Caterham mit Vorjahresauto? So einfach ist das nicht

, 12.12.2014

Die Insolvenzverwalter hoffen immer noch auf einen neuen Investor für Caterham: Start mit Vorjahresauto erscheint allerdings kaum umsetzbar

Die Insolvenzverwalter des Caterham-Teams haben die Hoffnung auf eine Fortführung der Formel-1-Aktivitäten noch nicht aufgegeben. Nach dem überraschenden - per Crowdfunding finanzierten - Auftritt beim Saisonfinale in Abu Dhabi soll die Mannschaft auch 2015 am Start sein. Wie die Insolvenzverwalter in dieser Woche darstellten, gibt es angeblich drei potenzielle Käufer für den maroden Rennstall. Diesen Interessenten hat man in Aussicht gestellt, im kommenden Jahr mit dem 2014er-Auto starten zu dürfen.

Der Einsatz eines Vorjahresautos klingt verlockend, denn es würde nicht die hohen Kosten für die Entwicklung eines neuen Fahrzeuges anfallen. Diese Idee wird sogar von einigen Topteams gestützt. Der Hintergrund: Wenn Caterham 2015 am Start steht, muss niemand ein drittes Auto bringen - dies spart den Topteams eine Menge Geld. Der Wille mag vorhanden sein, aber der Weg zum Einsatz eines 2014er-Autos in der kommenden Saison ist äußerst steinig.

Die Caterham-Insolvenzverwalter stellen potenziellen Käufern dar, dass man am bisherigen Fahrzeug festhalten könne, weil sich die entsprechenden Gremien in der vergangenen Woche darauf geeinigt hätten. Dies stimmt nicht. Das Thema Vorjahresautos wurde zwar im Rahmen der Formel-1-Kommission besprochen, aber nicht beschlossen. Dies war unmöglich, weil dieses Thema nicht auf der offiziellen Tagesordnung stand und somit nicht zum Beschluss vorgelegt werden konnte.

Ohnehin gibt es erhebliche Widerstände. Auf der einen Seite klagen die kleinen Teams wie Sauber, Force India und Co., dass man mit einem solchen Plan das Entwicklungsprinzip der Formel 1 auf den Kopf stelle. Auf der anderen Seite sprechen rein technische Gründe gegen einen Einsatz der 2014er-Caterhams. Im kommenden Jahr gelten neue Sicherheitsbestimmungen für die Fahrzeugfront, die neue Nasen erfordern. Caterham könnte diese Auflagen mit der aktuellen Version nicht erfüllen.

Ein weiterer Stolperstein heißt Renault. Die Franzosen entwickeln im Rahmen des aktuellen Regelwerks für die kommende Saison einen erheblich veränderten Antrieb - beispielsweise wird die Gesamtkonstellation von Turbo und Abgasenergie-Rückgewinnung komplett anders aussehen. Ein solcher Antrieb passt kaum in das diesjährige Chassis. Wird Renault nur wegen Caterham weiterhin 2014er-Antriebe fertigen? Wohl kaum.

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