FIAT-Boss: Red Bull kann Vorjahresantriebe erhalten

, 09.11.2015

Nicht nur für Toro Rosso, auch für die A-Mannschaft will Sergio Marchionne tätig werden, jedoch nicht mit dem gleichen V6-Hybrid wie Ferrari - Kritik an Jean Todt

Für Red Bull haben sich in der unendlichen Geschichte um einen Antrieb für die Saison 2016 alle Türen zugeschlagen - am vergangenen Wochenende öffnete sich eine wieder. Zwar sind Ferrari-Vorjahresmotoren nicht die erhoffte, uneingeschränkt konkurrenzfähige Option, die sich die Österreicher wünschen. Dennoch wären sie bis zur Einführung der neuen Alternativmotoren eine Übergangslösung. FIAT-Boss Sergio Marchionne stellt Red Bull genau diese Lösung in Aussicht.

Der Italiener befürchtet offenbar, die Konkurrenz mit dem V6-Hybrid des Werksteams unnötig zu stärken: "Die Möglichkeit mit Red Bull zusammenzuarbeiten, bleibt bestehen - aber nicht unter der Bedingung, dass sie den gleichen Motor haben wie Ferrari", lässt Marchionne wissen und stellt das Geschäft mit den Kundenantrieben als Randaspekt der Formel-1-Tätigkeit der Scuderia dar: "Es gibt den Willen, als Dienstleister im Rahmen eines kleineren Projekts aufzutreten", so Marchionne.

Dass diese Option - die ein 2015er Aggregat sein muss - für das Red-Bull-Juniorteam Toro Rosso besteht, ist ein offenes Geheimnis. Doch solange die Zukunft der A-Mannschaft nicht gesichert ist, steht in den Sternen, was mit dem Projekt in Faenza besteht. Formel-1-Boss Bernie Ecclestone, der auf eine Rettung drängt, soll Bescheid wissen: "Wir sind bereit, es umzusetzen - nicht nur bei Red Bull, auch bei anderen Teams", deutet Marchionne die Ausstattung beider Teams an.

Verärgert zeigt sich der FIAT-Boss wegen der Kritik an dem Veto, das Ferrari in der Strategiegruppe bezüglich einer von der FIA vorgeschlagenen Kostenobergrenze für Kundenantriebe einlegte: "Die Verpflichtung und die finanzielle Bürde auf sich zu nehmen, andere Teams zu finanzieren, ist ein sittenwidriges Konzept und fernab jeder wirtschaftlichen Erwartung", schimpft Marchionne. Er kritisiert auch den ehemaligen Ferrari-Rennleiter und derzeitigen FIA-Präsidenten: "Es überrascht mich, dass Jean Todt, der viele Jahre Erfahrung in der Formel 1 gesammelt hat, den Einfluss auf die Kosten für ein Unternehmen übersieht, wenn es so komplexe Motoren entwickeln muss."

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