Doppeltes Spiel: Rosberg verwundert über Lauda-Vorwürfe

, 08.12.2016

Nico Rosberg lässt die Kritik von Niki Lauda an seinem Rücktritt nicht auf sich sitzen und kontert: "Niki selbst ist mitten am Rennwochenende ausgestiegen"

Nico Rosberg kann die öffentlich geäußerte Kritik von Niki Lauda an seinem Rücktritt nicht verstehen. In einem Video, in dem er Leserfragen beantwortet, die zuvor von den Facebook-Fans von Motorsport-Total.com und Formel1.de eingereicht wurden, wundert sich der Weltmeister über den Aufsichtsratsvorsitzenden des Mercedes-Teams: "Ich habe die ganze Zeit viel mit Niki gesprochen", und dabei sei der Tenor "ganz anders, als er sich jetzt in der Presse gibt", gewesen. Nämlich geprägt von großem Verständnis.

Lauda hatte zuvor erklärt, Rosberg habe Mercedes mit seiner überraschenden Entscheidung über Nacht vor eine "Riesenproblematik" gestellt, da das Team nun einen neuen Fahrer suchen muss und die ganz großen Namen allesamt über bestehende Verträge verfügen. Mercedes über etwaige Rücktrittsgedanken nicht einmal vorgewarnt zu haben, sei "harter Tobak".

Rosberg lässt das nicht unkommentiert auf sich sitzen: "Genau deswegen habe ich es eine Stunde, nachdem ich das selbst für mich entschieden hatte, direkt Toto gesagt. Damit ich ihnen so viel Zeit wie möglich gebe, eine Alternative zu finden", erklärt er und betont: "Dass ich das Team im Stich lasse, kann man mir nicht direkt vorwerfen. Ich kann ja nicht nur wegen des Teams fahren."

"Ich glaube", zeigt er andererseits Verständnis für Laudas Aussagen, "das kommt vielleicht von seiner Enttäuschung heraus, die ich verstehen kann und die diese Entscheidung für mich am schwierigsten gemacht hat. Weil ich weiß, dass ich meine Rennsport-Familie in eine schwierige Situation bringe. Dessen bin ich mir sehr bewusst, und das war auch mit das Härteste."

Außerdem hält Rosberg augenzwinkernd fest, dass gerade Lauda mit solchen Kommentaren vorsichtig sein sollte: "Niki selbst ist 1979 mitten am Rennwochenende ausgestiegen, mitten in der Saison. Und er war jünger als ich. Vielleicht hat er das vergessen." Zur Erinnerung: Lauda hatte in Kanada 1979 plötzlich hingeschmissen, weil er eigenen Angaben nach keine Lust mehr hatte, im Kreis zu fahren. Sein damaliger Teamchef Bernie Ecclestone stand plötzlich ohne Fahrer da...

Jetzt kommentieren
Jetzt bewerten

Zum Bewerten musst Du registriert und eingeloggt sein.

Weitere Formel 1-News

Lewis Hamilton hätte sich den WM-Titel nur zu gern 2017 zurückgeholt

Lewis Hamilton stichelt: Nico Rosbergs Rücktritt feige?

Lewis Hamilton wurmt es offenbar, dass er 2017 nicht die Gelegenheit haben wird, sich den WM-Titel in der Formel 1 von Nico Rosberg zurückzuholen. Der Mercedes-Pilot hätte der Welt nur allzu gern …

Schulterklopfer von Ricciardo: Lorenzo ist auch im Rennwagen eine Hausnummer

Jorge Lorenzo: Ist er wirklich schnell genug für die …

Einen Motorrad-Weltmeister in einen Formel-1-Boliden zu setzen ist ein Experiment, das immer die Aufmerksamkeit der Szene auf sich zieht. Mick Doohan testete für Williams und Ferrari liebäugelte …

Nico Rosberg kehrt der Formel 1 den Rücken - als Fahrer endgültig

"Urlaub ohne Rückflugticket": Rosberg schließt Comeback aus

Der zurückgetretene Formel-1-Champion Nico Rosberg strebt kein Comeback in der Königsklasse an - zumindest wenn es darum geht, sich wieder selbst hinter das Volant zu klemmen. Wie der …

Nach seinem Rücktritt rechnet Nico Rosberg mit seinen Kritikern ab

Nico Rosberg: "Der Gedanke ans Aufhören motivierte mich"

Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg gesteht, dass er schon vor einiger Zeit den Wunsch verspürt habe, seine Rennfahrerkarriere zu beenden: "Es war komisch: Der Gedanke ans Aufhören motivierte mich, …

Wenn schon Dominanz, denn lieber von Ferrari findet Monisha Kaltenborn

Kaltenborn: Ferrari-Dominanz wäre besser als Mercedes

Seit 2014 war der Kampf um den WM-Titel in der Formel 1 ein reines Duell der beiden Mercedes-Piloten. Das Silberpfeil-Team hatte sich nach der bisher letzten Regelnovelle einen großen Vorsprung vor der …

AUCH INTERESSANT
VW ID.R: Die spektakulärsten Rekorde des Elektro-Racers

AUTO-SPECIAL

VW ID.R: Die spektakulärsten Rekorde des Elektro-Racers

500 kW/680 PS, schneller als ein Formel-1-Rennwagen und dazu ein unglaublicher Rekordjäger: Der VW ID.R ist der erste elektrische Rennwagen von Volkswagen und fährt auf den legendärsten sowie …


Formel1.de

TOP ARTIKEL
BMW iX 2022 Test: Der zeigt der Konkurrenz, was möglich ist
BMW iX 2022 Test: Der zeigt der Konkurrenz, was …
Porsche Panamera Turbo S Test: Die stärkste Verbesserung
Porsche Panamera Turbo S Test: Die stärkste …
Mini Cooper SE 2021 Test: Was das E-Auto jetzt besser kann
Mini Cooper SE 2021 Test: Was das E-Auto jetzt …
News-Abo
Jeden Morgen kostenlos per E-Mail:
Aktuelle Artikel
Porsche: Neue Pläne mit E-Autos, Batterien und E-Fuels
Porsche: Neue Pläne mit E-Autos, Batterien und …
Bridgestone Blizzak LM005: Einer der besten Winterreifen
Bridgestone Blizzak LM005: Einer der besten …
Honda HR-V 2022: Der Preis für den selbstladenden Hybrid
Honda HR-V 2022: Der Preis für den …
Audi RS3 2022 Test: Das konnte bislang kein RS3
Audi RS3 2022 Test: Das konnte bislang kein RS3
Porsche: Neue App komponiert automatisch Musik-Songs
Porsche: Neue App komponiert automatisch …


Speed Heads - Sportwagen- und Auto-Magazin

Das Auto und Sportwagen Magazin mit täglich aktualisierten Auto News, Motorsport News, Auto Tests, Sportwagen Berichten und der streng geheimen Auto Zukunft. Speed Heads ist die Community für echte Auto-Fans und informiert im Sportwagen Magazin über Neuigkeiten aus der Welt der schnellen Autos.

  • emotiondrive Logo
  • Torpedo Run Logo
  • Motorsport Total Logo