Formel 1 Belgien 2017: Lewis Hamilton gewinnt in Spa

, 27.08.2017

Mercedes-Fahrer Lewis Hamilton gewinnt den Klassiker in Spa-Francorchamps vor Sebastian Vettel im Ferrari und Daniel Ricciardo (Red Bull)

Mit dem allseits beliebten Klassiker in Spa-Francorchamps ist die Formel 1 aus der Sommerpause zurückgekehrt. Auf der 7,004 Kilometer langen schnellen und spektakulären Strecke mitten in den Ardennen fand am Sonntag der Große Preis von Belgien statt.

Den Sieg in seinem 200. Grand Prix sicherte sich nach 44 Runden Lewis Hamilton im Mercedes vor Sebastian Vettel, der im Ferrari trotz eines Schlussangriffs auf weicheren Reifen keine Chance gegen seinen WM-Widersacher hatte. Das Podium komplettierte Daniel Ricciardo im Red Bull.

WM-Zähler gab es ferner für die Fahrer dahinter: Kimi Räikkönen (Ferrari), Valtteri Bottas (Mercedes), Nico Hülkenberg (Renault), Romain Grosjean (Haas), Felipe Massa (Williams), Esteban Ocon (Force India) und Carlos Sainz (Toro Rosso).

Außerhalb der WM-Zähler kamen Lance Stroll (Williams), Daniil Kwjat (Toro Rosso), Jolyon Palmer (Renault), Stoffel Vandoorne (McLaren), Marcus Ericsson (Sauber) und Kevin Magnussen (Haas) ins Ziel. Einen Ausfall mussten Sergio Perez (Force India), Fernando Alonso (McLaren), Max Verstappen (Red Bull) und Pascal Wehrlein (Sauber) verdauen.

Reibungsloser Start für die Spitze

Beim Start des Rennens änderte sich an den ersten sechs Positionen nichts - Hamilton konnte einen Angriff von Vettel nach der Eau Rouge erfolgreich abwehren. Ein starker Start gelang Alonso, der um drei Positionen auf den siebten Rang nach vorn kam, sich aber am Ende der Runde Hülkenberg geschlagen geben musste.

Bereits in der dritten Runde musste Wehrlein an die Box kommen - ohne Fremdeinwirkung war ein Teil an seinem Auto gebrochen. In der Anfangsphase des Rennens gelang es Hamilton nicht, Vettel abzuhängen. Nach fünf Runden hatte der Brite 1,6 Sekunden Vorsprung auf Vettel. Dahinter: Bottas, Räikkönen, Verstappen, Ricciardo, Hülkenberg, Ocon, Perez und Grosjean auf Rang 10. Dahinter: Alonso, Magnussen, Massa, Palmer, Sainz, Stroll, Kwjat, Vettel und Ericsson.

Frühes Aus für Verstappen

In der achten Runde war das Rennen für Verstappen gelaufen - mit einem technischen Defekt musste der Niederländer ausgerechnet vor seinen zahlreichen Fans das Auto am Streckenrand abstellen. In der 13. Runde kam Hamilton als Erster der Spitze an die Box! Die Frage nun: Folgt Vettel in der nächsten Runde oder setzt der Ferrari-Fahrer vielleicht auf einen Stopp weniger?

Räikkönen und Perez kassieren Strafe

Während in Runde 14 Bottas an die Box kam, meldete die Rennleitung eine Untersuchung gegen Räikkönen wegen nicht ausreichendem Verzögerns unter Doppel-Gelb. Das riecht nach einer Strafe! Vettel folgte in Runde 15 - Hamilton war wohl zu schnell auf den neuen Reifen. Räikkönen folgte im 16. Umlauf und kassierte wenige Sekunden später eine 10-Sekunden-Stop-and-Go-Strafe, das ist bitter aber verdient, denn trotz Doppel-Gelb war der Finne nicht vom Gas gegangen. Nach dem Absitzen der Strafe kam Räikkönen wieder auf den siebten Platz zurück. Perez kassierte unterdessen eine 5-Sekunden-Zeistrafe, da er sich beim Abkürzen der Strecke einen Vorteil verschafft hatte.

Die Abstände nach 20 von 44 Runden: Hamilton 1,2 Sekunden vor Vettel, 7,3 auf Bottas, 21,5 auf Ricciardo, 40,1 auf Hülkenberg, 46,3 auf Ocon, 46,4 auf Räikkönen, 48,1 auf Perez, 53,9 auf Sainz und 54,9 auf Grosjean auf dem zehnten Rang. Dahinter: Magnussen, Massa, Alonso, Palmer, Stroll, Kwjat, Vettel und Ericsson.

Force-India-Stallduell verursacht Safety-Car-Phase

In der Runde 27 war das Rennen für Alonso gelaufen, der Spanier musste seinen McLaren mit einem Problem an der Box abstellen - wieder der Motor. Einen teaminternen Fauxpas gab es in Runde 30, als sich Ocon und Perez auf dem Weg zur Eau Ruge berührten. Ocon demolierte sich den Frontflügel und Perez platzte in der spektakulären Kurve das Hinterrad. Die Rennleitung schickte das Safety-Car auf die Strecke, um Karbonteile von der Strecke zu entfernen.

Räikkönen und Hülkenberg nutzten die Chance und kamen an die Box, weitere Fahrer dahinter folgten, die zu der Zeit noch nicht an der Box vorbei waren. Hamilton, Vettel und Bottas folgten einen Umlauf später. Während Hamilton und Bottas auf den weichen Reifen setzten, bauten die Ferrari-Fahrer auf den ultraweichen Gummi. Das wird spannend!

Die Reihenfolge hinter dem Safety-Car: Hamilton vor Vettel, Bottas, Ricciardo, Räikkönen, Hülkenberg, Grosjean, Massa, Magnussen und Ocon auf dem zehnten Rang. Dahinter: Sainz, Stroll, Kwjat, Perez, Palmer, Vettel und Ericsson.

Kann Ferrari mit den superweichen Reifen etwas reißen?

In der 34. Runde wurde das Rennen wieder freigegeben. Während sich Hamilton wie schon nach dem Rennstart wieder gegen Vettel verteidigen konnte, schnappte sich Ricciardo dank seines flachen Heckflügels Räikkönen und Bottas, wobei Letzterer bis auf den fünften Rang zurückfiel.

Zur Überraschung von Ferrari war Hamilton in der Folgephase auf den härteren Reifen deutlich schneller als Vettel - 1,5 Sekunden fehlten dem Deutschen bereits in der zweiten Runde nach Ende der Safety-Car-Phase. Das Pendel schlug zwar zwischendurch immer mal wieder für Vettel aus, doch am Ende musste der Heppenheimer erkennen, dass gegen Hamilton kein Kraut gewachsen war. In der 43. Runde erhielt Perez die Anweisung seines Teams, sein beschädigtes Auto an der Box abzustellen.

Ausführlicher Bericht folgt an dieser Stelle in Kürze

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