Daniel Ricciardo: Auf das viele Reisen nicht vorbereitet

, 14.02.2015

Lebe den Traum: Daniel Ricciardo ist nach seiner ersten erfolgreichen Formel-1-Saison glücklich, obwohl er auch weniger attraktive Seiten entdeckt hat

Von der Formel 1 hat Daniel Ricciardo schon als Kind geträumt, und spätestens seit der Saison 2014 macht ihm sein Traum auch richtig Spaß. Denn durch den Wechsel zu Red Bull hat der ehemalige HRT- und Toro-Rosso-Fahrer Gelegenheit, an der Spitze mitzufahren und Rennen zu gewinnen.

Im vergangenen Jahr habe er daher "viele Highlights" erlebt: "Ich hatte viele Höhe- und kaum Tiefpunkte", sagt Ricciardo. "Ich kann aber nicht bestreiten, dass der 8. Juni in Montreal, der erste Sieg, herausragt." Danach gewann er auch noch in Budapest und Spa-Francorchamps und landete in der Fahrerwertung als bester Nicht-Mercedes-Fahrer auf Platz drei.

Dass ihm der zweite Platz beim Heimrennen in Melbourne nachträglich aberkannt wurde, spielt für Ricciardo keine Rolle: "Ich habe mir gewünscht, gleich auf diesem Podium zu stehen, und das ist mir gelungen. Danach habe ich mir gesagt: 'Okay, und jetzt hole ich mir den ersten Sieg!' Ich hatte das Glück, gleich drei davon zu holen. Das war alles, was ich mir erhofft hatte - eine perfekte Saison."

Überhaupt hat Melbourne für ihn eine große Bedeutung. Im Albert Park hat er 2002 sein erstes Formel-1-Rennen vor Ort miterlebt: "Meinen ersten Grand Prix live zu sehen, als Mark (Webber; Anm. d. Red.) mit dem Minardi Fünfter wurde, war ein ziemlich großer Moment für mich", erinnert sich Ricciardo, der damals gerade mal zwölf Jahre alt war.

Heute ist er 25, lebt zumindest im Sommer berufsbedingt in Europa und gilt als eine der heißesten Zukunftsaktien in der Formel 1. Von der hat Ricciardo schon als Kind geträumt - ein Traum, der in Erfüllung gegangen ist. Nach dem Wechsel von Sebastian Vettel zu Ferrari geht er 2015 sogar als Teamleader bei Red Bull in die Saison.

"Formel-1-Fahrer zu sein ist genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich habe schon als Kind davon geträumt", sagt Ricciardo. "Worauf ich nicht vorbereitet war, ist das viele Reisen und das andere Zeug, das damit einhergeht. Aber wenn ich im Auto sitze, ist das Freiheit für mich, mein Raum, meine Zeit. Es ist toll, um die Welt zu reisen und das zu tun, was ich tue."

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