FIA-Weltrat legt fest: Stehender Start auch im Regen!

, 28.09.2016

Der Weltrat der FIA hat einige Änderungen für 2017 beschlossen: Stehender Start auch im Regen und keine Anhäufung von Wechselstrafen

Der Motosport-Weltrat der FIA (WMSC) hat heute einige Änderungen für die Formel-1-Saison 2017 bekanntgegeben. Unter anderem wurde eine Anpassung der Startprozedur bei nassem Wetter vorgenommen. Ab der kommenden Saison wird es keinen fliegenden Rennstart hinter dem Safety-Car mehr geben. Sollte das Wetter einen Safety-Car-Start notwendig machen, so reihen sich alle Fahrer nachdem das Safety-Car in die Box abgebogen ist in der Startaufstellung ein und starten stehend hinter der Ampel.

Dieser Vorschlag wurde im Sommer nach häufiger werdender Kritik an der Übervorsichtigkeit der Rennleitung bekannt. Diese hatte häufig zu lange gewartet, bis das Rennen unter nassen Bedingungen freigegeben wurde. Weil der Start für den Zuschauer das aufregendste Element eines Grand Prix ist, soll daher nun bei allen Rennen stehend gestartet werden.

Auch auf einige Umgehungen der Regeln wurde beim WMSC reagiert. Sollte ein Fahrer nun bei einem Event mehrere Fahrzeug-Elemente tauschen, die eine Strafe nach sich ziehen, so gilt ab der kommenden Saison nur noch das letzte gewechselte Teil als straffrei nutzbar. Damit möchte man Aktionen wie Lewis Hamilton in Spa-Francorchamps vermeiden, der gleich mehrfach alle Motorenteile tauschte, um später ohne Strafe wechseln zu können.

Weiterhin legte der Weltrat fest, dass die normale Reifenauswahlprozedur für die ersten fünf Saisonrennen außer Kraft gesetzt wird, weil diese vor den eigentlichen Testfahrten schon stattfinden müsste. Teams müssen bei Überseerennen 14 Wochen vor dem Event ihre Auswahl der Mischungen bei Pirelli einreichen, doch weil die Reifen 2017 breiter werden, haben die Teams vor den Testfahrten überhaupt keine Referenz.

Pirelli übernimmt die Wahl für die Teams und nominiert für alle Piloten jeweils zwei Sätze der härtesten Mischung, vier Sätze der mittleren Mischung sowie sieben Sätze der weichsten Mischung für den jeweiligen Event.

Zudem wurde festgelegt, dass ein Fahrer über die gesamte Saison hinweg weiterhin ein grundlegend gleiches Helmdesign benutzen muss, um einen Wiedererkennungswert zu besitzen. Allerdings darf ein Fahrer bei einem Rennen seiner Wahl (etwa dem Heimrennen) einen Helm in Speziallackierung verwenden. Bei einem Teamwechsel innerhalb der Saison darf der Helm ebenfalls geändert werden.

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