Formel 1 2017: Pirelli zeigt alle Reifentypen

, 24.11.2016

Im Rahmen des Großen Preises von Abu Dhabi 2016 hat Pirelli die neuen Reifen für die Formel-1-Saison 2017 enthüllt - Fragezeichen für das kommende Jahr bleiben

Nach zahlreichen Testfahrten mit Interims-Autos hat Pirelli am Donnerstag vor dem Großen Preis von Abu Dhabi 2016 die gesamte Palette der Reifen für die Formel-1-Saison 2017 präsentiert. Die sieben Typen - wie bisher fünf Trockenmischungen und zwei für Regen - wurden von Paul Hembery und Mario Isola in einem feierlichen Akt enthüllt. Der Druck auf den Reifenhersteller ist groß: Einerseits wurde die schlechte Qualität der Regenreifen jüngst bemängelt, andererseits waren die bisherigen Tests ein Stochern im Nebel.

Ferrari, Mercedes und Red Bull haben jeweils Interims-Autos angefertigt, die auf Modellen von 2015 basieren. Ein letztes Mal werden sie am kommenden Dienstag zum Einsatz kommen. Diese Fahrzeuge liefern jedoch bei weitem nicht die Abtriebswerte, die 2017 in der Formel 1 erwartet werden. "Die neuen Autos werden über 20 Prozent mehr Abtrieb haben, weit mehr als die Interims-Autos", erklärt Hembery. "Deshalb wird der Entwicklungsprozess die nächste Saison hindurch andauern. Wir wissen, dass unsere Arbeit gerade erst begonnen hat."

Insgesamt haben acht Testfahrer 10.281 Kilometer mit den Entwicklungsreifen abgespult. "Wir haben große Schritte nach vorn gemacht, seit wir die neuen Reifen erstmals im August getestet haben", führt Hembery aus. "Ich möchte den Teams, die die Interims-Autos uns zur Verfügung gestellt haben, danken. Wir sind mit den Ergebnissen im Großen und Ganzen zufrieden."

Doch sowohl Pirelli als auch die Formel-1-Teams wissen, dass die große Bewährungsprobe für die neuen breiten Reifen in den Dimensionen 305/670-13 vorn und 405/670-13 hinten erst bei den ersten Testfahrten des kommenden Jahres ansteht. Und selbst diese werden kaum aussagekräftig sein, da die Temperaturen im Februar und Anfang März noch niedrig sind. Darauf weist Pirelli in der Presseaussendung noch einmal deutlich hin - der italienische Einheitsreifenlieferant war mit seiner Forderung, einen Wintertest in den Nahen Osten zu verlegen, am Veto von Red Bull gescheitert.

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