es bedeutet, dass sie die die Beste war, die an dem Wettbewerb teilgenommen hat." Ähnlich sei es auch bei Jorda. "Vielleicht ist sie nicht die Beste, aber sie ist im Wettbewerb dabei", so Ecclestone, der zuletzt mit der Idee für Aufsehen gesorgt hatte, eine Frauen-Formel-1 ins Leben zu rufen.

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