Budgetobergrenze: Red-Bull-Teamchef "kein großer Fan"

, 06.12.2017

Christian Horner erklärt, warum er die geplante Budgetobergrenze in der Formel 1 skeptisch betrachtet - Er fordert außerdem eine "attraktivere Show" für Sponsoren

Kommt die Budgetobergrenze in der Formel 1 oder kommt sie nicht? Nach dem jüngsten Treffen der Strategiegruppe erklärte Formel-1-Boss Chase Carey, dass es "eine breite Übereinkunft" gebe und man "alles in die Startlöcher" gebracht habe. Ab sofort wolle man an den Details arbeiten. Allerdings gibt es im Paddock der Königsklasse weiterhin einige Leute, die von dem Plan einer Obergrenze nicht überzeugt sind - so wie Red-Bull-Teamchef Christian Horner.

"Ich persönlich bin kein großer Fans von Budgetobergrenzen, denn ich bin mir nicht sicher, wie genau man das überwachen will", erklärt er seine Skepsis und erinnert: "In jedem Unternehmen ist die Struktur anders." Außerdem ist Horner der Meinung, dass es ohnehin wichtiger sei, das "Problem an der Wurzel zu packen". Was genau der Red-Bull-Teamchef damit meint?

"Die Kosten entstehen durch die Regeln. Sie bestimmen, wie viel wir ausgeben", erklärt er und meint damit das technische Reglement der Königsklasse. Eine Kostentreiber der vergangenen Jahre waren zum Beispiel die teuren Hybridmotoren, weshalb sich Horner und Red Bull bereits seit einiger Zeit für einfachere und günstigere Antriebe einsetzen. Davon abgesehen gibt es noch zahlreiche weitere Bereiche mit Sparpotenzial.

Gleichzeitig erklärt Horner, dass die Teams auch wieder mehr Einnahmen generieren müssen. Doch die Sponsorensituation sei deutlich schwieriger als noch vor 20 Jahren. "Man muss nur einmal die Abschlussfotos der Fahrer aus den Jahren 1997 und 2017 vergleichen", erklärt er. Bei diesem Anblick würde man direkt sehen, dass heutzutage viel weniger Sponsoren in der Königsklasse unterwegs sind.

Doch warum ist das so? "Es gibt mehr Plattformen (neben der Formel 1; Anm. d. Red.), und unser Produkt ist momentan nicht fantastisch", gesteht Horner und erklärt, dass ein Rennen wie das langweilige Finale in Abu Dhabi "nicht die beste Werbung" für die Königsklasse gewesen sei. Insgesamt müsse man eine "attraktivere Show" bieten, um in Zukunft auch wieder neue Sponsoren anzulocken.

Jetzt kommentieren
Jetzt bewerten

Zum Bewerten musst Du registriert und eingeloggt sein.

Weitere Formel 1-News

Der Aufreger 2017: Vettel ortet in Baku einen Brake-Test und rammt Hamilton

Sebastian Vettel: Möchte in Zukunft "etwas klüger" agieren

War Sebastian Vettel dieses Jahr zu wenig abgezockt? Der Ferrari-Star erklärt, dass er im Nachhinein in dieser Saison so manches anders machen würde. Angesprochen auf sein Duell mit Mercedes-Star Lewis …

Christian Horner warnt Liberty Media davor, den Kalender noch weiter aufzublähen

Red-Bull-Teamchef: Zu viele Rennen schaden der Formel 1

Die Formel-1-Saison 2018 wird insgesamt 21 Rennen umfassen. Zwar verschwindet der Große Preis von Malaysia aus dem Kalender, dafür gibt es mit Frankreich und Deutschland aber gleich zwei Rückkehr, weshalb es …

Präsident Sergio Marchionne warnt Liberty Media vor zu radikalen Maßnahmen

"Drahtseilakt": Marchionne gegen zu viel Show in der …

Der neue Formel-1-Besitzer Liberty Media hat sich unter anderem das Ziel gesetzt, die Königsklasse in Nordamerika und insbesondere in den Vereinigten Staaten populärer zu machen. Beim diesjährigen Rennen in …

Sebastian Vettel und Robert Kubica kennen sich bereits seit vielen Jahren

"Verstehe es nicht": Vettel sieht …

Kehrt Robert Kubica 2018 in die Formel 1 zurück? Der Pole, der im Dezember bereits seinen 33. Geburtstag feiert, fuhr seit 2010 kein Rennen in der Königsklasse mehr, gilt nun allerdings als Favorit auf das …

Da hat Lewis Hamilton in den drei Jahren wohl etwas nicht mitbekommen ...

Drei Jahre zu spät: Hamilton mit bizarrem Formel-E-Post

Wie sehr Formel-1-Piloten manchmal in ihrer eigenen Welt leben, hat Lewis Hamilton am gestrigen Sonntag mit einem bizarren Social-Media-Post bewiesen. Der viermalige Formel-1-Weltmeister postete bei …

AUCH INTERESSANT
Walter Röhrl: Seine 7 besten Momente

AUTO-SPECIAL

Walter Röhrl: Seine 7 besten Momente

Walter Röhrl gehört zu den besten Rallye-Fahrern aller Zeiten und fuhr auch auf der Rundstrecke bedeutende Rennsiege ein. Jetzt wird es persönlich: Walter Röhrl kramt in seiner Fotokiste und …


Formel1.de

TOP ARTIKEL
Ford Mustang Bullitt 2018: Der erste Check und der Preis
Ford Mustang Bullitt 2018: Der erste Check und …
Seat Ibiza FR 2018: Was reißen drei Zylinder im Sport-Test?
Seat Ibiza FR 2018: Was reißen drei Zylinder im …
Louis Vuitton Ferrari gehört 15-jährigem
Louis Vuitton Ferrari gehört 15-jährigem
News-Abo
Jeden Morgen kostenlos per E-Mail:
Aktuelle Artikel
Porsche Cayenne E-Hybrid Test: Was er wirklich verbraucht
Porsche Cayenne E-Hybrid Test: Was er wirklich …
Porsche 919 Hybrid Evo: Neuer Rekord auf der Nordschleife?
Porsche 919 Hybrid Evo: Neuer Rekord auf der …
VW T-Roc Cabrio 2020: VW legt sich mit Range Rover an
VW T-Roc Cabrio 2020: VW legt sich mit Range …
Suzuki Swift Sport 2018 Test: Rennsemmel für kleines Geld
Suzuki Swift Sport 2018 Test: Rennsemmel für …
Jaguar I-Pace 2018: Der erste Check des neuen Elektro-SUV
Jaguar I-Pace 2018: Der erste Check des neuen …


Speed Heads - Sportwagen- und Auto-Magazin

Das Auto und Sportwagen Magazin mit täglich aktualisierten Auto News, Motorsport News, Auto Tests, Sportwagen Berichten und der streng geheimen Auto Zukunft. Speed Heads ist die Community für echte Auto-Fans und informiert im Sportwagen Magazin über Neuigkeiten aus der Welt der schnellen Autos.

  • emotiondrive Logo
  • Torpedo Run Logo
  • Motorsport Total Logo
  • autoaid Logo