Formel 1 2016: Mercedes fürchtet Ferrari und McLaren-Honda

, 05.02.2016

Während die Formel 1 2016 eine erneute Mercedes-Dominanz fürchtet, rechnet man bei den Silberpfeilen laut Motorenchef Andy Cowell bereits mit einer Niederlage

Mercedes geht nach zwei dominanten WM-Triumphen als haushoher Favorit in die Saison 2016. Doch bei den Silberpfeilen will man davon nichts wissen. "Niemand bei uns rechnet damit, dass wir gewinnen werden", überrascht Mercedes-Motorenchef Andy Cowell. "Alle rechnen damit, dass wir von Ferrari geschlagen werden, und auch Honda ist eine große Gefahr."

Ferrari gelang es von 2014 auf 2015, die schwache Antriebseinheit deutlich zu verbessern, wodurch die Scuderia mit Sebastian Vettel immerhin drei Siege einfuhr, gegen die Silberpfeile hatte man dennoch meist keine Chance. Neueinsteiger Honda erwies sich mit McLaren als große Enttäuschung der Saison. Stapelt Cowell also tief?

Der Mann hinter der derzeit stärksten Antriebseinheit der Formel 1 versucht, seine Einschätzung zu untermauern: "Wenn wir uns ansehen, was Ferrari in den vergangenen zwölf Monaten gelungen ist, dann ist das bemerkenswert. Ihre Verbesserungen zeigen den Erfolg ihrer Umstrukturierungen und ihren Enthusiasmus." Bei Mercedes sei man daher gewarnt: "Jeder hier fragt sich: 'Wie werden wir dieses Jahr abschneiden?'."

Warum Mercedes McLaren-Honda auf der Rechnung hat

Dass Mercedes Ferrari auf der Rechnung hat, ist durchaus nachvollziehbar, schließlich war die Truppe aus Maranello im Vorjahr die größte Bedrohung für die Silberpfeile. Doch was sieht Cowell bei Honda, das ihm Angst einjagt?

"Sie sind kurzfristig eingestiegen und ihre Lernphase findet in der Öffentlichkeit statt", rechtfertigt der Brite das schwache Debütjahr der japanisch-britischen Allianz. "Aber sie sind wild entschlossen. Und sie haben mit McLaren einen Partner, der ebenfalls wild entschlossen ist."

Die Truppe von Ron Dennis geriet zwar in den vergangenen Jahren etwas außer Tritt, doch Cowell sieht in Woking nach wie vor das Potenzial, rasch die Spitze zu erklimmen. Vor allem das umfangreiche Datenarchiv und die Art, wie man mit den Erfahrungswerten der Vergangenheit arbeitet - über viele Jahre eine Schwäche des Rennstalls aus Brackley - ringt Cowell Respekt ab.

Cowell sieht auch bei Renault "Entschlossenheit"

"Wir kennen die auf Daten basierende Herangehensweise von McLaren ganz genau", sagt der Chef von Mercedes High Performance Powertrains. "Sie werden große Fortschritte machen." Bleibt nur noch Renault übrig. Wie schätzt Cowell die Franzosen ein, die dieses Jahr als Werksteam in die Formel 1 zurückkehren?

"Renault ist auch entschlossen", meint der Brite. "Das haben sie damit bewiesen, dass sie sich nun stärker in der Formel 1 engagieren. Sind liefern nicht mehr nur eine Antriebseinheit, sondern haben ein Team umstrukturiert. Es wird dieses Jahr einige große Geschichten geben." Man darf schon gespannt sein, welche Rolle Mercedes im Drehbuch der Saison 2016 einnehmen wird.

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