Finnland: Machbarkeitsstudie soll Grand-Prix-Chancen erhöhen

, 10.08.2015

Die Finnen träumen von einem Formel-1-Rennen in den Straßen von Helsinki: ITC und FIA-GT-Meisterschaft als Vorbild - Woher soll das Geld kommen?

Spätestens seit den 1980er-Jahren gehört die Nation Finnland zu den erfolgreichsten in der Formel 1. Keke Rosberg (1982), Mika Häkkinen (1998/1999) und Kimi Räikkönen (2007) holten nicht nur WM-Titel, sondern gewannen im Verlauf ihrer Karrieren auch reichlich Sympathien. Derzeit hat das skandinavische Land (rund 5,5 Millionen Einwohner) ein weiteres heißes Eisen im Feuer: Valtteri Bottas könnte bald von Williams zu Ferrari an die Seite von Sebastian Vettel wechseln.

Die Finnen lieben den Motorsport - und sie wollen mehr. Seit vielen Jahren gibt es immer wieder Bestrebungen, in Helsinki einen Formel-1-Grand-Prix zu veranstalten. Die ITC-Rennen (DTM) der Jahre 1995 und 1995 unter dem Titel "Helsinki Thunder" waren ein großer Erfolg gewesen. 250.000 Zuschauer zählten die Veranstalter damals in der finnischen Hauptstadt. Ex-Rennfahrer Robert Lappalainen und dessen Ehefrau Marja-Leena waren die treibenden Kräfte hinter den ITC-Rennen und dem Lauf zur FIA-GT-Meisterschaft 1997.

Das Ehepaar steht nun auch hinter den jüngsten Bemühungen um einen Grand Prix. Auf Bestreben von Marja-Leena Lappalainen wurde nun eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Grundlage ist eine geplante Rennstrecke in der Hauptstadt, die auf rund 4,5 Kilometer Länge nahe der Küstenlinie verlaufen soll. Das Ergebnis: Für die Umsetzung eines Formel-1-Plans in Finnland wäre viel Geld vonnöten.

Für die Erstellung der Strecke wären Investitionen in Höhe von rund 100 Millionen US-Dollar (umgerechnet rund 91 Millionen Euro) notwendig, hinzu käme die jährliche Antrittsprämie von geschätzten 25 Millionen Euro. "Die Erfolge der DTM in Helsinki haben gezeigt, dass es eine sehr enthusiastische Fangruppe gibt", wird Juhani Pakari, Chef des finnischen Automobil-Verbandes, von 'f1i.com' zitiert. "Wird würden bestimmt viele Eintrittskarten verkaufen können. Dennoch bleibt eine große Frage: Woher sollen die Investoren kommen, die den Grand Prix finanzieren?"

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