"Verstehe es nicht": Vettel sieht Kubica-Comeback-Plan kritisch

, 04.12.2017

Robert Kubica hofft weiter auf ein Formel-1-Comeback in der Saison 2018 - Sebastian Vettel wundert sich, warum der Pole plötzlich auf eine Rückkehr drängt

Kehrt Robert Kubica 2018 in die Formel 1 zurück? Der Pole, der im Dezember bereits seinen 33. Geburtstag feiert, fuhr seit 2010 kein Rennen in der Königsklasse mehr, gilt nun allerdings als Favorit auf das zweite Williams-Cockpit an der Seite von Lance Stroll. Während sich fast alle einig sind, dass ein Kubica-Comeback in menschlicher Hinsicht eine tolle Geschichte wäre, gibt es auch mehrere Kritiker, die den sportlichen Wert der Story hinterfragen.

So scheint sich zum Beispiel Williams noch nicht ganz sicher zu sein, ob Kubica nach seinem schweren Rallye-Unfall im Februar 2011 wieder an alte Leistungen anknüpfen kann. Die rechte Hand des Polen wurde seitdem mehrfach operiert. Und auch Sebastian Vettel, der in der Formel 1 zwischen 2007 und 2010 gegen Kubica gefahren ist, wundert sich über dessen plötzliche Comeback-Pläne.

"Ich glaube, es ist sehr tragisch, was damals mit ihm passiert ist", sagt Vettel im Gespräch mit dem 'SonntagsBlick' und erklärt: "Er galt als zukünftiger Champion. Ich verstehe allerdings nicht, warum er jetzt auf ein Comeback drängt. Warum tat er dies nicht schon früher? Für ihn wäre es sicher eine schöne Geschichte. Andererseits wäre es schade für jüngere Fahrer, denen er ein Cockpit wegnehmen würde."

Sollte Kubica den Drive bei Williams bekommen, würden zum Beispiel Pascal Wehrlein und Daniil Kwjat - beide rund zehn Jahre jünger - in die Röhre schauen. Denn nachdem Sauber seine Piloten für 2018 bekanntgegeben hat, ist das Williams-Cockpit der letzte noch freie Platz für das kommende Jahr. Kubica selbst hat im Rahmen der Autosport Awards in London noch einmal klargestellt, dass ein Comeback aus medizinischer Sicht kein Problem wäre.

"Ehrlich gesagt habe ich in meinem Alltag viel größere Limitierungen (als im Cockpit; Anm. d. Red.)", verrät der Pole und erklärt, dass sein Handicap deutlich geringer sei, als es den Anschein mache. "Ich kann zu 90 Prozent noch genauso fahren wie früher", versichert er. Gleichzeitig räumt er damit aber natürlich auch ein, dass ihm rund zehn Prozent fehlen. Als Hinderungsgrund sieht er das jedoch nicht.

"Meine Fitness ist besser als in der Vergangenheit. Ich arbeite jetzt viel härter - und das Alter hilft auch nicht", erklärt er mit einem Augenzwinkern und verrät: "Ich musste letztendlich einfach lernen, mit meinen Verletzungen zu leben und damit ein Formel-1-Auto zu fahren. Die Ergebnisse, die ich gesehen habe, haben mich dann sogar ziemlich überrascht." Ein gewisses Risiko würde bei einem Comeback aber trotzdem bleiben.

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